Erbschein für Immobilienerbe

Immobilie geerbt? Jetzt muss ein Erbschein beantragt werden

Eine vertraute Person stirbt und hinterlässt ihr Hab und Gut einer bestimmten beziehungsweise mehreren Personen. Vielleicht befinden sich auch Immobilien darunter. Damit Sie in puncto Erbschein alles richtig machen, stellt HAUSGOLD eine kurze Anleitung zu dem Thema Erbschein vor.

Bevor man aufgrund einer Immobilienerbschaft in Jubel ausbricht und sich über das unverhoffte Immobiliengeschenk freut, sollte auch beachtet werden, welche Vorgehensweise jetzt zu berücksichtigen ist. Als erstes müssen Sie als neuer Eigentümer im Grundbuch stehen. Nur dann gelten Sie, rechtlich betrachtet, als Eigentümer und können die Immobilie belasten oder verkaufen.

Ohne Erbschein geht nichts!

Zunächst müssen Sie den Erbschein beantragen, wenn das Erbe auf der gesetzlichen Erbfolge oder auf einem privatschriftlichen Testament beruht. Den Erbschein bekommen Sie über das Nachlassgericht. Wenn Sie den Erbschein in den Händen halten, dann können Sie sich beim Grundbuchamt als neuen Eigentümer eintragen lassen. Die Immobilie gehört dann Ihnen.

Persönliche Antragsstellung oder über einen Notar

Wer jetzt hofft, dass der Antrag schnell schriftlich eingereicht werden kann, irrt sich gewaltig. Der Erbschein muss durch den Rechtspfleger persönlich beantragt werden. Hier ist empfehlenswert, einen Termin beim Nachlassgericht zu vereinbaren. Sollten Sie sich dauerhaft im Ausland aufhalten, dann können Sie den Erbschein über den deutschen Konsulaten oder von der deutschen Botschaft beantragen lassen. Ein förmlicher Erbscheinsantrag wird dann an das entsprechende Nachlassgericht geschickt. In Deutschland kann die Angelegenheit auch über einen Notar abgewickelt werden.

Für Antrag und Erbschein werden Gebühren fällig

Das Leben und der Tod sind nicht kostenfrei, sagt eine bekannte Lebensweisheit. Daher ist es kaum verwunderlich, dass für den Antrag, sowie für den Erbschein Gebühren fällig werden. Diese richten sich in der Regel nach dem Nachlasswert. Hat der Nachlass einen Wert von 500.000 Euro, dann liegen die Gebühren beispielsweise bei ca. 2000 Euro, wie „cash-online.de“ berichtet. Hat der Nachlass einen Wert von 100.000 Euro, dann liegen die Gebühren bei ungefähr 600 Euro. Die Gebühren entstehen auch, wenn der Erbschein über einen Notar beantragt wird. Hier kommt noch die Mehrwertsteuer mit 19 Prozent dazu.

Erbschaftsteuer in Deutschland

In Deutschland muss auf eine Erbschaft grundsätzlich Steuer gezahlt werden. Hier gilt: Je näher die Verwandtschaft, desto geringer die Steuerlast. Aber wie bei allen Regelungen gibt es auch hier Ausnahmen. Der Gesetzgeber definiert in dem Erbschaftssteuergesetz, dass Angehörige einen gewissen Freibetrag auf eine ererbte Immobilie geltend machen können. Nur auf den Betrag, der diesen Freibetrag übersteigt, muss Steuer gezahlt werden. Weitere Informationen zum Thema Erbschaft einer Immobilie und Erbschaftssteuer finden Sie auf unserer Website.