Betriebskosten

Betriebskosten: Abrechnung muss rechtzeitig eingehen

Vermieter, die die Betriebskosten nach dem Kalenderjahr abrechnen, müssen sicherstellen, dass die Abrechnung bis zum 31. Dezember beim Mieter ankommt. Darauf weist der Eigentümerverband Haus & Grund Deutschland hin. Hält der Vermieter diese Frist nicht ein, bleibt er auf Nachforderungen von Betriebskosten sitzen. Grundsätzlich gilt: Sind Vorauszahlungen mit dem Mieter vereinbart, muss einmal jährlich abgerechnet werden.

Nach Angaben von Haus & Grund genügt es nicht, die Abrechnung der Betriebskosten rechtzeitig abzusenden. Im Zweifel muss der Vermieter den rechtzeitigen Zugang nachweisen. Wenn die Post an der verzögerten Zustellung der Abrechnung schuld ist, wird dieses dem Vermieter zugerechnet. Als verspätet zugegangen gilt eine Abrechnung der Betriebskosten beispielsweise auch, wenn sie am Stichtag nach 18 Uhr in den Briefkasten des Wohnungsmieters eingeworfen wurde. Es wird in diesem Fall davon ausgegangen, dass der Mieter dann keine Möglichkeit hat, die Abrechnung rechtzeitig zur Kenntnis zu nehmen. Da am 31. Dezember in der Regel nur am Vormittag gearbeitet wird, sollte die Abrechnung an diesem Tag bis zum Mittag in den Briefkasten eingeworfen werden – 18 Uhr ist diesem Fall zu spät.

Haus & Grund rät Vermietern, die es eilig haben, einen Boten mit der Zustellung zu beauftragen. Im Streitfall muss der Bote bezeugen, wann er dem Mieter die Abrechnung übergeben oder in dessen Briefkasten eingeworfen hat.

Betriebskosten: Das gehört in die Abrechnung

Darüber hinaus muss die Nebenkostenabrechnung schriftlich erfolgen und klar verständlich sein. Außerdem gehören folgende Angaben in die Abrechnung:

  • Genauer Abrechnungszeitraum
  • Gesamtkosten des Hauses nach Kostenarten
  • Angabe des Verteilerschlüssels
  • Einzelabrechnung des Mieters
  • Nennung der geleisteten Vorauszahlungen inklusive der Nachzahlungen bzw. des Guthabens

Arbeiten, die der Vermieter selbst vorgenommen hat, dürfen aufgeführt, aber nicht mit Mehrwertsteuer berechnet werden. Widerspruch gegen die Abrechnung der Nebenkosten kann der Mieter bis zum Ablauf eines Jahres nach Zugang der Abrechnung einlegen (§ 556 Abs.3 Satz 5 BGB). Außerdem können Mieter die Abrechnung ablehnen, wenn darin Nebenkosten falsch oder unberechtigt aufgeführt wurden. Nach einem Jahr verjährt die Abrechnung, bis dahin müssen alle Nachforderungen erledigt sein. Kopien der Nebenkostenabrechnung muss der Vermieter zusenden. Die Kosten kann er dem Mieter in Rechnung stellen.

Betriebskosten: Vermieter muss Einsicht in Originale geben

Mieter haben zudem ein Recht auf Einsicht in die Originalunterlagen der Abrechnung. Diese muss der Vermieter gewähren. Wenn ein Vermieter eine Nachzahlung fordert, ohne eine nachvollziehbare Abrechnung vorzulegen, ist es Mietern erlaubt, die geforderte Nachzahlung zu verweigern.

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