Maklerprovision – wer, wo, wann, wie viel?

Maklerprovision – wer, wo, wann, wie viel?

Jeder Makler verlangt für die Vermittlung von Immobilien eine Vergütung. Diese Vergütung wird Maklerprovision oder Courtage bezeichnet. Bei der Vermietung darf die Maklerprovision maximal zwei Nettokaltmieten zuzüglich Mehrwertsteuer betragen. Beim Immobilienverkauf gibt es in Deutschland dagegen keine gesetzlichen Vorgaben. Die Provisionshöhe ist frei vereinbar. Meistens orientieren sich Eigentümer und Immobilienmakler bei der Festsetzung der Provision an den “marktüblichen” Regelungen. Diese unterscheiden sich zum Teil von Bundesland zu Bundesland.

Ein guter Immobilienmakler nimmt seinem Auftraggeber bei der Objekt-Vermarktung eine Menge Arbeit ab und erhöht die Chancen für einen erfolgreichen Abschluss. Da der Makler eine verantwortungsvolle Aufgabe für Sie erledigt, muss er seriös arbeiten und sollte Ihr vollstes Vertrauen genießen. Sie müssen sich bei dem Makler gut aufgehoben fühlen und sich sicher sein können, dass dieser Ihre Interessen vertritt. Doch wie hoch ist die Maklerprovision und wer zahlt sie?

Die rechtlichen Grundlagen

Die Maklerprovision ist im Bürgerlichen Gesetzbuch (§§ 652 bis 655 BGB) sowie einigen weiteren Vorschriften geregelt. Ein Makler darf nicht ohne Weiteres Courtage verlangen. Nach dem Gesetz müssen vier Voraussetzungen erfüllt sein, damit der Makler Anspruch auf Maklerprovision hat:

  • das Zustandekommen eines Maklervertrages mit dem Auftraggeber;
  • eine entsprechende Vermittlungs- oder Nachweistätigkeit des Maklers;
  • der Abschluss eines wirksamen Hauptvertrages (Kaufvertrag oder Mietvertrag);
  • ein bestehender Kausalzusammenhang zwischen der Maklertätigkeit und dem Abschluss des Hauptvertrages.

Beim Vertragsabschluss mit dem Makler muss es sich entgegen landläufiger Meinung nicht zwangsläufig um eine schriftliche Vereinbarung handeln. Es reicht auch ein mündlicher Vertragsabschluss. Selbst eine stillschweigende Vereinbarung kann ein wirksamer Vertrag sein. Ein seriöser Makler wird mit Ihnen einen schriftlichen Vertrag vereinbaren.

Wer zahlt wie viel Maklerprovision?

Bei der Maklerprovision wird unterschieden zwischen Außenprovision und Innenprovision. Die Außenprovision zahlt der Käufer. Die Innenprovision bezeichnet den vom Verkäufer zu zahlenden Anteil der Maklerprovision.

In Berlin, Brandenburg, Bremen, Hessen und Hamburg ist es gängige Praxis, dass der Käufer die Provision alleine zahlt. In den übrigen Bundesländern teilen sich dagegen Verkäufer und Käufer die Kosten  für den Makler Eins zu Eins. Eine Besonderheit bildet Mecklenburg-Vorpommern. Hier zahlt der Verkäufer 2,38 Prozent, der Verkäufer 3,57 Prozent – zusammen 5,95 Prozent.

Aktuell gängige Sätze sind (jeweils bezogen auf den Kaufpreis und inkl. MwSt.):

  • 5,95 Prozent in Bremen, Hessen und Mecklenburg-Vorpommern;
  • 6,25 Prozent in Hamburg;
  • 7,14 Prozent in den übrigen Bundesländern;
  • in Niedersachsen (7,14 oder 5,95 Prozent), Nordrhein-Westfalen (7,14 Prozent), Rheinland-Pfalz (7,14 Prozent) und Thüringen (7,14 Prozent) bestehen regional unterschiedliche Sätze. Die überwiegend geltende Courtage ist hier jeweils in Klammern angegeben.

Die Höhe der Courtage ist grundsätzlich verhandelbar.

Wann ist die Courtage fällig?

Die Maklerprovision ist ein Erfolgshonorar und keine Aufwandsvergütung. Wann Sie als Auftraggeber die Provision bezahlen müssen, wird im Vertrag festgelegt. Der Anspruch des Maklers entsteht laut Gesetz mit dem Abschluss des Maklervertrages. In der Regel wird die Provision vereinbart, wenn das vereinbarte Hauptgeschäft abgeschlossen ist. Absolut unüblich sind Vorauszahlungen.

Diese Makler sind ihr Geld wert

Für Verkäufer von Immobilien gibt es viele gute Gründe, sich an einen kompetenten und erfahrenen Immobilienmakler zu wenden. Um Ihnen bei der Maklersuche behilflich zu sein, hat HAUSGOLD ein Netzwerk von qualifizierten, erfahrenen und zuverlässigen Maklern aufgebaut. Diese stehen Ihnen im gesamten Verkaufsprozess helfend und beratend zur Seite: Von der realistischen Einschätzung des Verkaufspreises, der Angebotsgestaltung bis hin zur Besichtigung und Preisverhandlung.