zwei frauen in der immobilienwirtschaft im gespräch

Frauen in der Immobilienwirtschaft

Frauen sollen für die Karriere netzwerken, das hört man oft. Denn im Berufsleben spielen Netzwerke eine große Rolle. Anders als Männer sind viele Frauen aber unsicher, wie sie sich ein Netzwerk wertvoller Kontakte aufbauen können. Für Frauen in der Immobilienbranche kommt zusätzlich erschwerend hinzu, dass sie in der Branche unterrepräsentiert sind. Um Frauen in der Immobilienwirtschaft zu unterstützen und zu stärken, gibt es in Deutschland verschiedene Vereine und Gruppierungen.

Einer der bekanntesten Vereine mit mehr als 800 Mitgliedern ist „Frauen in der Immobilienwirtschaft e. V.“. Der Sitz des Vereins ist Frankfurt a. M. Außerdem gibt es Regionalgruppen an elf zentralen Standorten. „Wir bieten engagierten, berufstätigen Frauen aus der Immobilienwirtschaft die Plattform zum Fach- und Erfahrungsaustausch und zur Erweiterung des persönlichen Netzwerks“, ist auf der Website zu lesen.

Neue Wege und Möglichkeiten erkennen

„Frauen in der Immobilienwirtschaft dient dem Erfahrungsaustausch untereinander“, stellt Ulrike Hudel, stellvertretende Regionalleiterin und Gründungsmitglied der Regionalgruppe Sachsen-Anhalt, den Verein vor, „unsere Mitglieder wollen wissen, welche Erfahrungen andere Frauen in der Immobilienbranche gemacht haben und dadurch für sich selbst Schlussfolgerungen ziehen. Außerdem können sich Frauen untereinander leichter öffnen, eigene Problemsituationen zur Diskussion stellen und von kollegialen Tipps und Ratschlägen profitieren.“

Warum sollten sich Frauen in der Immobilienwirtschaft zusammentun?

Auf die Frage, warum Frauen Vereinen wie „Frauen in der Immobilienwirtschaft“ beitreten sollten, hat Ulrike Hudel schnell die Antwort parat: „Frauen sind in der Immobilienbranche leider noch immer sehr unterrepräsentiert – dies wollen wir aktiv ändern. Unsere Tätigkeit soll Frauen in der Branche sichtbarer machen.“ Darum steht der Verein ganz klar für die Chancengleichheit von Frauen in allen Berufssparten, aber insbesondere in der Immobilienbranche. Ziel ist es, die Zahl der Entscheidungsträgerinnen in der Immobilienbranche zu steigern und deren beruflichen Leistungen transparenter zu machen. „Ihre Leistungen hervorzuheben, fällt vielen Frauen schwerer als Männern, die weniger Probleme mit PR in eigener Sache haben“, weiß Ulrike Hudel, die selbst als Inhaberin des Unternehmens BAU-DIALOG Hudel-Immobilienmanagement in Magdeburg tätig ist.

Wem nutzen Vereine wie Frauen in der Immobilienwirtschaft e. V.?

Die Antwort, wem die Vereine nutzen, ist einfach: nicht nur den Frauen in der Immobilienwirtschaft, sondern allen, der gesamten Gesellschaft. Welches Unternehmen, welche Branche kann es sich in der heutigen Zeit erlauben, qualifizierte Mitarbeiter bzw. Mitarbeiterinnen nicht zu fördern und zu unterstützen? Auch wenn viele Menschen glauben, dass Frauenförderung ein Thema von gestern sei – Studien zeigen auf: Es gibt noch viel Potential bei der Frauenförderung.

Der Verein Frauen in der Immobilienwirtschaft e. V. beschreibt seine Arbeit folgendermaßen:

Wir

  • bieten engagierten, berufstätigen Frauen aus der Immobilienwirtschaft die Plattform zum Fach- und Erfahrungsaustausch und zur Erweiterung des persönlichen Netzwerks.
  • ermutigen und unterstützen Frauen in Ihrer persönlichen Karriere.
  • machen das Potenzial der Frauen in ihrem Berufsfeld sichtbar.
  • vereinen sämtliche Berufssparten und Tätigkeitsfelder der Immobilienwirtschaft und decken die gesamte Wertschöpfungskette ab.

Erweitert wird das Angebotsspektrum um persönlichkeitsbildende Fortbildungen und um eine Plattform zum Erlernen von Führungsrollen und -qualitäten.

Neue Menschen kennenlernen und Inspirationen gewinnen, das muss selbstverständlich nicht nur im geschlossenen Raum bei Vorträgen oder Diskussionen stattfinden. Vor kurzem hat die Regionalgruppe Sachsen-Anhalt zum Beispiel eine „Fahrrad- Architektour“ durch Magdeburg gemacht. „Wir haben die Gegend mit ihren vielfältigen Bauwerken mit einem ganz neuen Blick erfasst“, schildert Ulrike Hudel. Angeführt wurde die Tour von einer Magdeburger Architektin.

Wo gibt es Regionalgruppen für Frauen in der Immobilienwirtschaft?

Das Interesse, andere Frauen der Branche kennenzulernen und sich zu Immobilienthemen auszutauschen, ist deutschlandweit vorhanden und möglich. Frauen in der Immobilienwirtschaft hat elf Regionalgruppen in:

  • Berlin-Brandenburg
  • Franken
  • Hamburg
  • München
  • Münsterland
  • Rheinland
  • Rhein-Main
  • Ruhrgebiet
  • Sachsen
  • Sachsen-Anhalt
  • Stuttgart

Außerdem bestehen Kontakte und Verbindungen zu anderen deutschen Vereinen, ausländischen Verbänden und Netzwerken, insbesondere in Großbritannien, Frankreich und den USA.

Ulrike Hudel sagt: „Mitglieder haben die Möglichkeit, sich für alle Veranstaltungen unseres Vereins anzumelden, egal ob sie in Magdeburg, Berlin, Hamburg oder Stuttgart stattfinden.“

Wer sind die Mitglieder bei Frauen in der Immobilienwirtschaft?

Vereinsmitglied kann jede Frau werden, die sich beruflich in der Immobilienwirtschaft engagiert. Die Mitglieder kommen aus ganz unterschiedlichen Sparten der Immobilienbranche, so zum Beispiel:

  • Makler-Bereich
  • Hausverwaltung
  • Architektur
  • Projektentwicklung
  • Projektbetreuung
  • Recht
  • Marketing
  • Vertrieb
  • Finanzierung
  • Steuerberatung
  • Städteplanung
  • Verwaltung

Sie möchten Mitglied werden bei Frauen in der Immobilienwirtschaft e. V. werden?

Bevor Frauen einen Antrag auf Mitgliedschaft stellen, sollten sie mit einer der Regionalgruppen Kontakt aufnehmen. Das gibt ihnen die Gelegenheit sich davon zu überzeugen, dass der Verein das richtige Netzwerk für sie ist, in dem sie sich einbringen und engagieren möchten.