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Modernisierung von Immobilien: Die besten Tipps

Wer den Wert seiner Immobilie erhalten oder steigern möchte, der kommt um das Thema Modernisierung nicht herum. Besonders beliebt bei Eigentümern sind die Modernisierung der Heiztechnik und der Dachausbau.

Die Deutsche Energie-Agentur (dena) prognostiziert, dass in den nächsten 20 Jahren bei fast der Hälfte aller Wohnhäuser in Deutschland eine Modernisierung ansteht. Das berichtet das Wüstenrot Magazin 3/2016. Investitionen in die eigenen vier Wände gelten in Zeiten niedriger Zinsen als gute Geldanlage. Clevere Modernisierung lohnt sich doppelt: Es gibt es verschiedene Förderprogramme, außerdem zahlt sich die Modernisierung für das persönliche Wohbefinden aus.

Modernisierung lohnt sich

Ein neues Badezimmer, ein schicker Wintergarten oder ein Dach, das den neuesten Standards entspricht – in Deutschland wird modernisiert wie selten. In den eigenen vier Wänden will man sich schließlich rundum wohlfühlen. Eine Modernisierung steigert den persönlichen Wohnkomfort und den Wert der Immobilie. Es geht aber nicht nur um Optik und Komfort. Auch energetische Modernisierungen, wie beim Smart Home, sind in Deutschland gefragt. Heizkesselaustausch, neue Fenster oder eine Dämmung lohnen sich. Im Einzelfall senkt sich der Energiebedarf um bis zu 85 Prozent.

Bausparvertrag für die Modernisierung nutzen

Zahlreiche Förderprogramme machen die Modernisierung attraktiv. Bund, Länder und Kommunen unterstützen Sanierungswillige in ihrem Vorhaben. Für Immobilieneigentümer ist es oft nicht einfach, den Überblick zu behalten. Welche Anträge kann ich stellen? Von wem bekomme ich Fördergelder? Kann ich meinen Bausparvertrag für die Modernisierung nutzen? Einen Überblick bietet Ihnen zum Beispiel die Zeitschrift „Finanztest“ mit ihrer Ausgabe 7/2016. Darin wird ein Bausparvertrag befürwortet: „Wenn Sie mittel- bis langfristig die eigenen vier Wände modernisieren und sich gegen steigende Zinsen absichern wollen, ist ein Bausparvertrag sinnvoll.“ Da bei Immobilieneigentümern kontinuierlich Modernisierungen anstehen, kann das Bauspardarlehen auch in Etappen ausgezahlt werden.

BAFA-Förderung für Energiesparberatung

Im Rahmen des Programms „Vor-Ort-Beratung“ bezuschusst das BAFA (Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle) die Beratung von Eigentümern durch Energieberater. Ein Zuschuss in Höhe von 60 Prozent der förderfähigen Beratungskosten, der bei maximal 800 Euro bei Ein- und Zweifamilienhäusern und bei maximal 1.100 Euro bei Wohnhäusern mit mindestens drei Wohneinheiten liegt, ist möglich. Einen Zuschuss in Höhe von 100 Prozent der förderfähigen Beratungskosten gibt es für zusätzliche Erläuterung des Energieberatungsberichts in Wohnungseigentümerversammlung oder Beiratssitzung. Das Maximum liegt hier bei 500 Euro. Am 1. Juli 2017 ist der individuelle Sanierungsfahrplan hinzugekommen: Die BAFA kann bis zu 60 Prozent der förderfähigen Beratungskosten übernehmen, maximal jedoch 800 Euro für Ein- oder Zweifamilienhäuser und 1 100 Euro für Wohngebäude. Gehört das Wohngebäude einer Wohnungseigentümergemeinschaft, so gibt es zusätzlich einen Zuschuss von bis zu 500 Euro.

Moderne Heiztechnik

2015 wurden in Deutschland rund 63.000 Heizungsmodernisierungen staatlich gefördert. Das ist das Ergebnis einer aktuellen Auswertung der Förderstatistik der KfW-Bank durch die Deutsche Energie-Agentur (dena). Der Einbau effizienter Heiztechnik belegt mit einem Anteil von 41 Prozent den ersten Platz unter den geförderten Maßnahmen. Das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) unterstützt Eigenheimbesitzer bei der Modernisierung ihrer Heizung. Der Staat fördert mit dem neuen Programm „Förderung der Heizungsoptimierung durch hocheffiziente Pumpen und hydraulischen Abgleich“ seit dem 1. August 2016 Privatpersonen, Unternehmer und Kommunen, die ihre Heizung optimieren lassen.

Dieses Phänomen kennen viele: Die Heizung wird überall aufgedreht. Der Raum in Nähe des Kessels wird schnell zu warm. Ein weiter entfernter Raum ist dagegen noch nach Stunden zu kalt. Die Heizung lässt sich nicht richtig regulieren. Das verschleudert unnötig Heizenergie. Ein hydraulischen Abgleich sollte die Lösung sein. Bei einem hydraulischen Abgleich stellt ein Fachbetrieb das Heizsystem so ein, dass die Wärme im gesamten Gebäude optimal verteilt wird.

Eine veraltete Pumpe ist schnell gegen eine hocheffiziente Pumpen ausgetauscht. Der Staat fördert den Austausch und die Installation von

  • Heizungspumpen (Umwälzpumpen) und
  • Warmwasserzirkulationspumpen,

wenn sie durch einen Fachbetrieb ausgeführt werden.

Beachten Sie bei der Modernieiserung: Die bestehenden Heizsysteme in den Gebäuden müssen bereits seit mindestens zwei Jahren installiert sein. Maßnahmen bei jüngeren Gebäuden oder Neubauten sind nicht förderfähig. Zudem werden nur besonders effiziente Pumpen gefördert.

Dachausbau mit staatlichen Fördermitteln

Arbeiten am Dach zählen zu den teuersten Sanierungsmaßnahmen. Die Bundesregierung stellt verschiedene Arten der Dach-Förderung zur Verfügung.

Eigentümer können sowohl auf finanzielle Zuschüsse des BAFA (Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle) als auch auf zinsgünstige Kredite des KfW (Kreditanstalt für Wiederaufbau) zurückgreifen. Wie hoch die Förderung ausfällt, hängt von der Effizienz des Vorhabens ab.

Spricht man von einer Dachsanierung, umfasst diese Beschreibung prinzipiell eine Vielzahl von Maßnahmen. Für die wichtigsten unter ihnen erhalten Eigentümer eine Förderung vom Staat. Hierzu zählen:

  • Erneuerung der Dacheindeckung im Zusammenhang mit einer Dachdämmung
  • Modernisierung der Dachdämmung
  • Einbau neuer Dach-Fenster
  • Installation von Solarthermie- oder Photovoltaikanlagen

Alle Maßnahmen der Dachsanierung müssen darauf abzielen, die Energieeffizienz des Eigenheims zu verbessern. Bei großen Investitionssummen lohnt es sich häufig, zusätzlich zur Förderung noch einen zinsgünstigen Kredit bei der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) aufzunehmen. Eine Dach-Sanierung lohnt sich aber in jedem Fall. Denn immerhin gehen über diese Fläche bis zu 20 Prozent der aufgewendeten Heizenergie ungenutzt verloren.

Mit einer neuen Dachdämmung sparen Eigentümer nicht nur Energiekosten. Sie verbessern auch das Wohnklima. Außerdem können Sie mit dem Dachausbau attraktiven Wohnraum gewinnen. Wer lebt nicht gern in einem neuen, hellen Zimmer unterm Dach? Der Preis für hinzugewonnenen Wohnraum ist relativ günstig, denn der Bauplatz ist schon vorhanden.

Altersgerecht Umbauen

Als größte deutsche Förderbank unterstützt die KfW (Kreditanstalt für Wiederaufbau. Die Rechtsaufsicht hat das Bundesministerium der Finanzen) alle, die ihr Zuhause vorausschauend und komfortabel umbauen oder modernisieren wollen.

Mit dem Produkt „Altersgerecht Umbauen“ können Eigentümer ihre Umbau-Pläne günstiger realisieren. Sie können Schwellen entfernen, Wände und Durchgänge versetzen, die Küche und das Bad umbauen, Terrassen und Balkone gestalten und vieles mehr.

Tipp: Planen Sie langfristig. Ihre Immobilie sollte zu allen Lebenssituationen passen, egal ob Sie

  • eine Familie gründen,
  • im Alter so lange wie möglich unabhängig leben wollen oder
  • einfach nur Ihren Wohnkomfort oder Ihre Sicherheit erhöhen möchten.

 

Quellen: www.deutschland-machts-effizient.de, Wüstenrot Magazin 3/2016, Finanztest 7/2016, www.kfw.de