Bauland Häuser in Herbstlandschaft

Checkliste: Bauland verkaufen

Wer in Deutschland Bauland verkaufen will, der muss zwei wichtige Dinge wissen: 1. Bauland ist nicht gleich Bauland, 2. Grundstücksverkäufe in Deutschland müssen – wie Haus- und Wohnungsverkäufe – vom Notar beurkundet und im Grundbuch eingetragen werden. Bevor man aktiv den Verkauf startet, sollte man sich gut informieren, denn Fehler können teuer werden.

Nicht nur der Verkauf einer Wohnung oder eines Hauses sollte gut vorbereitet werden, auch der Verkauf eines Grundstückes birgt Tücken. Diese Tücken gilt es zu umgehen. Wir verraten Ihnen, wie Sie am besten Bauland verkaufen.

Bauland ist nicht gleich Bauland

Beim Thema Grundstücksverkauf unterscheidet man im Wesentlichen vier verschiedene Arten:

  1. Bauland
  2. Bauerwartungsland
  3. Fertigbauland
  4. Fertiges, freies Bauland

Das ist wichtig zu wissen, denn als Verkäufer können Sie je nach Art des Baulandes unterschiedlich hohe Preise erzielen. Je nachdem, wie sicher es bereits ist, dass das Grundstück tatsächlich bebaut werden darf und was noch alles vorbereitet werden muss.

Bauland

Für Bauland liegt bereits ein Bebauungsplan vor und das Grundstück ist prinzipiell bebaubar. Voraussetzung für den Bau eines Hauses auf diesem Grundstück ist eine Baugenehmigung oder ein Bauvorbescheid. In den meisten Fällen ist Bauland noch nicht erschlossen. Strom- Wasser-, Abwasser- und Gasleitungen sind also noch nicht oder nur teilweise verlegt.

Freies Bauland oder Fertigbauland

Beim freien Bauland (oder Fertigbauland genannt) sind alle rechtlichen Voraussetzungen für den Bau geklärt. Wer hier bauen möchte, braucht seinen Antrag auf Baugenehmigung nur noch bei den Behörden einzureichen. Allerdings sind im Kaufpreis von Fertigbauland die Kosten für die Erschließung von Strom, Wasser, Abwasser und Gas noch nicht enthalten. Der Bauherr muss sie anteilig nach den jeweils vor Ort geltenden Vorschriften übernehmen.

Fertiges, freies Bauland

Beim fertigen freien Bauland sind dagegen die Kosten für die Erschließung der Fläche bereits enthalten.  Das Bauland steht also unkompliziert bereit für den Bau des Hauses. Fertiges, freies Bauland finden Sie vor allem in bestehenden Neubaugebieten.

Bauerwartungsland

Als Bauerwartungsland gelten Flächen, die im Flächennutzungsplan der Gemeinde als künftiges Bauland deklariert sind oder Flächen, für die eine künftige Bebaubarkeit erwartet wird. Bevor jemand Bauerwartungsland kauft, sollte er berücksichtigen, dass der Kauf von Bauerwartungsland spekulativ ist. Letztendlich entscheidet die Gemeinde, ob sie Bauerwartungsland wirklich zu Bauland umwandelt. Selbst wenn im Kaufvertrag für das Grundstück „Bauerwartungsland“ steht, ist die spätere Umwandlung in Bauland rechtlich nicht einklagbar. Ein Bebauungsplan ist die Voraussetzung für die Umwandlung von Bauerwartungsland in Bauland. Der Bebauungsplan kann von privaten Investoren oder von der Gemeinde aufgestellt werden, und die Fläche muss von der Behörde zu einem Ortsteil erklärt werden. Informationen über den Stand der Planungen können bei den zuständigen Behörden bekommen. Bauerwartungsland ist günstiger als Bauland und teurer als beispielsweise landwirtschaftliche Flächen.

Rechtliche Voraussetzungen

Genauso wie beim Verkauf von Bauwerken (Häuser, Wohnungen) ist für die Veräußerung von Grundstücken ein Kaufvertrag erforderlich. Laut § 311b BGB bedarf es der notariellen Beurkundung, wenn das Eigentum an einem Grundstück oder grundstücksgleichen Rechten übertragen werden soll. Die Notarkosten berechnen sich nach dem Wert des Grundstückes.

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Checkliste Bauland verkaufen

  1. Art des Baulandes ermitteln

Bevor Sie verkaufen, prüfen Sie, um welche Art von Bauland es sich handelt. Wenn Sie sich unsicher sind, holen Sie entsprechende Informationen bei den zuständigen Behörden Ihrer Stadt bzw. Ihrer Gemeinde ein.

  1. Bodenrichtwert in Erfahrung bringen

Welchen Verkaufspreis können Sie für Ihr Bauland fordern? Das ist natürlich eine sehr entscheidende Frage. Auskunft gibt der sogenannte Bodenrichtwert. Der Bodenrichtwert ist ein amtlicher Durchschnittswert zur Bestimmung des Wertes von Bauland bzw. Grundstücken. Der Bodenrichtwert wird aus dem Durchschnitt der amtlich gesammelten Kaufpreise von Grundstücken in einer bestimmten Region ermittelt. Zusätzlich wird er vom Entwicklungszustand der Lage des Grundstücks beeinflusst. Je nach Bundesland werden Bodenrichtwerte unterschiedlich oft ermittelt und veröffentlicht, mindestens aber alle zwei Jahre zu einem festen Stichtag. Die Veröffentlichung erfolgt über Bodenrichtwertkarten oder -tabellen und wird pro Quadratmeter angegeben. Die Richtwerte können bei den zuständigen Geschäftsstellen der Gutachterausschüsse eingesehen oder angefragt werden. Um den reellen Wert eines Grundstücks zu ermitteln, muss allerdings, ausgehend vom Bodenrichtwert, in der Regel ein Gutachter eingeschaltet werden, der die Besonderheiten der jeweiligen Lage schätzt.

  1. Gestaltungsmöglichkeiten prüfen

Wenn Sie ein großes Grundstück verkaufen wollen, dann ziehen Sie auch eine Aufteilung des Grundstückes in Erwägung. Oft können Sie höhere Erträge erzielen, wenn Sie mehrere (kleinere) Grundstücke verkaufen als ein großes.

Ein großes Grundstück kann man auch teilen. Dafür gelten jedoch bestimmte Voraussetzungen. In einigen Bundesländern benötigen Sie für das Teilen von Grundstücken eine Genehmigung. Das örtliche Bauamt kann Aufschluss darüber geben, was mit dem Grundstück passieren darf und was nicht. Für die Prüfung benötigt das Amt von Ihnen Informationen, wie zum Beispiel:

  • Gemarkung
  • Flur
  • Flurstück
  • Umriss
  • Belastungen, z. B. Wegerechte
  • eingetragene Baulasten
  • Informationen über angrenzende Flächen

Die finale Aufteilungsgenehmigung erhalten Sie erst dann, wenn alle Bedingungen erfüllt wurden. Oftmals stellt die zuständige Behörde jedoch einen Zwischenbescheid aus.

Liegt das Bauland in einem Bundesland, in dem Grundstücke ohne eine amtliche Aufsicht geteilt werden dürfen, dürfen Sie trotzdem nicht einfach mit der Teilung loslegen, sondern Landes- und Bundesgesetze berücksichtigen. Informieren Sie sich bei der zuständigen Behörde über die Vorschriften.

  1. Erforderliche Unterlagen zusammenstellen

Bevor Sie mit der Vermarktung des Grundstücks beginnen, sollten Sie alle erforderlichen Unterlagen zusammenstellen. So benötigt der potentielle Käufer zur Prüfung und Vorlage bei seiner Bank:

  • Flächennutzungsplan
  • Bebauungsplan
  • Liegenschaftskarte / Flurkarte
  • Aktueller Grundbuchauszug
  • Altlasten / Altlastenverzeichnis
  • Baulasten
  • Erschließungsnachweis
  • Aktueller Grundbuchauszug
  • Abzuleistende Grundpfandrechte
  • Grundsteuerbescheid

Für die Vermarktung sind außerdem Außen- und Luftbildaufnahmen des Grundstücks sinnvoll. Fotos sind sowohl für Ihre Anzeige als auch für ein Exposé sinnvoll, denn Interessenten können sich so ein besseres Bild vom Grundstück machen.

  1. Käuferzielgruppe bestimmen

Bauland ist für verschiedene Zielgruppen interessant. Hier ist auch wiederum relevant, um was für eine Art von Bauland es sich handelt. Privatpersonen übernehmen am liebsten fertiges, freies Bauland, das sozusagen schon „schlüsselfertig“ ist. Bauträger und Projektentwickler nehmen es auch gern in Kauf, sich um sämtliche Formalitäten selbst zu kümmern, wenn Sie dafür das Grundstück günstiger erwerben können. Interessant ist auch, wie das Grundstück bebaut werden darf. Darf bzw. kann es nur mit einer oder zwei Wohneinheiten bebaut werden kann, dann bietet sich in der Regel ein Privatverkauf an. Bei einem Grundstück, das den Bau eines Mehrfamilienhauses oder einer Reihenhaussiedlung ermöglicht, macht es Sinn, sich direkt an Bauträger zu wenden.

Ein Makler hilft beim Bauland-Verkauf

Wenn Ihnen der Aufwand für den Verkauf Ihres Baulandes zu groß erscheint, dann wenden Sie sich gern an HAUSGOLD. Wir empfehlen Ihnen genau den Makler, der sich mit dem Verkauf von Bauland bestens auskennt.

Bei unserer Maklerauswahl für Sie achten wir darauf, dass der Makler nur die Besonderheiten in Ihrer der Region kennt, sondern er weiß auch über Vorgaben des Flächennutzungs- und Bebauungsplans Bescheid. Außerdem kann er Ihnen genau sagen, welche Materialien und Unterlagen Sie benötigen, bzw. er besorgt diese für Sie bei den Behörden. Berufsbedingt kennt er die richtigen Ansprechpartner beim Amt für bestimmte Auskünfte, und er hat gute Kontakte – sowohl zu Bauträgern als auch zu privaten Kaufinteressenten. So sparen Sie viel Zeit und Mühen. Der Makler erstellt für Sie eine kostenlose Verkaufswertschätzung und  übernimmt die Vermarktungsaktivitäten. Sie können sicher sein, dass Ihnen mit einem HAUSGOLD Makler kein Fehler beim Verkauf unterläuft und Sie dank des Makler-Knowhows einen guten Verkaufspreis erzielen.

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