Immobilienmakler. Drei glückliche Menschen beim Handshake.

Diese Aufgaben nimmt Ihnen ein guter Immobilienmakler ab

Ob Verkauf, Vermietung oder Kauf einer Immobilie – die Fülle der Aufgaben eines Immobilienmaklers wird oft unterschätzt. Doch die Vermittlung von Immobilien ist komplex, weshalb das Geschäft mit Immobilien für Laien nicht selten mit Risiken verbunden ist. Im nachfolgenden Artikel erklären wir Ihnen, was ein Immobilienmakler macht.

Die Bezeichnung Immobilienmakler ist in Deutschland nicht geschützt. Es ist bis jetzt auch noch kein fachlicher Nachweis vor Ausübung des Berufes erforderlich. Möchte man also einen Makler beauftragen, ist es wichtig, zu prüfen, ob dieser bereits nachweislich über viel Berufserfahrung verfügt. Der Makler arbeitet rein erfolgsbezogen und bekommt bei Vertragsabschluss eine Provision.

Ein Makler weiß, was Ihre Immobilie wert ist

Zu den Aufgaben eines Immobilienmaklers gehört es unter anderem, den Wert einer Immobilie zu ermitteln. Ein Makler mit Erfahrung kennt den Markt so gut wie kaum ein anderer, weshalb er den Wert einer Immobilie sehr gut einschätzen kann. Und auch, ob die Immobilie überhaupt zu vermarkten ist. Viele Privatverkäufer können den Wert der eigenen Immobilie oft nicht richtig einschätzen, und so kann es vorkommen, dass die Immobilie entweder weit unter Wert verkauft oder der Preis weit über dem Wert angesetzt wird. Letzteres führt dazu, dass es erschwert wird, einen Käufer zu finden und das Objekt zu lange auf dem Markt ist. Das Problem hierbei: Je länger ein Objekt auf dem Markt ist, desto schlechter sind die Verkaufschancen, da potentielle Interessenten denken, dass die Immobilie nicht beliebt ist bzw. einen „Haken hat“, sonst hätte der Eigentümer sie schon längst verkauft.

Beschaffung der notwendigen Unterlagen

Eine weitere Aufgabe des Maklers ist es, alle notwendigen Unterlagen zu organisieren. Ob bei Ämtern, Hausverwaltungen, Energieberatern oder Notariaten, der Immobilienmakler weiß ganz genau, was benötigt wird und wo man die Dokumente beschaffen kann. Das erspart dem Auftraggeber eine Menge Arbeit.

Erstellung eines Exposés

Vor allem für den Verkauf einer Immobilie ist ein aussagekräftiges Exposé der Schlüssel zum Erfolg. Denn eine ansprechende Darstellung des Objektes führt zu einer zeitnahen und erfolgreichen Vermarktung. Dieses enthält unter anderem Fotos und Grundrisse der Immobilie. Ein qualifizierter Immobilienmakler weiß, wie man eine Kundengruppe anspricht und verfügt außerdem über eine Kundenkartei. Diese könnte potenzielle Kaufinteressenten enthalten, die für die Immobilie in Frage kommen. Ein richtig guter Immobilienmakler schafft es oft, die Immobilie zeitnah zu vermarkten, sodass sie noch nicht einmal auf Immobilienportalen veröffentlicht wird.

Ein seriöser Makler berät

Die Beratung zum Verkauf, Kauf oder zur Vermietung gehört zu der alltäglichen Arbeit eines Maklers. Und diese ist vielseitig. Er kann Ihnen beispielsweise eine Umzugsfirma, einen Energieberater oder Tipps zur Finanzierung vermitteln. Bei Schäden in und am Haus kann dieser einen entsprechenden Fachmann einschalten, um eine Lösung zu finden und mögliche Reparaturkosten zu ermitteln. Ein guter Makler bleibt selbst nach Abschluss der Vermittlung Ihr Ansprechpartner und hilft gerne weiter.

Weitere Aufgaben eines Immobilienmaklers

Weitere Aufgaben eines Maklers sind beispielsweise:

  • Termine mit Interessenten und dem Verkäufer zu vereinbaren.
  • Immobilienverkäufer über die Verkaufsaktivitäten auf dem Laufenden zu halten.
  • Einzelheiten des Vertrages zwischen den Vertragsparteien abzustimmen.
  • Die Bonität des Käufers zu prüfen.
  • Begleitung des Notartermins.
  • Dem Käufer den Schlüssel zu übergeben und ein Übergabeprotokoll zu erstellen.

Der Notar betrachtet den Verkauf meist nur aus juristischer Perspektive, der Steuerberater aus steuerlicher Sicht. Der Makler aber muss alle Aspekte in ihrer Gesamtheit betrachten und koordinieren.

Immobilienmakler: Die Courtage

Die Maklercourtage (auch Provision genannt) ist im Bürgerlichen Gesetzbuch (§§ 652b bis 655 BGB) sowie einigen weiteren Vorschriften geregelt. Das BGB spricht in diesem Zusammenhang vom „Mäklerlohn“. Ein Makler darf nicht ohne Weiteres eine Provision verlangen. Nach dem Gesetz müssen vier Voraussetzungen erfüllt sein, damit der Makler Anspruch auf die Courtage hat:

  1. das Zustandekommen eines Maklervertrages mit dem Auftraggeber,
  2. eine entsprechende Vermittlungs- oder Nachweistätigkeit des Maklers,
  3. der Abschluss eines wirksamen Hauptvertrages (Kaufvertrag oder Mietvertrag),
  4. ein bestehender Kausalzusammenhang zwischen der Maklertätigkeit und dem Abschluss des Hauptvertrages.

Gesetzlich ist es nicht vorgeschrieben, wie sich die Provision zusammensetzt. Nichtsdestotrotz hat jedes Bundesland seine eigenen Bräuche. In der nachfolgenden Tabelle sehen Sie, wo wie viel Courtage in der Regel fällig wird.

Bundesland

Provision gesamt

Anteil Verkäufer

Anteil Käufer

Baden-Württemberg

 

 

7,14%

 

 

3,57%

 

 

3,57%

 

 

Bayern

 

 

7,14%

 

 

3,57%

 

 

3,57%

 

 

Berlin

 

 

7,14%

 

 

0%

 

 

7,14%

 

 

Brandenburg

 

 

7,14%

 

 

0%

 

 

7,14%

 

 

Bremen

 

 

5,95%

 

 

0%

 

 

5,95%

 

 

Hamburg

 

 

6,25%

 

 

0%

 

 

6,25%

 

 

Hessen

 

 

5,95%

 

 

0%

 

 

5,95%

 

 

Mecklenburg-Vorpommern

 

 

5,95%

 

 

2,38%

 

 

3,57%

 

 

Niedersachsen

 

 

7,14% oder 4,76% – 5,95%

 

 

3,57% oder 0%

 

 

3,57% oder 4,76% – 5,95%

 

 

Nordrhein-Westfalen

 

 

7,14%

 

 

3,57%

 

 

3,57%

 

 

Rheinland-Pfalz

 

 

7,14%

 

 

3,57%

 

 

3,57%

 

 

Saarland

 

 

7,14%

 

 

3,57%

 

 

3,57%

 

 

Sachsen

 

 

7,14%

 

 

3,57%

 

 

3,57%

 

 

Sachsen-Anhalt

 

 

7,14%

 

 

3,57%

 

 

3,57%

 

 

Schleswig-Holstein

 

 

7,14%

 

 

3,57%

 

 

3,57%

 

 

Thüringen

 

 

7,14%

 

 

3,57%

 

 

3,57%

 

Woran erkennt man einen qualifizierten Makler?

Ein guter Immobilienmakler

  • verfügt über langjährige Erfahrung,
  • kennt den lokalen Markt,
  • informiert über die Entwicklungen am Immobilienmarkt,
  • nimmt sich Zeit für Verkäufer und Interessenten,
  • nimmt alle Einwände des Kunden ernst,
  • warnt vor Risiken,
  • bildet sich kontinuierlich weiter,
  • wird niemals unter Zeitdruck auf einen Vertragsabschluss drängen,
  • verlangt keine Vorauszahlungen,
  • klärt auf, wie er arbeitet.

Viele qualifizierte Makler sind zudem Mitglied in einem Berufsverband wie dem Immobilienverband Deutschland (IVD). IVD-Mitglieder haben sich beispielsweise verpflichtet, bestimmte Standesregeln einzuhalten.

Aus gutem Grund zum Immobilienmakler!

Als Verkäufer von Immobilien haben Sie viele gute Gründe, sich an einen Immobilienmakler zu wenden. Sie sparen Zeit und Kosten – direkt wie auch indirekt. Denn Spezialaufgaben gehören in die Hände von Spezialisten. Bei Interesse empfiehlt Ihnen HAUSGOLD einen leistungsstarken, seriösen Makler, der auf Ihre Region und Ihren Objekttyp spezialisiert ist. Und Sie sparen sich die mühsame Suche nach einem qualifizierten Makler in Ihrer Stadt. Aber auch wenn Sie Ihre Immobilie vermieten wollen, kann es sich durchaus lohnen, einen Makler einzuschalten, der für Sie einen guten und zuverlässigen Mieter sucht.