Steigende Grundstückspreise

Belastung Immobilienmarkt: Steigende Grundstückspreise führen zu höheren Mieten in Berlin

Berlin, eine Weltmetropole mit unfassbar niedrigen Preisen. Günstig ist Berlin nicht – Im Vergleich zu den international anerkannten Metropolen hingegen schon. Aber auch hier stehen die Zeichen auf Veränderung. Auch, wenn der Prozess gefühlt etwas langsamer voranschreitet, als in anderen Großstädten. Für die Mieter in Berlin wird sich diese Beliebtheit durch Investoren wahrscheinlich bemerkbar machen, und zwar durch höhere Mieten.

Berlin galt einst als das Paradies der günstigen Mieten. In den 90er Jahren sind viele Studenten nach Berlin gezogen, weil ein Leben meist deutlich erschwinglicher war als in anderen Großstädten in Deutschland. Heute ist es in gewisser Weise immer noch so. Das Verhältnis der Zahlen hat sich nur ein wenig geändert. Heute werden durchschnittlich 10,30 Euro pro Quadratmeter für Berlin fällig.

Diese Zahl geht aus einem Mietspiegel von „wohnungsboerse.net“ hervor. In München werden im Durchschnitt 17,41 Euro pro Quadratmeter gezahlt. Kräftiger Tobak für die junge Generation von Menschen und besonders für alte Leute und Familien ohne Eigentum. Im letzten Jahr lag die Bestmarke bei 18 Milliarden Euro Umsatz für den Berliner Immobilienmarkt. In allen Teilen des Grundstückmarktes steigen die Preise, wie „tagesspiegel.de“ berichtet.

Mieter ärgern sich über höhere Mieten

Für Mieter und Wohnungssuchende ist dieser Trend eine schlechte Botschaft, denn langfristig werden Mieten durch diese Marktsituation steigen. Mit höheren Fördermitteln ist es möglich, günstigen Wohnraum von unter zehn Euro pro Quadratmeter zu erkaufen. Aber wo wird dieser Trend langfristig hinführen. Herrschen irgendwann Verhältnisse wie zum Beispiel in Tokyo, Singapur oder Shanghai? Fakt ist, dass Berlin im internationalen Vergleich noch ganz gut abschneidet.

Nehmen wir den Vergleich zu London, ist Berlin ein wahres Schnäppchenparadies. In einem Artikel von „sueddeutsche.de“ hieß es im Jahr 2012, dass für 0,09 Quadratmeter bis zu 6000 Pfund (damals ca. 7500€) fällig wurden. Zur selben Zeit in Berlin lag der durchschnittliche Quadratmeterpreis bei durschnittlich 1.457,33 Euro pro Quadratmeter, wie aus einem Vergleich auf „wohnungsboerse.de“ hervorgeht.

Umwandlungen von Mietwohnungen in Eigentumswohnungen nehmen zu

Ein weiteres Ärgernis ist, dass die Nachfrage nach Eigentumswohnungen in der Hauptstadt immer größer wird. Wohnungen, die derzeit als Mietwohnung genutzt werden, können schon bald Eigentumswohnungen sein und somit das Angebot auf dem Mietwohnungsmarkt weiter schmälern. Die Anzahl der Wohnungen wird geringer und der Druck mehr Wohnungen zu bauen steigt weiter an. Dem Artikel auf „tagesspiegel.de“ zufolge, gab es eine solche Umwandlung von Mietwohnungen zu Eigentumswohnungen in Höhe von 50 Prozent. In gewisserweise wird günstiger Wohnraum somit zum Glücksfall.

Die Seite der Eigentümer triumphiert dagegen. Denn sie ist die Seite, welche die aktuelle Situation für sich am besten nutzen kann. Dank des wachsenden Wohlstands in Deutschland, denken immer mehr Menschen über den Erwerb einer Eigentumswohnung nach (zumindest die, die es sich leisten können). Investoren nutzen die Möglichkeit der Spekulation, um in einigen Jahren Eigentumswohnungen zu einem deutlich höheren Preis zu verkaufen. Spekulationen auf dem Wohnungsmarkt sind fast schon so populär, wie die Spekulationen an der Börse. Kritische Stimmen wollen diesen Markt unterbinden und setzen sich für mehr Gerechtigkeit auf dem Immobilienmarkt ein. Doch wie lässt sich so ein Problem beseitigen? Letztendlich wird es die Politik sein, welche neue Lösungen finden muss, um Mieter in der Zukunft ein preiswertes Leben in Mietwohnungen zu ermöglichen.

Spekulationsfrist und was dabei zu beachten ist

Beim Hausverkauf liegt die Spekulationsfrist bei zehn Jahren. Diese Frist betrifft alle Grundstücksgeschäfte, welche in Deutschland abgewickelt werden. Wenn zwischen Anschaffung bzw. Herstellung der Immobilie und deren Veräußerung mindestens zehn Jahre liegen, dann ist der mögliche Gewinn aus dem Verkauf einer Wohnung oder eines Hauses, nicht zu versteuern. Das Datum der Beurkundung der jeweiligen Kaufverträge ist dabei ausschlaggebend. Eine Ausnahme ist die komplette oder zeitweise Selbstnutzung einer Immobilie. Das heißt, dass es auch während einer Spekulationsfrist von zehn Jahren nicht immer zu der Besteuerung eines Gewinns kommt. Wenn man also eine Immobilie im Jahr 2008 kauft, ab dem Jahr 2010 selbst bewohnt und im Jahr 2012 wieder verkauft, dann wird keine Steuer fällig. Man muss die Immobilie somit im Jahr des geplanten Verkaufs bewohnen, sowie in den zwei vorangegangenen Jahren.

Gesetzestext:
Einkommensteuergesetz (EStG)
§ 23 Private Veräußerungsgeschäfte
(1) 1Private Veräußerungsgeschäfte (§ 22 Nummer 2) sind

1. Veräußerungsgeschäfte bei Grundstücken und Rechten, die den Vorschriften des bürgerlichen Rechts über Grundstücke unterliegen (z. B. Erbbaurecht, Mineralgewinnungsrecht), bei denen der Zeitraum zwischen Anschaffung und Veräußerung nicht mehr als zehn Jahre beträgt. 2. Gebäude und Außenanlagen sind einzubeziehen, soweit sie innerhalb dieses Zeitraums errichtet, ausgebaut oder erweitert werden; dies gilt entsprechend für Gebäudeteile, die selbständige unbewegliche Wirtschaftsgüter sind, sowie für Eigentumswohnungen und im Teileigentum stehende Räume. 3. Ausgenommen sind Wirtschaftsgüter, die im Zeitraum zwischen Anschaffung oder Fertigstellung und Veräußerung ausschließlich zu eigenen Wohnzwecken oder im Jahr der Veräußerung und in den beiden vorangegangenen Jahren zu eigenen Wohnzwecken genutzt wurden;

2. Veräußerungsgeschäfte bei anderen Wirtschaftsgütern, bei denen der Zeitraum zwischen Anschaffung und Veräußerung nicht mehr als ein Jahr beträgt. 2Ausgenommen sind Veräußerungen von Gegenständen des täglichen Gebrauchs. 3Bei Anschaffung und Veräußerung mehrerer gleichartiger Fremdwährungsbeträge ist zu unterstellen, dass die zuerst angeschafften Beträge zuerst veräußert wurden. 4Bei Wirtschaftsgütern im Sinne von Satz 1, aus deren Nutzung als Einkunftsquelle zumindest in einem Kalenderjahr Einkünfte erzielt werden, erhöht sich der Zeitraum auf zehn Jahre.

(Quelle: gesetze-im-internet.de)

Selbst genutzte Ferienwohnungen und Zweitwohnungen fallen ebenfalls unter diese Regelung. Zu eigenen Wohnzwecken bewohnen versteht der Gesetzgeber so, dass das Haus durch einen selbst, oder der Familie bewohnt wird. Steuerlich betrachtet gehören zur Familie allerdings nur die Kinder und auch nur dann, wenn sie noch Kindergeld beziehen.

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Quelle: tagesspiegel.de | vlh.de