Blitzeinschlag

Blitzeinschlag: So schützen Sie Ihre Immobilie

Es ist der Albtraum jedes Hausbesitzers: Die Immobilie wird vom Blitz getroffen und fängt im schlimmsten Fall Feuer. Gerade im Sommer haben Gewitter Hochkonjunktur. Dann blitzt und donnert es fünf Mal mehr als in den Wintermonaten. Rund 2,5 Millionen Blitze schlagen pro Jahr in Deutschland ein. Für fünf bis zehn Deutsche pro Jahr endet ein solcher Blitzeinschlag tödlich. Ein Grund mehr, seine Immobilie vor dieser Naturgewalt gut zu schützen.

Schutz gegen Blitzeinschlag auch nachträglich sinnvoll

Eine gute Nachricht vorweg: Schon mit einigen, wenigen Maßnahmen lassen sich Gebäude effektiv vor Blitzeinschlägen schützen. Beim Neubau einer Immobilie machen die Schutzmaßnahmen meist nur einen Prozent der gesamten Kosten aus und sind somit für jeden Bauherren eine lohnende Investition. Wer einen solchen Schutz nachrüsten möchte, muss meist tiefer in die Tasche greifen. Doch welche Maßnahmen sind überhaupt notwendig?

Ein äußerer Schutz gegen Blitzeinschlag ist in jedem Fall empfehlenswert. Ein klassischer Blitzableiter auf dem Dach, der den Strom über eine Ableitung in der Hauswand in die Erde leitet, ist in jedem Fall empfehlenswert. Ein wichtiger Bestandteil des Blitzableiters ist der so genannte Fundament-Erder. Er sitzt im Fundament und gibt die Energie eines Blitzes in den Boden ab. Gebäude, die vor 1960 gebaut wurden, verfügen oftmals über keinen Fundament-Erder. Doch keine Sorge, auch hier kann nachgerüstet werden: Ein Ringerder, der einfach einen halben Meter tief in der Erde vor dem Haus montiert wird, schafft Abhilfe. Damit nicht nur das Gebäude, sondern auch Elektroleitungen und Geräte geschützt sind, empfiehlt sich der Einbau einer Blitzstrom- und Überspannungsschutzeinrichtung.

Der Schutz gegen Blitzeinschläge ist in Deutschland übrigens nicht rechtlich vorgeschrieben. Vor allem für Gebäude, die höher sind als andere in der Umgebung oder Dächer mit leicht entzündlichen Materialen haben, empfiehlt er sich aber in jedem Fall. Wer Schutzmaßnahmen gegen Blitzeinschläge treffen möchte, sollte einen Fachmann das Haus bewerten lassen.

Kein Blitzschutz? Das richtige Verhalten bei Gewitter

Wer keine Sicherheitsvorkehrungen gegen Blitzeinschlag an seinem Haus getroffen hat, sollte bei Gewittern einige Dinge beachten:

  1. Vermeiden Sie Kontakt mit Leitungen aus Metall, die von außen ins Haus führen – also zum Beispiel zu Wasser-, Gas- und Telefonleitungen, aber auch zu Antennenkabeln und Fernwärmeleitungen.
  2. Lassen Sie das Festnetztelefon während eines Gewitters liegen, wenn es nicht über einen Überspannungsschutz verfügt. Mit dem Handy können Sie drinnen auch bei Gewittern sicher telefonieren.
  3. Ziehen Sie den Stecker! Trennen Sie vorsichtshalber Fernseher, Computer, Musikanlage und Co. vom Strom.

Die richtige Versicherung beim Blitzeinschlag

Richtig versichert sieht man einem heranziehenden Gewitter deutlich gelassener entgegen. Die richtige Gebäudeversicherung hilft beim Blitzeinschlag und bei Bränden, die daraus entstehen. Für Schäden an elektrischen Geräten ist die Hausratversicherung zuständig. Achten Sie hier genau darauf, dass ihre Versicherung auch explizit bei Überanspannungen, die durch einen Blitzeinschlag verursacht wurden, greift. Wer unsicher ist, welcher Versicherungsschutz der richtige ist, lässt sich am besten vom Fachmann beraten.