Hausverkauf - Checkliste Inventar

Hausverkauf – Checkliste Inventar

Wer kurz vor dem Hausverkauf steht, dem stellt sich oft die Frage: Was genau geschieht eigentlich mit meinem Inventar? Impliziert der Verkaufspreis des Hauses auch Küche und Kamin? Was darf ich mitnehmen, was dem Neubesitzer gegebenenfalls zusätzlich in Rechnung stellen? HAUSGOLD hat für Sie einen Leitfaden zum Thema „Hausverkauf und Inventar“ erstellt.

 

Feste Bestandteile der Bausubstanz und Spezialanfertigungen

Die Besichtigungstermine sind abgeschlossen, der Makler hat positiven Bescheid gegeben, dem Hausverkauf steht nichts mehr im Wege. Demnächst schon steht der Besuch beim Notar an, und plötzlich fragt sich der Hausbesitzer: Was von meinem Eigentum übertrage ich mit dem Hausverkauf automatisch dem Neubesitzer? Ein Immobilienmakler kann Sie selbstverständlich beraten, aber bei vielen Gegenständen ist die Antwort auf diese Frage einfach: Sofern es sich bei den Einrichtungsgegenständen um feste Bestandteile der Bausubstanz handelt – wie etwa Fenster und Türen, Kachelofen oder Wintergarten  – bleiben sie im bzw. am Haus. Sie dürfen nicht entfernt werden und sind im Verkaufspreis enthalten. Oder anders ausgedrückt: „Wesentliche Bestandteile des Hauses gemäß § 93 BGB sind solche, die nicht von ihm getrennt werden können, ohne dass sie zerstört oder in ihrem Wesen verändert werden. Für Grundstücke ist in § 94 BGB weiter noch definiert, dass wesentlicher Bestandteil die mit dem Grund und Boden fest verbundenen Sachen sind, insbesondere auch die Gebäude. Wesentliche Bestandteile eines Gebäudes sind die zur Herstellung des Gebäudes eingefügten Sachen, § 94 Abs. 2 BGB. Zur Herstellung eingefügt sind alle Teile, ohne die das Gebäude nach der Verkehrsauffassung noch nicht fertiggestellt ist. Eine feste Verbindung ist unnötig.“ (vgl. frag-einen-anwalt.de/Hauskauf-mit-notariellem-Vertrag-Was-gehoert-zum-Haus)

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Flexible Gegenstände

In jedem Haus gibt es neben den festen Bestandteilen außerdem mehr oder weniger fest eingebaute Gegenstände, die im Rahmen des Hausverkaufs ausgebaut und andernorts wieder verwendet werden können. Darunter fallen zum Beispiel Einbauküchen, Gardinenstangen, eine Satellitenempfangsanlage oder Lampen und Briefkasten (sofern diese nicht explizit eingepasst sind). Diese dürfen Sie mit dem Hausverkauf mitnehmen und selbst weiterverwenden oder entsorgen. Sollte der neue Besitzer Interesse daran bekunden, kann der Verkäufer sie ihm selbstverständlich auch zum Verkauf anbieten. Um späteren Meinungsverschiedenheiten vorzubeugen, ob diese Dinge mitverkauft und im Hausverkaufspreis enthalten sind, sollten die Gegenstände nach Möglichkeit explizit im Kaufvertrag aufgeführt werden. Alternativ ist es bei größeren Beträgen sinnvoll, für diese Gegenstände einen gesonderten Kaufvertrag aufzusetzen, parallel zu dem des Hausverkaufs. Sind die Werte nämlich im Immobilienpreis involviert, spiegelt sich das oft auch in der zu zahlenden Grunderwerbsteuer, den Notargebühren und der Maklercourtage wider, da diese in der Regel in Abhängigkeit des Immobilienpreises bestimmt werden.


Fazit zum Thema Hausverkauf und Inventar: Verkäufer und Käufer sollten sich frühzeitig abstimmen. Das erspart unnötigen Ärger und Missverständnisse beim Hausverkauf. Ein professioneller Immobilienmakler steht Ihnen als Experte beratend zur Seite. talocasa hilft Ihnen, den passenden Makler zu finden.