Fußboden-Wohnzimmer

Unser Ratgeber: So finden Sie den passenden Fußboden

Ein Haus zu bauen erfordert viel Geduld. Beschließt man nämlich, alles individuell zu gestalten, muss alles bis ins kleinste Detail durchdacht werden. Die Wichtigkeit dieser Details wird jedoch viel zu oft unterschätzt. Insbesondere dann, wenn es sich um den Fußboden handelt. Wir erklären Ihnen, worauf Sie bei der Wahl des richtigen Fußbodens achten sollten und wie dieser einen Raum beeinflussen kann.

Ein guter Fußboden bildet die Grundlage in unserem Zuhause, drum sollten Sie genau auf die Qualität achten. Auch ist nicht jeder Fußbodenbelag für jede Art von Raum geeignet. Einige sind besonders robust und unempfindlich gegenüber Feuchtigkeit, während andere für mehr Gemütlichkeit sorgen.

Den richtigen Fußbodenbelag finden

Mittlerweile sind die unterschiedlichsten Fußbodenbeläge auf dem Markt erhältlich. Nicht jeder ist jedoch für jeden Raum geeignet. Wir stellen Ihnen die wichtigsten Fußböden und ihre Vor- und Nachteile vor.

Fliesen: Ob draußen oder drinnen, Fliesen lassen sich nahezu in jedem Raum einsetzen. Sie können dezent sein oder auch beispielsweise in Holzoptik auffallen. Durch die leichte Reinigung, die damit verbundene Hygiene, die Wasserverträglichkeit und das robuste Material, eignen sich Fliesen hervorragend für Küche, Bad und Flur. Jedoch können sie die Raumakustik verschlechtern und lassen einen Raum sehr kühl wirken.

Vinyl- und PVC-Böden: PVC ist bereits seit den 1930er Jahren ein günstiger Bodenbelag für Küche und Bad. Mittlerweile gibt es sie auch in Bahnen, Fliesen und sogar als Klick-Vinyl. Sie sind günstig, schnell zu verlegen, leicht zu reinigen und unempfindlich Wasser gegenüber. Leider haben Vinyl- und PVC-Böden eine druckempfindliche Oberfläche und benötigen auch einen glatten Untergrund zum Verlegen.

Parkett: ist hochwertig und natürlich. Ihn gibt es in allen möglichen Farben und Formen. Ob Hochkantlamelle, Stabparkett oder Fischgrätenmuster, alles ist möglich. Dadurch, dass es aus echtem Holz besteht, ist das Abschleifen bei kleinen Schäden im Holz möglich. Außerdem ist es langlebig, wärmedämmend und sogar wertsteigernd für Immobilien. Jedoch hat diese Qualität auch seinen Preis, muss meist aufwändig verlegt werden und kann je nach Holzart eine empfindliche Oberfläche haben. Mittlerweile ist aber auch Klick-Parkett erhältlich, was das Verlegen erleichtern kann.

Bambus-Parkett: Eine andere Art von Parkett ist Bambus Parkett. Genau genommen ist Bambus kein Holz, sondern verholztes Riesengras. Es zeichnet sich durch sein geringes Gewicht und seine Strapazierfähigkeit aus. Bambus-Parkett ist in allen Räumen geeignet, hat aber auch seinen Preis und was einigen nicht gefällt: eine unruhigere Maserung als Holz.

Laminat: Laminat ist mittlerweile in nahezu jeder Holzoptik, aber auch in Kork- oder Steinoptik erhältlich. Es hat eine robuste Oberfläche und insbesondere das Klicksystem erleichtert eigenständiges Verlegen auch für wenig geübte Handwerker. Besonders geeignet ist es für Wohn-, Schlaf- und Arbeitszimmer und den Flur. Ein Nachteil ist, dass es sich hierbei nicht um echtes Holz handelt, wodurch auch das Abschleifen wie bei Parkett zum Erneuern der Oberfläche nicht möglich wird. Außerdem ist Laminat sehr empfindlich gegenüber Nässe.

Teppichboden: Teppichböden sind weich, wohnlich und dämmen Trittschall. Sie sind beispielsweise aus Synthetikfasern in vielen Designs erhältlich und auch recht günstig. Leider können sich Teppichböden aus Synthetikfasern statisch aufladen und so Schmutz anziehen. Wollteppiche dagegen laden sich nicht auf, sind aber kostspieliger. Leider sind Teppichböden gegen Flecken empfindlich, können Gerüche abgeben und eine hygienische Reinigung ist nicht möglich. Wir empfehlen einen Teppichboden in Wohn- und Schlafräumen. Für besonders beanspruchte Bereiche sind kurzflorige Teppiche gut geeignet, für Wohnräume sind weichere Varianten ab einer Florhöhe von zwei Zentimetern sinnvoller.

Linoleum wird aus Korkmehl und Leinöl gefertigt und gibt es bereits auch in Holzoptik oder mit Mustern. Es ist rutschfest, hygienisch und dämmt Trittschall. So ist Linoleum für alle Wohnräume geeignet. Leider ist es jedoch empfindlich gegenüber Nässe und Druck.

Natursteinböden: Diese sind sehr strapazierfähig und haben eine individuelle Optik, da kein Stein gleich ist. Außerdem sind Natursteinböden langlebig und können den Wert einer Immobilie steigern. Verwenden kann man einen Natursteinboden in jedem Raum. Natürlich heißt es auch hier, dass man für diese Qualität besonders tief in die Tasche greifen muss. Außerdem können Natursteinböden anfällig für Kratzer sein.

Marmor: Marmor ist in unterschiedlichen Farben erhältlich und kann einen Raum sehr edel wirken lassen. Er ist hochwertig, strapazierfähig und kann den Wert Ihrer Immobilie steigern. Jedoch sehr teuer und kann empfindlich gegenüber Sand und Säuren sein.

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Fußboden: Welche Farbe soll es sein?

Ist der richtige Belag für den Fußboden gewählt, sollte auch die Farbe gut überlegt sein. Schließlich hat sie einen direkten Einfluss auf das Wohlbefinden und die Stimmung in einem Raum. Diese Tatsache wird bei der Wandgestaltung längst einbezogen, aber bei der Wahl der richtigen Farbe für den Fußboden immer wieder unterschätzt. In der nachfolgenden Tabelle sehen Sie, welche Wirkung die unterschiedlichen Farben haben können.

schwarz schick, elegant Für lichtdurchflutete Räume.
grau ruhig, friedlich, neutral, schick Ideal in Kombination mit warmen Farbtönen.
weiß und hellbeige rein, zeitlos Räume mit hellen Böden wirken geräumig, weitläufig und modern.
gelb Freude, Optimismus Lässt dunkle Räume heller und freundlicher wirken.
braun Komfort, Sicherheit Rustikale Möbel und starke Wandfarben kommen mit einem braunen Fußboden besonders gut zur Geltung.
rot und orange Wärme Räume mit rötlichen Böden erhalten einen warmen Charakter.

Die unterschiedlichen Wirkungsweisen von hell und dunkel

Die Farbe des Fußbodens hat außerdem einen Einfluss auf die optische Größe eines Raumes. So kann die richtige Kombination von hell und dunkel einen Raum schmaler, länger, größer, wärmer oder kleiner wirken lassen. Generell gilt, dass dunkle Farben Räume verkleinern, während helle Farben für eine visuelle Vergrößerung der Räume sorgen. Kombinieren Sie also helle und dunkle Böden mit einer bestimmten Wandgestaltung, können Sie genau diese Effekte erreichen.

  • Für einen breiteren Raum: heller Boden, helle Wände, helle Decke. Zu viel weiß kann aber auch unpersönlich wirken.
  • Für gemütlichere Räume: heller Boden, dunkle Wände, helle Decke. So werden die horizontalen Linien hervorgehoben und sorgen für mehr Tiefe.
  • Für schmalere Räume: heller Boden, dunkle Rückwand, helle Decke.
  • Für breitere Räume: dunkler Boden, helle Wände, helle Decke.
  • Für niedrigere und breitere Räume: dunkler Boden, helle Wände, dunkle Decke.

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