Immobilienmarkt: Wird Wohnraum in Europa zum Luxusgut?

Immobilienmarkt: Wird Wohnraum in Europa zum Luxusgut?

Die Sache mit dem Wohnraum ist nicht nur in Deutschland ein Problem geworden. Im Vergleich ist Berlin als Hauptstadt sogar noch sehr preiswert, wenn man den Immobilienmarkt direkt mit Paris, London und Rom vergleicht. Die Idee hinter der Europäischen Gemeinschaft war eine große und hat sich dann doch irgendwie anders entwickelt. Es kam anders als erwartet. Der soziale Wohnungsbau kam viele Jahre sehr langsam voran. Der Markt für Mietswohnungen ist eher klein und überschaubar, da mehr Priorität auf den Kauf von Wohnimmobilien gesetzt wurde.

Wo man hinsieht, steigen die Preise. Es gibt kaum noch etwas, was in der heutigen Zeit günstiger wird. Der Immobilienmarkt bildet mit seinen Preisen in den Ballungsgebieten keine Ausnahme. Es stellt sich die Frage, ob und wann eine Immobilie weniger teuer ist. In vielen Ländern Europas sind besonders Wohnimmobilien zum Luxusgut geworden. Durchschnittsverdiener und weniger gut betuchte Bevölkerungsgruppen bleibt meist nur der Weg zum Immobilienkredit. Die Arbeitsmigration wird durch fehlende Mietwohnungen mit vernünftigen Preisen in der EU auch nur begrenzt möglich sein.

Von einem einheitlichen Arbeitsmarkt in Europa kann man daher nur bedingt sprechen, obwohl er doch ein Teil der Idee ist. Fortbewegung und Personenfreizügigkeit waren die Kernelemente, welche nach Vorbild der vereinigten Staaten von Amerika, Europa international wettbewerbsfähiger machen sollte. In Großbritannien wurde die Idee der Gemeinschaft in Frage gestellt und mit einem unerwarteten Ergebnis beim Brexit-Votum eine Entscheidung gefällt. Profiteure sind besonders Branchen und Regionen mit Wachstumskraft.

Entwicklung des Immobilienmarkts in Europa

Der Markt von Wohnimmobilien in Europa, hat sich in den letzten drei Jahrzehnten mit Bezug auf den Erwerb von Immobilien entwickelt. Der Immobilienmarkt zeichnet sich durch zu wenig Mietwohnungen aus. In Boomregionen wurde der soziale Wohnungsbau vernachlässigt. Die Akzeptanz von Fortbewegung innerhalb Europas könnte deshalb erheblich gemindert worden sein, da der Kampf um günstigen Wohnraum zum Aufwand geworden ist. Der Anteil der Wohnungseigentümer in der Eurozone liegt bei über 70 Prozent, wie die Internetseite „deutsche-wirtschafts-nachrichten.de.“ berichtet.

In einigen Ländern liegt der Anteil der Eigentümer sogar bei über 80 Prozent. Der Startschuss für die Zunahme des Eigentümeranteils hat seinen Ursprung in den 90er-Jahren. Hypothekarfinanzierungen erleichterten den Zugang zum Eigentumsmarkt für interessierte Käufer. Die Entwicklung der politischen Lage in Ost- und Mitteleuropa hat auch dazu beigetragen, dass durch die Privatisierung von Wohnungen, der Anteil von Eigentümern gestiegen ist. In vielen Ländern sind bezahlbare Mietwohnungen selten geworden. Einen effektiven und quantitativ Mietwohnungsmarkt gibt es zum Beispiel in Luxemburg, Belgien, Frankreich, Dänemark, Schweden, Österreich, Niederlande und in Deutschland. Viele Wohnimmobilien werden von den Eigentümern teilweise selbst bewohnt.

Kaufen und bauen ist in Deutschland relativ preiswert

Einer Studie des Beratungsunternehmens „Deloitte“ zufolge, sind die teuersten Städte in Deutschland München, Frankfurt am Main, Hamburg und Berlin. Besonders Frankfurt hat in Sachen Quadratmeterpreise ordentlich aufgeholt. In München liegt der durchschnittliche Quadratmeterpreis bei 6080 Euro pro Quadratmeter, in Frankfurt am Main sind es 3950 Euro pro Quadratmeter, in Hamburg liegt der durchschnittliche Quadratmeterpreis bei 3790 Euro pro Quadratmeter und als Schlusslicht Berlin mit durchschnittlich 3200 Euro pro Quadratmeter auf dem letzten Platz.

In Deutschland ist Bauen vergleichsweise günstig und sorgt somit im Europavergleich für angenehme Rahmenbedingungen. Im Schnitt müssen 3,2 Jahresgehälter verwendet werden, damit der Traum vom Eigenheim in Erfüllung geht, wie es in der Pressemitteilung von „Deloitte“ weiter heißt. Ebenfalls recht preiswert mit dabei ist man in Belgien und in den Niederlanden. Schwieriger sich den Traum vom Eigenheim zu erfüllen, wird es dagegen in Polen, Frankreich, Italien, Irland, Ungarn und Großbritannien.

Internationaler Immobilienmarkt: ungewisse Zukunft?

Insgesamt ist für den Immobilienmarkt in Europa eine Entspannung in Sichtweite. Geringes Wirtschaftswachstum sorgt dafür, dass die Preise nicht unproportional zulegen. Auf der anderen Seite verführen die niedrigen Zinsen zu Investments. Auch Sanierungen können zu einer Erhöhung der Preise führen und somit die Gesamtsituation nachhaltig erschweren. In den Städten von Europa ist die Lage generell sehr unterschiedlich. Deutschlandweit wurden 2015 rund 20 Milliarden Euro in Wohnraum investiert. Es handelt sich dabei um acht Milliarden Euro mehr als im Jahr zuvor. Die Bautätigkeit ist im Vergleich zu den letzten Jahren etwas langsamer geworden. Diese Entwicklung ist meistens durch neue gesetzliche Bestimmungen begründet. Auch Bauland verknappt weiter, sodass das Wachstum von Immobilien beeinträchtigt wird.

Neuer Wohnraum in Deutschland entsteht und belegt im Vergleich einen Platz im Mittelfeld. Pro tausend Einwohner entstehen 2,8 neue Wohnungen, wie es in der Pressemitteilung von „Deloitte“ weiter heißt.  In den Ländern Frankreich, Österreich und Russland ist die Anzahl höher. In Ungarn und Portugal entstehen die wenigsten neuen Wohnungen. Die Entstehung von Wohnungen ist wichtig, um einen stabilen Mietwohnungsmarkt zu ermöglich und somit die Akzeptanz von Zuwanderung zu erhöhen. In der Vergangenheit gab es oft Diskussionen darüber, ob neue Wohnungen auch für jedermann finanzierbar seien. Die Frage ist nicht unberechtigt, denn einige Bauherren legen den Standard sehr hoch und die Quadratmeterpreise steigen in die Höhe.

Es sollte also auf günstiges Material geachtet werden, damit günstige Quadratmeterpreise und somit auch günstige Mietpreise entstehen können. Günstige Serienbauten mit kleinen Wohnungen können langfristig eine gute Lösung sein. Auf eine teure Ausstattung bei Küchen und Fußböden wird dann verzichtet. Natürlich muss auch der Anspruch der Menschen sinken, damit langfristig geringe Mietpreise zu realisieren sind. Wahrscheinlich wird man sich auch mit weniger Quadratmeter zufriedengeben, um im Dschungel der Großstadt und in den Ballungsgebieten langfristig leben zu können.

Makler hilft beim Immobilienverkauf

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Quellen: Deloitte / deutsche-wirtschafts-nachrichten.de