Hausverkauf bei Scheidung-frau-sonnenuntergang

Mit diesen Tipps meistern Sie den Hausverkauf bei Scheidung

Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes gibt es eine gute Nachricht: Die Scheidungsrate in Deutschland ist in den letzten Jahren zurückgegangen. Da nun die Zahlen der Ehescheidungen für das Jahr 2015 vorliegen, ist klar: Diese ist die niedrigste Scheidungsquote seit 1994. Dennoch ist leider absehbar, dass in den nächsten 25 Jahren etwa 36 Prozent aller in Deutschland geschlossenen Ehen scheitern werden. Wenn es dazu kommt, gibt es viele Dinge zu klären. Insbesondere dann, wenn man eine gemeinsame Immobilie besitzt. Hier erfahren Sie alles Wichtige zum Hausverkauf bei Scheidung. 

Der Hausverkauf bei Scheidung ist gar nicht so einfach. Schließlich stellen sich viele Fragen: Ist die Immobilie noch mit einem Kredit belastet? Wer sollte das Haus behalten? Muss der Partner, der nach der Scheidung das Haus nicht mehr bewohnt, ausgezahlt werden? Sollte man nicht lieber verkaufen?

Immobilienfrage bei Ehevertrag einfacher

Nach der Heirat ohne Ehevertrag besteht grundsätzlich eine Zugewinngemeinschaft. Das bedeutet, dass das gemeinsam erworbene Vermögen geteilt werden muss. Häufig können sich beide Parteien jedoch nicht einigen, was mit der Immobilie geschehen soll. Und so kann es im schlimmsten Fall schon mal zu einer Zwangsversteigerung führen, bei der dann nicht annähernd der Marktwert erzielt wird. Hat man einen Ehevertrag, so kann dies vermieden werden. Beispielsweise kann nämlich vereinbart werden, dass ein Partner im Scheidungsfall die Immobilie behält und an den anderen monatliche Ausgleichszahlungen leistet.

Lohnt sich ein Hausverkauf bei Scheidung?

Insbesondere dann, wenn kein Ehevertrag besteht und beide Parteien sich nicht einigen können, wer die Immobilie behalten soll, ist ein Verkauf der Immobilie ratsam ehe die Immobilie zwangsversteigert werden könnte. So kann der Verkaufserlös auf beide Parteien gleichermaßen verteilt werden. Ein weiterer positiver Effekt des Hausverkaufs ist die Ablösung der gemeinsamen Verbindlichkeiten für das Haus. Ist die Immobilie beispielsweise noch mit einem Kredit belastet, kann man sich mit dem Verkauf des Hauses von dieser Verpflichtung ablösen. Schließlich kann man mit dem Verkaufserlös die Restschuld bei der Bank tilgen. So hat man keine gemeinsame Schuldenlast mehr, was auch emotional die Scheidung erleichtert, da man den gewünschten Abstand zum Partner gewinnt. Eine andere Alternative zum Verkauf wäre beispielsweise die Übertragung des Hauses inklusive der Verbindlichkeiten auf einen Ehegatten. Das ist vor allem dann sinnvoll, wenn einer der beiden Parteien an der Immobilie hängt und den eigenen Kindern das gewohnte Umfeld erhalten möchte.

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Verkehrswert der Immobilie ermitteln lassen

Das Erste, das erledigt werden sollte, ist die Ermittlung des Verkehrswertes der Immobilie. Dieser bietet eine gute Basis für bevorstehende Entscheidungen und Verkaufsverhandlungen. Es spielt eine sehr wichtige Rolle, dass der Wert besonders fair kalkuliert wird, denn schließlich soll keiner der beiden Parteien das Gefühl haben, benachteiligt zu werden. Das kann ein Außenstehender und Erfahrener wie ein Immobilienmakler besonders gut.

Vermeiden Sie Steuernachteile

Möchte ein Partner die gemeinsame Immobilie nach der Scheidung allein übernehmen, entfällt die Grunderwerbssteuer. Diese Übertragung muss aber im direkten zeitlichen Zusammenhang mit der Scheidung stehen und sollte daher nicht erst später erfolgen. Mit einer zügigen Übertragung des Anteils lässt sich also viel Geld sparen. Wird die Immobilie verkauft, wird die Spekulationssteuer fällig, sollte der Eigentümer sie nach Erwerb nicht länger als 10 Jahre besitzen. Hat man das Wohneigentum im Jahr des Verkaufs und in den beiden Jahren zuvor allerdings für eigene Wohnzwecke genutzt, ist die Immobilie von der Spekulationssteuer ausgenommen. Daher lohnt es sich, dass mindestens einer der beiden Eigentümer noch bis zum Verkaufstermin des Eigenheims dort wohnen bleibt. Dies sind nur einige Beispiele an Steuern, die anfallen können. Wir empfehlen Ihnen, dass Sie sich vorher erkundigen und beraten lassen, damit Ihnen so einige Entscheidungen erleichtert werden können.

Verbindlichkeiten weiter bedienen trotz Scheidung

Ist die Immobilie noch mit einem Kredit belastet, muss dieser weiter getilgt werden. Schließlich ändert sich an der Haftung für einen gemeinsam unterschriebenen Kreditvertrag nichts, nur weil man sich scheidet. Also sollte das Paar schnell handeln und sich entscheiden. Denn wenn die Kredite nicht mehr bedient werden, droht im schlimmsten Fall die Zwangsversteigerung durch die Bank.

Die Zinsbindungsfrist nicht vergessen

Kreditverträge können unterschiedliche Zinsbindungsfristen haben. Möchte man noch innerhalb dieser Frist das Objekt verkaufen, so kann es vorkommen, dass man an die Bank eine Vorfälligkeitsentschädigung zahlen muss. Also überlegen Sie sich vor dem Verkauf, ob es nicht vielleicht sinnvoll ist, bei einem absehbaren Ende der Zinsbindungsfrist mit dem Verkauf zu warten.

Hausverkauf bei Scheidung: Legen Sie gemeinsame Ziele fest

Auch wenn es vor allem in einem Scheidungsfall schwer fällt: Wer zusammen arbeitet, kann oft mehr erreichen. Also legen Sie fest: Welche Preisvorstellung haben Sie? Bis wann soll die Immobilie verkauft werden? Welches Budget haben Sie für den Verkauf? Wer übernimmt welche Aufgaben beim Verkauf?

Beauftragen Sie einen Experten

Da der Hausverkauf oder die Übertragung von Anteilen im Scheidungsfall nicht einfach ist und oft viel Kompromissbereitschaft des sich trennenden Ehepaares abverlangt, ist es ratsam sich professionelle Unterstützung zu holen. Ein Makler klärt über die Rechte und Chancen auf. Er empfiehlt, welche Vorgehensweise in dem jeweiligen Fall sinnvoll ist. Ein guter Makler hat Erfahrung und umfassende Kenntnisse des lokalen Immobilienmarktes und kann den Wert der Immobilie genau beziffern. Er hilft Ihnen, den höchstmöglichen Preis zu erzielen, wenn Sie Ihr Haus verkaufen. Außerdem kennt er den Ablauf eines Hausverkaufs bei Scheidung und steht Ihnen bei Fragen zur Verfügung. Der Immobilienmakler bewertet die Immobilie nicht nur, er nimmt Ihnen auch die meiste Arbeit ab, wenn Sie Ihre Immobilie verkaufen möchten. Er erstellt ein aussagekräftiges und professionelles Exposé, kommuniziert mit den Interessenten, organisiert die Besichtigungen und berät Sie bei den Preisverhandlungen.

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