Rekordwachstum bei Eigentumswohnungen: 26 Prozent mehr Wohnungen in 2014 fertig gestellt

Bereits zum vierten Mal in Folge übertrifft die Zahl der fertiggestellten Eigentumswohnungen die des Vorjahres. Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes gab es in 2014 sogar ein Rekordwachstum von 26 Prozent. Insgesamt wurden 55.954 neue Eigentumswohnungen errichtet, so viele wie seit 2001 nicht mehr. Die Eigentumswohnung wächst damit deutlich stärker als andere Wohneigentumsformen. Ihr Anteil an den insgesamt 101.021 fertiggestellten Wohnungen in Mehrfamilienhäusern (Gebäude mit 3 und mehr Wohnungen) liegt bei über 55 Prozent. Bei Einfamilienhäusern (+ 3 Prozent) und Zweifamilienhäusern (+12 Prozent) fällt der Zuwachs an neuen Wohnungen geringer aus.

„Die Ergebnisse zeigen, dass der Kauf und die Selbstnutzung einer Eigentumswohnung neben dem Vermögensaufbau auch zu einer Entlastung der Mietmärkte führen können. Bund und Länder müssen diese Entwicklung bei ihren wohnungs- und baupolitischen Überlegungen stärker als bisher beachten. Die Zahlen zeigen auch, die private Altersvorsorge findet heute überproportional im Wohnungseigentum statt“, sagt Martin Kaßler, Geschäftsführer des Dachverbandes Deutscher Immobilienverwalter.

Insgesamt wurden 2014 245.325 Wohnungen fertiggestellt, rund 30.000 mehr als im Vorjahr. Das entspricht einem Plus von 14 Prozent. Trotz der stetig anhaltenden Wachstumszahlen werden jedoch noch immer zu wenige Wohnungen gebaut. Laut jüngst veröffentlichter BBSR-Wohnungsmarktprognose liegt der Neubaubedarf bei derzeit 272.000 Wohnungen pro Jahr. Das Institut prognostiziert in den kommenden 15 Jahren zugleich einen Flächenzuwachs von 16 Prozent für Eigentumswohnungen und erwartet einen Rückgang beim Bedarf an Mietwohnraum um 5 Prozent.

Eigentumswohnungen bringen Dynamik in den Markt

Wohnungen in WEG sind beliebt wie lange nicht mehr. Die Gründe für die anhaltende Nachfrage liegen unter anderem in der zunehmenden Attraktivität der Großstädte und Ballungszentren. Eigentumswohnungen bieten auch die nötige Flexibilität: sie befinden sich meist in zentraler Wohnlage und können bei Berufswechsel oder Umzug vermietet werden. Damit gelten sie in Zeiten niedriger Zinsen als sichere Kapitalanlage und Investition in die private Altersvorsorge.

Quelle: Dachverband Deutscher Immobilienverwalter e.V.