Neuerungen 2015: Was Eigentümer wissen sollten

Neuerungen 2015: Was Eigentümer wissen sollten

Mit dem neuen Jahr werden sich für Immobilienbesitzer und Vermieter wieder einige Dinge ändern. talocasa gibt einen Überblick über die Neuerungen 2015. Lesen Sie hier, was Eigentümer 2015 beachten müssen und welche neuen Pflichten mit dem Stichtag 1. Januar gelten oder im Laufe des Jahres Gültigkeit erlangen.

Neuerungen 2015: Heizungsanlagen und Öfen

Im Bereich Energie und Heizen ändert sich 2015 einiges für Besitzer von Immobilien. Die meisten Neuerungen 2015 gibt es rund um das Thema Heizungsanlagen. Folgende Dinge sollten Eigentümer für 2015 wissen:

  • Öl- und Gasheizkessel, die älter als 30 Jahre sind, müssen ausgetauscht werden. Ausnahme: Ein- und Zweifamilienhäuser, die nach Februar 2002 bezogen wurden.
  • Heizkessel, Kombiboiler und Warmwasserbereiter: Hier gelten ab dem 26. September neue, strengere Effizienzanforderungen. Außerdem brauchen diese Geräte ab dem Stichtag ein EU-Energielabel.
  • Eine weitere Neuerung betrifft die Verordnung über kleine und mittlere Feuerungsanlagen (1.BImSchV). Bis Ende 2014 müssen alle Öfen mit einer Typprüfung vor 1975 stillgelegt werden, wenn sie die vorgegebenen Grenzwerte überschreiten. Das entsprechende Datum finden Sie auf dem Typschild. Bei manchen Ofentypen kann allerdings nachgerüstet werden. Bei Heizeinsätzen von Kachelöfen, Heizkaminen oder sonstigen ummauerten Feuerstätten kann unter Umständen ein zugelassener Staubfilter eingesetzt werden. Die Regelung gilt generell nicht für offene Kamine oder solche, die keine Ummauerung haben, wie zum Beispiel Schwedenöfen.

Neuerungen 2015: Strom und Energie

Auch in Sachen Stromkosten, Energieverbrauch und Kennzeichnungspflicht ändert sich 2015 aufgrund neuer Richtlinien einiges. Zwei Dinge sollten Eigentümer in jedem Fall beachten:

  • Strom könnte 2015 billiger werden, weil die Ökostrom-Umlage leicht sinken wird. Wie viel der Senkung von 6, 24 auf 6, 17 Cent pro Kilowattstunde beim Verbraucher ankommt, hängt vom Ermessen des jeweiligen Stromanbieters ab. Ein Leistungsvergleich der verschiedenen Anbieter kann sich 2015 also lohnen.
  • Vermieter, die Ihre Wohnungen mit Einbauküchen ausstatten, sollten die Neuerungen in der europäischen Richtlinie für Ökodesign- und der Energieverbrauchskennzeichnung unbedingt im Hinterkopf behalten. Hier werden 2015 weitere Anpassungen wirksam, die vor allem Dunstabzugshauben und Backöfen betreffen und strengere Anforderungen beim Stromverbrauch zur Folge haben.

Änderungen 2015: Das neue Meldegesetz

Im Mai 2015 tritt das neue Meldegesetz (BMG) in Kraft, das bundesweit Gültigkeit hat. Mit diesen Neuerungen 2015 wird auch die Meldebestätigung durch den Vermieter wieder eingeführt. So sollen künftig Scheinanmeldungen verhindert werden. Wer umzieht, muss sich dann bundesweit innerhalb von zwei Wochen ummelden und benötigt dafür eine Bescheinigung des Vermieters. Vermieter müssen diese Bestätigung über den Ein- oder Auszug also innerhalb dieser Frist von zwei Wochen ausstellen. Die Bestätigung muss der meldepflichtigen Person und dem zuständigen Amt direkt zur Verfügung gestellt werden. Sie kann sowohl in Papierform als auch elektronisch erfolgen.

Der Vermieter muss neben seinem Namen und seiner Anschrift folgende Angaben machen: Anschrift der Wohnung, Datum, Name der meldepflichtigen Person. Außerdem sollte in der Bestätigung unbedingt vermerkt werden, ob es sich um einen Ein- oder Auszug handelt. Wer Scheinanmeldungen durch eine falsche Bestätigung unterstützt oder aber die Bestätigung zu spät zur Verfügung stellt, dem drohen teils empfindliche Geldstrafen von bis zu 50 000 Euro.

Neuerung 2015: Das Mess- und Eichgesetz

Eigentümer, Vermieter und Verwalter sowie Wohneigentumsgemeinschaften sollten unbedingt an das novellierte Mess- und Eichgesetz denken, dass ebenfalls zum 1. Januar in Kraft tritt und neue Pflichten mit sich bringt. So müssen ab dem Stichtag alle neuen und erneuerten Messgeräte zur Erfassung von Warm- bzw. Kaltwasser an das zuständige Eichamt gemeldet werden. Diese Meldepflicht gilt auch für Messgeräte, die der Erfassung thermischer Energie dienen. Die Meldefrist beträgt sechs Wochen nach Inbetriebnahme.

Anzeigepflichtig ist derjenige, der die Funktionskontrolle über das Gerät hat. In der Anzeige muss die Art des Messgerätes und die Adresse des Verwenders angegeben werden. Die Meldung kann laut den Behörden ab Januar auch online über die Adresse www.eichamt.de erfolgen. Ausführlichere Angaben zum Gerät müssen dem Eichamt bei etwaigen Rückfragen zur Verfügung gestellt werden. Wer sich nicht an diese Neuerungen 2015 hält und seine Geräte nicht beim Eichamt meldet, dem können hohe Strafen von bis zu 20 000 Euro drohen.

Rauchmelderpflicht in zwei Bundesländern

Auch in Sachen Rauchmelder gibt es Neuerungen 2015. Eigentümer in Hessen und Baden-Württemberg sollten sichergehen, dass Sie in Ihren Immobilien Rauchmelder nachgerüstet haben. Denn ab 2015 sind diese in allen Gebäuden Pflicht. Wie die Regelungen zu Rauchmeldern in anderen Bundesländern aussehen, erfahren Sie hier: Rauchmelderpflicht in Deutschland

Dämmpflicht für oberste Geschossdecken

Ist die oberste Geschossdecke Ihres Hauses nicht ausreichend gedämmt? Dann müssen Sie zügig nachrüsten, denn die ausreichende Dämmung ist mit Ablauf des Jahres Pflicht. Ausnahmen gibt es auch hier: Die Pflicht gilt demnach nicht für Ein- und Zweifamilienhauseigentümer, die vor Februar 2002 in ihre Immobilie gezogen sind. Wenn Ihre oberste Geschossdecke bereits einen so genannten Mindestwärmeschutz hat, gilt die Pflicht zur Dämmung für Sie ebenfalls nicht.

Erhöhung der Grunderwerbsteuer

Die Bundesländer dürfen die Höhe ihrer Grunderwerbsteuer selbst bestimmen. Neuerungen 2015: Nordrhein-Westfalen und das Saarland haben davon Gebrauch gemacht und erhöhen auf 6,5 Prozent. Damit liegen die beiden Länder bundesweit an der Spitze und ziehen mit dem bisherigen Spitzenreiter Schleswig-Holstein gleich.

Neuerungen 2015: Immobilienanzeigen

Vorsicht bei Immobilienanzeigen! Zwar ist die Nennung von Energiekennwerten in Immobilienanzeigen bereits seit Mai 2014 verpflichtend, doch ab Mai 2015 gilt das Weglassen dieser Kennwerte in Anzeigen als Ordnungswidrigkeit und kann Strafen nach sich ziehen.

Mietpreisbremse und Bestellerprinzip

  • Bestellerprinzip: Künftig soll gelten: Wer den Makler bestellt, zahlt ihn auch. Bisher war es oft üblich, dass bei Vermietungen zwar der Eigentümer den Makler beauftragt hat, die Courtage aber vom neuen Mieter getragen wurde. Diese Praxis hat mit Einführung des Bestellerprinzips ein Ende. Experten rechnen damit, dass das Bestellerprinzip noch im Laufe des Jahres 2015 greifen wird.
  • Die geplante Mietpreisbremse soll ebenso wie der Bestellerprinzip im Laufe des Jahres 2015 Gültigkeit bekommen. Ab dann können Vermieter bei einer Neuvermietung den Mietpreis nicht mehr wie bisher frei bestimmen. Die Mietpreisbremse soll den Bundesländern künftig die Möglichkeit geben, in Städten und Gemeinden, in denen Wohnungsnot herrscht, Einfluss auf den Mietpreis bei Neuvermietungen zu nehmen.