Pollen

Pollen: Wie Sie Ihre Wohnung schützen

Strahlender Sonnenschein und mildere Temperaturen bringen im Frühling die Pflanzenwelt zum Blühen. Gerade jetzt zieht es viele Menschen für einen Spaziergang oder eine Radtour ins Grüne. Doch nicht alle freuen sich über die wachsende Blütenpracht: Rund 12 Millionen Deutsche haben mit Heuschnupfen zu kämpfen – da endet das romantische Picknick abrupt mit Niesattacken und einer verschnupften Nase.

Im Freien hilft vielen Betroffenen nur der Einsatz üblicher Mittel wie Nasensprays und Augentropfen. Doch in den eigenen vier Wänden können sich Allergiker auch ohne Medikamente schützen, um beschwerdefrei durch den Frühling zu kommen. Damit Sie nicht gleich Ihr Haus verkaufen und umziehen müssen, um den Pollen zu entgehen, gibt es einige Tricks.

Pollen fern halten: Richtig lüften

Ein Trick lautet: Einmal am Tag lüften. In der Stadt sollten Sie früh morgens lüften, wenn der Berufsverkehr noch nicht die Straßen mit Autos füllt. Denn zusätzliche Schadstoffe in der Luft verstärken die allergische Wirkung der Pollen. Leben Sie hingegen auf dem Land, sollte erst am frühen Abend ab 19 Uhr gelüftet werden, da hier morgens die Pollenkonzentration am höchsten ist. Generell gilt, dass nach Regenschauern immer gelüftet werden kann. Denn der Regen wirkt wie ein natürlicher Pollenfilter.

Pollenschutzgitter schützen

Die wirkungsvollste Maßnahme gegen Pollen ist der Einbau von Pollenschutzgittern. Diese verhindern, dass die Pollen von draußen durch offene Fenster oder Türen in die Wohnung gelangen. Studien zufolge dringen durchschnittlich 90 Prozent weniger Pollen in die Räume, wenn Pollenschutzgitter verwendet werden. Allergische Beschwerden werden so verringert und die Betroffenen können wieder richtig durchatmen.

Putzen hilft

Allergiker sollten außerdem Staubfänger wie Gardinen und Polstermöbel in ihrer Wohnung vermeiden und frisch gewaschene Wäsche nur in geschlossenen Räumen aufhängen. Denn neben den Haaren ist auch die Kleidung ein echter Pollenmagnet.

Außerdem gilt: Mindestens einmal die Woche putzen. Das hält die Oberflächen frei von Pollen. Doch der Weg dorthin ist staubig: Beim Saugen, Wischen und Kehren wird jede Menge Staub aufgewirbelt. Um die Feinstaubbelastung möglichst gering zu halten, sollten glatte Böden und Möbel deshalb mit speziellen Anti-Staubtüchern geputzt werden. Diese ziehen den Staub an und schließen ihn mit Hilfe ihrer wabenartigen Struktur sicher ein. Nach dem Staubwischen kann das Tuch dann einfach in den Mülleimer geworfen werden.

Spezielle Filter für Staubsauger

Für Staubsauger gibt es spezielle Filter, die Pollen in dem Gerät festhalten und so verhindern, dass diese über die Abluft wieder austreten und die typischen Symptome auslösen können. Ideal sind zum Beispiel Staubsauger mit eingebautem Wasserfilter: Die angesaugte Luft wird beim Saugen direkt in ein Wasserbad geleitet. Pollen und Staub werden auf diese Weise im Wasser gebunden und direkt mit dem Schmutzwasser entsorgt. Aufgewirbelter Staub, der bei herkömmlichen Geräten durch das Wechseln der Staubsaugerbeutel entsteht, wird so vermieden.