Immobilien als Altersvorsorge

Altersvorsorge mit Immobilien – Möglichkeiten und Risiken

Viele Spar- und Anlagemöglichkeiten, wie z.B. die Lebensversicherung erscheinen in einer Niedrigzinsphase eher als unattraktiv. Viele Menschen entscheiden sich dann für eine Investition in eine Immobilie, in der Hoffnung, dass diese als Altersvorsorge dienen kann. Immobilien können auf unterschiedliche Weise zur Altersvorsorge beitragen. Drei Möglichkeiten, aber auch die damit einhergehenden Risiken haben wir für Sie zusammengestellt.


Altersvorsorge: Mietfreies Wohnen durch Immobilieneigentum

Ein Vorteil eines Immobilienkaufs kann sein, dass man nach Abbezahlen des Kredits im Rentenalter mietfrei wohnen kann. So würde mehr Haushaltsbudget für andere Dinge zur Verfügung stehen.
Mietfreies Wohnen ist allerdings nur dann umsetzbar, wenn der Immobilienkredit mit Eintritt des Rentenalters schon fast oder sogar vollständig beglichen ist. Andersfalls fallen weiterhin Ratenzahlungen an, die für viele Menschen im Rentenalter zu einer großen finanziellen Belastung werden können.
Wichtig ist, dass sich Immobilieneigentümer darüber im Klaren sind, dass mietfreies Wohnen nicht gleich kostenlosen Wohnen bedeutet. Bei Immobilieneigentum fallen nämlich weiterhin Kosten für die Instandhaltung, die Grundsteuer und eventuelle Reparaturen an. Es sollte bei dieser Variante der Altersvorsoge also mit genügend Puffer kalkuliert werden.
Möchte man eine Immobilie kaufen, um im Rentenalter dort zu leben, sollte man sich der Lage und Beschaffenheit der Immobilie sehr sicher sein. Stellen Sie sich Fragen, wie „Sehe ich mich hier für den Rest meines Lebens?“ Im Alter sind außerdem kurze Wege und eine gute ärztliche Versorgung wichtig.
Möchte man im Alter in der erworbenen Immobilie wohnen, sollte beim Kauf eines Hauses oder einer Wohnung beachtet werden, dass viele Menschen im Laufe des Lebens auf Gehhilfen oder Ebenerdigkeit angewiesen sind. Schauen Sie, ob die zu kaufende Immobilie auch im Alter gut bewohnbar ist. Andernfalls würden Kosten für altersgerechte Umbaumaßnahmen auf Sie zukommen und diese können schnell in die Höhe schießen. Sollte doch irgendwann ein Verkauf der Immobilie notwendig werden, können altersgerechte Umbaumaßnahme den Verkauf erschweren, denn diese machen die Immobilie für einen Großteil von Kaufinteressenten, z.B. Familien, junge Paare, eher uninteressant.

Altersvorsorge: Einnahme aus Immobilienvermietung

Wem eine Immobilie rechtmäßig gehört, wer also eingetragener Eigentümer ist, muss das Haus oder die Wohnung selbstverständlich nicht selbst bewohnen, sondern kann das Objekt vermieten.
Die Einnahmen aus einer vermieten Immobilien können das zur Verfügung stehende Haushaltsbudget im Rentenalter erheblich anheben. Zu beachten ist allerdings, dass eine Immobilie nur dann erfolgreich vermietet werden kann, wenn sich das Objekt in einer beliebten und bevorzugten Lage befindet. Viele mittelgroße bis große Städte mit großen Arbeitgebern oder Universitäten sind stark nachgefragt und können sich für den Kauf einer Immobilienanlage eignen.
Wer eine Immobilie erfolgreich vermieten möchte, sollte ebenfalls darauf achten, dass die Wohnung oder das Haus in einem guten Zustand gehalten wird, um eine entsprechende Mietsumme verlangen zu können.
Wichtig: Bei der Vermietung einer Immobilien nehmen Sie nicht nur Geld ein, sondern haben auch einige Ausgaben. Kosten für Instandhaltung und Reparaturen können bei baufälligen Objekten oder sorglosen Mietern gehäuft auftreten. Neben den Kosten ist auch der Arbeits- und Zeitaufwand nicht außer Acht zu lassen. Reparaturen, Sanierungen, eventuelle Hausmeistertätigkeiten, Überprüfung von Zahlungseingängen, Mietersuche etc. können auf Sie zukommen. Eine Immobilienverwaltung kann da eine hilfreiche, aber kostspielige Unterstützung sein.

Altersvorsorge: Einnahmen aus Immobilienverkauf

Die Immobilie als Altersvorsorge lässt sich auch dann umsetzen, wenn das Objekt verkauft wird.
Die Einnahmen aus dem Verkauf können dann als Lebensunterhalt im Pensionsalter dienen.
Diese Variante der Altersvorsorge eignet sich aber nur, wenn das gekaufte Haus, Grundstück oder die Wohnung zu einem günstigen Preis erworben wird und zu einem Vielfachen des Kaufpreises wieder verkauft werden kann.
Bei sogenannten Anlageimmobilien spielt die Lage eine überaus entscheidende Rolle.

Eine Wohnung oder ein Haus in einer Stadt oder Gegen, in der die Immobilienpreise stagnieren oder gar abfallend sind, kann nicht als Anlageobjekt dienen und sollte für den Zweck einer Altersvorsorge nicht gekauft werden. Auf der anderen Seite sind Gegenden, wie z.B. trendige Viertel in Städten, mit explodierenden Immobilienpreisen mit Vorsicht zu genießen, da die Gefahr eines rapiden Preiseinbruchs drohen kann.
Geeignete Anlageimmobilien zur Altersvorsorge finden sich oft in mittelgroßen Städten, in denen die Immobilienpreise stätig moderat steigen.
Beispiele für solche Städte, in denen aktuell Anlageimmobilien sinnvoll sein können, sind unter anderem: Augsburg, Bamberg, Oldenburg, Esslingen, Leipzig.
Soll eine Immobilie zum Aufpolstern der Rente später verkauft werden, ist es wichtig, das Haus oder die Wohnung instand zu halten, um einen eventuellen Wertverlust zu vermeiden und um möglichst eine Wertsteigerung zu erzielen.

Tipp zur Altersvorsorge mit Immobilien

Ob eine Investition in eine Immobilie zur Altersvorsorge sinnvoll ist, muss jeder für sich selbst entscheiden. Im Allgemeinen umfasst eine gute Altersvorsorge mehrere Komponenten, die individuell nach den jeweiligen Bedürfnissen ausgewählt werden können. Bei der Altersvorsorge gilt demnach das gleiche Prinzip wie bei anderen Anlageinvestments: Risiko streuen.

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