Jahresrückblich

HAUSGOLD: Jahresrückblick der Immobilienthemen 2015

Das Jahr 2015 neigt sich dem Ende zu und damit natürlich viele Ereignisse. Generell gesehen war das Jahr 2015 ein sehr ereignisreiches Jahr. Sowohl positiv als auch negativ betrachtet. Selbstverständlich bildet die Immobilienwelt dabei keine Ausnahme. Hier finden Sie die TOP 3 der wichtigsten Immobilienthemen in unserem Jahresrückblick.

Ein besonders wichtiges Thema im Jahr 2015 war die Mietpreisbremse. In einer Zeit der steigenden Mieten längst überfällig, befürwortet die eine Seite. Eine andere Seite behauptet, dass es sich hierbei um eine Einschränkung des freien Marktes handelt. Trotz Widerstand wurde die Mietpreisbremse schon in einigen Bundesländern umgesetzt. In Berlin gilt die Mietpreisbremse seit dem 1. Juni. Im Zeitraum von 2004 bis 2014 erhöhten sich die Mieten in Berlin um 45 Prozent. Dem soll nun entgegengewirkt werden.

Mieten in Metropolen steigen wahrscheinlich weiter

Seit dem 1. Juli greift die Mietpreisbremse auch in Hamburg und NRW. In Hamburg wird bis zum Ende des Jahres geprüft, ob tatsächlich alle Teile des Stadtgebietes eine angespannte Lage des Wohnungsmarktes vorweisen. Einzelne Stadtviertel könnten also noch nachträglich von der Mietpreisbremse befreit werden. In Nordrhein-Westfalen gilt die Mietpreisbremse in 22 Städten, in denen die Mieten den örtlichen Mietspiegel nun maximal um 10 Prozent übersteigen dürfen. Zu den Städten zählen beispielsweise Köln, Leverkusen, Bonn und Bielefeld. In Bayern gilt die Neuregelung seit dem 1. August in 144 Gemeinden. Vor allem in München müssen Mieter tief in die Tasche greifen: Hier sind die Mieten am höchsten, der Mietpreis eines Quadratmeters kann bei bis zu 23 Euro liegen.

Bestellerprinzip: Wer zahlt den Makler?

Auch dieses Thema hat für mächtig Zündstoff in Deutschland gesorgt. Seit dem 1. Juni 2015 ist in Deutschland das Bestellerprinzip in Kraft getreten. Fortan muss derjenige, den Immobilienmakler zahlen, der ihn beauftragt hat. Allerdings gilt das Bestellerprinzip nur bei Vermietungen, nicht aber beim Verkauf von Immobilien. Wer bei einem Immobilienverkauf die Maklercourtage zahlen muss, ist weiterhin Verhandlungssache. Der Gesetzgeber sieht hier keine Regelung vor, das Bestellerprinzip greift hier anders als bei Vermietungen nicht. Allerdings gibt es in den Bundesländern übliche Verfahren dazu. In einigen Regionen ist es gängig, sich die Provision bei einem Kauf zu teilen, in anderen übernimmt meist der Käufer die komplette Courtage.

Flüchtlingsunterbringung in Deutschland

Die Thematik um die Flüchtlinge in Deutschland hat nicht nur im Immobiliensegment eine entscheidende Rolle in diesem Jahr gespielt. Generell war die Flüchtlingssituation in Deutschland mit vielen Fragen verbunden. Besonders die Unterbringung der Flüchtlinge hat eine große Diskussion entfesselt. Einige Städte (zum Beispiel Hamburg) sind zu der Möglichkeit gekommen, leere Gewerbeimmobilie aus privater Hand für die Unterbringung nutzen zu können. Selbst dann, wenn der Eigentümer dem nicht zustimmt. In Berlin ist dieses Verfahren ebenfalls möglich. Hierzu wurde aber kein neues Gesetz erlassen, sondern eine polizeirechtliche Klausel für ausreichend befunden. Einem Bericht von haufe.de zufolge, sind in Berlin bis Ende Oktober nur sieben Gewerbeimmobilien beschlagnahmt worden.

 

Das waren die wichtigsten Immobilienthemen unserer Leser. Wir bedanken uns für Ihre Treue und hoffen, Sie im kommenden Jahr wieder begrüßen zu dürfen.