Immobilienfinanzierung: 10 Tipps für den Immobilienkauf

Immobilienfinanzierung: 10 Tipps für den Immobilienkauf

Bei Sparanlagen knausern die Banken mit den Zinsen. Darum machen sich viele Menschen über lohnende Alternativen Gedanken. Die Zeit für den Kauf einer Immobilie war wohl nie besser als heute.  In Sachen Hypothekenzinsen stehen den Immobilienkäufern historisch niedrige Zinsen zur Auswahl. Für eine lohnende Investition ist eine geplante und sichere Finanzierung ein wichtiger Grundstein. Wir haben für Sie zehn spannende Tipps für die Immobilienfinanzierung beim Immobilienkauf recherchiert.

Die wenigsten Menschen sind in der Lage, eine Wohnimmobilie einfach mal so zu kaufen. Daher entscheidet sich die Mehrzahl der Menschen für eine Immobilienfinanzierung. Wichtig ist, dass Sie als Interessent einen kühlen Kopf bewahren und sich auf die wesentlichen Punkte bei dem Geschäft Ihres Lebens orientieren. Damit haben Sie schon „die halbe Miete gewonnen“. Sie sollten auch deshalb mit genauer Planung an die Sache gehen, damit Sie nicht mit Verschuldung im Rentenalter zu tun haben und Ihr Eigenheim auch wirklich Ihr Eigenheim ist.

Das Ergebnis des Axa Deutschland-Reports zu Ruhestandsplanung- und Management 2016: Das Vorsorgeverhalten der Bundesbürger hat sich in den letzten Jahren deutlich verändert. Vor einigen Jahren standen zinsbasierte Anlageformen noch höher im Kurs als heute. Dagegen boomt die Immobilie als Geldanlage und Altersvorsorge.

1. Sie haben Ihre Traumimmobilie gefunden und geraten ins Schwärmen.

Der innere Kaufwunsch steigt und man verliert eventuell schnell das Wesentliche aus den Augen. Zahlen und Fakten sind die wichtigen Bausteine, um eine Finanzierung zum Erfolg zu führen. Sie sollten sich also lieber zu viel als zu wenig Zeit nehmen, damit wirklich jeder noch so kleine Punkt bedacht und ausgewertet werden kann. Vor dem ersten Kreditvertrag gehört also ein genauer Überblick auf die „To-Do-Liste“.

  • Wie viel Geld benötigt man von der Bank genau?
  • Wie viel Geld steht monatlich für die Finanzierung zur Verfügung?
  • Reicht die Höhe des Eigenkapitals aus?

Haben Sie von Anfang an ein schlechtes Bauchgefühl? Dann hören Sie auch darauf! Haben Sie die Vermutung, dass eine Finanzierung doch nicht möglich ist, lassen Sie es lieber vorerst sein. Alternativ schrauben Sie Ihre Ansprüche einfach etwas herunter. Eventuell findet sich schon bald eine preiswertere Traumimmobilie, und Sie können dann mit einem ruhigen Gewissen durchstarten.

2. Ohne Eigenkapital geht in der Regel gar nichts.

Zumindest kann man nur empfehlen, von einer Finanzierung ohne Eigenkapital die Finger zu lassen. 20 bis 30 Prozent des Kaufpreises sollte als Eigenkapital auf dem Konto sein. Sonst warten auf zukünftige Eigenheimbesitzer nicht abschätzbare Risiken. Auch die niedrigen Zinsen ändern daran wenig, da trotzdem ein längerfristiges Risiko für die Immobilienfinanzierung besteht.

3. Planen Sie intensiv die Immobilienfinanzierung und informieren Sie sich gründlich.

Angebote von verschiedenen Anbietern zu vergleichen, lohnt sich in jedem Fall. Überprüfen Sie die verschiedenen Arten der Immobilienfinanzierung und entscheiden Sie dann, welche Lösung für Sie die richtige ist. Auf jeden Fall sollten Sie den Jahreszins unter die Lupe nehmen. Er berücksichtigt neben der Zinsrate auch die Gebühren, die für den Kredit fällig werden.

4. Es ist empfehlenswert, sich nicht nur auf den Hypothekenkredit zu verlassen.

Eine gute Mischung bei der Finanzierung sorgt für verschiedene Laufzeiten und verschiedene Möglichkeiten von Sondertilgungen. Ein Teil des Darlehens kann zum Beispiel über einen Bausparvertrag finanziert werden. Ein Bankendarlehen oder ein Kredit von der KfW-Bank sind auch eine Option. Die Zinsbindung der Darlehen endet in der Regel nicht zur selben Zeit.

5. Das Eigenheim kann vom Staat gefördert werden.

Solche Vorteile können Sie möglicherweise auch für sich nutzen. Nehmen Sie sich Zeit und prüfen Sie, welche Förderprogramme (Zuschüsse) für Sie passend sind. Steuervorteile spielen auch eine wichtige Rolle. Checken Sie daher genau, ob Steuervorteile beim Hauskauf entstehen.

6. Zu viel des Guten ist allerdings auch nicht gesund.

Investieren Sie nicht ihr gesamtes Geld in die Hausfinanzierung. Es sollte auch immer etwas für den eigenen Geldbeutel übrig bleiben. Gerade, wenn Geräte, wie zum Beispiel der Wäschetrockner, kaputt gehen. Eine Reserve ist daher immer zu empfehlen. Experten sprechen von mehreren Tausend Euro. Als Faustformel kann man sich auch an drei Nettogehältern orientieren. Besonders bei Familien sind Rücklagen ein nicht zu unterschätzender Anteil an Sicherheit.

7. Ein ganz wichtiger Punkt bei der Planung des Budgets sind die Nebenkosten.

Sie sollten darauf achten, dass diese nicht zu gering kalkuliert sind. Ausgaben für Strom, Wasser und Wärme (Heizung) sind unter anderem gemeint. Ebenfalls werden die jährliche Grundsteuer sowie Versicherungen für den Hausrat und die Immobilie fällig. Nebenkosten sind auch schon beim Kauf einer Immobilie vorhanden. Darunter fallen eine mögliche Courtage für den Makler sowie Notar- und Grundbuchgebühren und auch die Grunderwerbssteuer.

8. Setzen Sie sich hohe Ziele mit einer hohen Tilgungsrate, damit Sie im Alter ein schuldenfreies Eigenheim besitzen.

Menschen sind häufig wahre Künstler darin, hohen Zahlen aus dem Weg zu gehen und eine niedrige Tilgungsrate auszuwählen. Problematisch wird es, wenn Sie nur langsam den Schuldenberg abbauen. Wer finanziell gut aufgestellt ist, sollte über eine zweiprozentige Tilgungsrate nachdenken. Wer weniger gut betucht ist, sollte darüber nachdenken, ein Barvermögen anzusparen. Zum Ende der Zinsbindung können Sie dieses Kapital für eine Sondertilgung nutzen.

9. Lassen Sie Spielraum für Sondertilgungen.

Damit kann der Zeitraum für die Rückzahlung der Immobilienfinanzierung erheblich verkürzt werden. Eventuell erwarten Sie in der Zukunft die Auszahlung einer Lebensversicherung oder eine Erbschaft. Vereinbaren Sie daher Möglichkeiten für eine Sondertilgung. Das Motto dabei sollte stets lauten: ,,Je eher Sie von Ihrem Schuldenberg runterkommen, desto besser!“

10. Viele Menschen fragen sich nicht, was in 20 Jahren genau sein wird.

Sie sollten die Zukunft stetig im Blick haben und Ihre Anschlussfinanzierung genau planen. Forward-Darlehen sind zum Beispiel eine gute Möglichkeit, sich eine günstige Anschlussfinanzierung zu sichern. Die Summe des Darlehens wird demnach erst nach einer bestimmten Frist ausgezahlt. Sparverträge sind auch eine Option. Sie bietet sich allerdings nur für Menschen an, welche neben der Hausfinanzierung noch genügend Budget zur Verfügung haben. Es wird über einen längeren Zeitraum ein fixer Geldbetrag angespart.

Quelle: Immonet.de