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Zwangsenteignung erlaubt: Achtung bei leer stehenden Wohnungen

Eigentümer, deren Wohnungen mindestens vier Monate ohne Sanierungsarbeiten leer stehen, können sich auf etwas gefasst machen: Zwangsenteignung ist erlaubt! Die Politik greift gegen Leerstand durch. In Hamburg wurden einem Eigentümer erstmals leer stehende Wohnungen entzogen und zwangsvermietet. In dem nachfolgenden Artikel erfahren Sie, was Eigentümer überhaupt dazu bewegt, eine Immobilie leer stehen zu lassen. Außerdem erhalten Sie wichtige Tipps für einen Wohnungsverkauf.

Seit der Verschärfung des Hamburger Wohnraumschutzgesetzes im Jahr 2013 können langfristig ungenutzte Wohnungen über den Eigentümer hinweg durch einen vom Bezirksamt beauftragten Treuhänder saniert und zwangsvermietet werden. So ist es auch einem Eigentümer im Stadtteil Hamm ergangen. Seit 2012 sollen sechs seiner Wohnungen leer gestanden haben. Noch in diesem Jahr sollen die Wohnungen saniert, vermietet und danach dem Eigentümer übergeben werden. Alle Maßnahmen selbstverständlich auf seine Kosten.

Zwangsenteignung: Was ist erlaubt?

Bei der Zwangsenteignung wird eine Grundschuld zu Gunsten des Staates in die Grundbücher eingetragen. Doch ganz so einfach ist es natürlich nicht. Es kommt nicht selten vor, dass Eigentümer mehrere tausend Euro Bußgelder zahlen müssen, wenn sie der Aufforderung, die Wohnung zu vermieten, nicht nachkommen. Dauerhafter Leerstand von Wohnräumen gilt schließlich als Zweckentfremdung und wird demnach bestraft. Jedoch ist nicht gleich jede leer stehende Wohnung zweckentfremdet. Beispielsweise darf eine Wohnung kurzfristig leer stehen, wenn sie saniert wird. Sie sollte aber nach spätestens drei Monaten wieder vermietet werden.

Welche Gründe könnten Eigentümer für Leerstand haben?

Die Gründe, warum Eigentümer auf das Vermieten ihrer Wohnungen verzichten, sind vielschichtig. Oftmals sind es persönliche Schicksale. Beispielsweise sind die Eigentumsverhältnisse ungeklärt, weil der Eigentümer verstorben ist und die Erbengemeinschaft sich nicht einigen kann. In vielen Fällen fehlen aber auch die finanziellen Mittel für die nötigen Sanierungen, oder die Wohnungen sollen für Verwandte und Kinder freigehalten werden. Oft stehen Wohnungen auch dann leer, wenn sie in naher Zukunft ohnehin verkauft werden sollen. Denn in vielen Fällen lassen sich ohne Mieter höhere Preise erzielen.

Ob das sinnvoll ist, ist fraglich. Schließlich muss der Eigentümer die Betriebskosten weiterhin zahlen und insbesondere diejenigen, die ihre Immobilie selbst finanziert haben, können sich meist keinen langen Leerstand leisten. Grundsätzlich können Vermieter eigentlich kein Interesse an Leerstand haben, vor allem in den Großstädten können sie mit hohen Mieteinnahmen rechnen.

HAUSGOLD berät Sie

Bevor es überhaupt zu einer Zwangsenteignung kommen kann, sollten Sie sich gut überlegen, ob es sinnvoller wäre, die Wohnung zu verkaufen. HAUSGOLD berät Sie bei einem geplanten Verkauf. Möchten Sie verkaufen, so helfen wir Ihnen bei der Wahl des richtigen Immobilienmaklers, der im ersten Schritt eine kostenlose Bewertung Ihrer Immobilie vornimmt, bevor er sich der professionellen Vermarktung und dem Verkauf annimmt.

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Wohnungsverkauf Checkliste

Haben Sie sich dafür entschieden, Ihre Wohnung zu verkaufen, so sollten Sie einige Unterlagen bereitstellen. Ein Makler nimmt Ihnen diese Arbeit übrigens ab:

  • Der Grundriss: Hierbei handelt es sich um einen Plan der Eigentumswohnung inklusive der Quadratmeterangaben und einer Abbildung der Räume. Achten Sie darauf, dass dieser aktuell ist, ansonsten sollten Sie ihn nachbearbeiten.
  • Die Teilungserklärung: Diese notarielle Urkunde regelt das Innenverhältnis in der Eigentümergemeinschaft.
  • Der Grundbuchauszug: Der Grundbuchauszug ist die Abschrift aller Eintragungen im Grundbuch. Beachten Sie, dass auch dieser Auszug aktuell und vollständig ist. Der Antrag auf Erteilung eines Grundbuchauszugs muss beim zuständigen Grundbuchamt erfolgen. Mit unserer kostenlosen PDF-Vorlage können Sie ganz einfach einen Grundbuchauszug anfordern.
  • Die Brandversicherungsurkunde: Eine Brandversicherung ist in Deutschland Pflicht. Dieses Dokument ist über die Hausverwaltung erhältlich und wird von dem Käufer für die Finanzierung benötigt.
  • Die letzten drei Eigentümerversammlungsprotokolle: Diese ermöglichen dem Käufer einen Einblick in die Gemeinschaft. Sind diese nicht mehr vorhanden, können Sie sie einfach bei der Hausverwaltung anfordern.
  • Die letzte Wohngeldabrechnung: Einmal im Jahr von der Hausverwaltung aufgestellte Kostenaufschlüsselung, in der – berechnet nach Eigentumsanteil – alle von der Gemeinschaft zu tragenden Kosten verzeichnet sind.
  • Die Rücklagenübersicht: Diese ermöglicht es dem Kaufinteressenten, zu erfahren, wie sich die monatlichen Wohngeldausgaben zusammen setzen.
  • Der Energieausweis: Immobilieneigentümer sind – mit wenigen Ausnahmen – verpflichtet, einen Energieausweis beim Verkauf vorzulegen. Dieser weist die Energieeffizienz des Gebäudes aus und teilt dieses in die Klassen A bis H ein. A gilt dabei als sehr effizient und H als besonders ineffizient. Üblicherweise erhalten Sie den Ausweis bei Ihrer Hausverwaltung.

Lassen Sie sich beim Wohnungsverkauf unterstützen

Wenn Sie Ihre Wohnung verkaufen wollen, sollten Sie sich professionellen Rat einholen. Ein qualifizierter Makler kann den Wert der Immobilie genau beziffern. Ein guter Makler hat Erfahrung und umfassende Kenntnisse des lokalen Immobilienmarktes. Er hilft Ihnen, den höchstmöglichen Preis zu erzielen, wenn Sie Ihre Wohnung verkaufen. Außerdem kennt er den Ablauf eines Wohnungsverkaufs und steht Ihnen bei Fragen zur Verfügung. So vermeiden Sie Fehler, die mit hohen finanziellen Risiken verbunden sein können.

Der Immobilienmakler bewertet die Immobilie nicht nur, er nimmt Ihnen auch die meiste Arbeit ab, wenn Sie Ihre Wohnung verkaufen möchten. Er erstellt ein aussagekräftiges und professionelles Exposé, kommuniziert mit den Interessenten, organisiert die Besichtigungen und berät Sie bei den Preisverhandlungen.

Sie haben Fragen zum Wohnungsverkauf? Wir sind Ihnen gerne behilflich. Unser Service ist für Sie kostenlos. Auch bei der Auswahl eines kompetenten Maklers in Ihrer Region beraten wir Sie gerne.

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