Wassertest
Wie gut ist das Trinkwasser meiner Immobilie?

Ein Wassertest ermittelt, wie gut es um die Wasserqualität in Ihrer Immobilie bestellt ist. Ist es gut trinkbar? Lassen sich damit bedenkenlos die Zähne putzen? Deutschland ist berühmt für seine herausragende Trinkwasserqualität. Das heißt aber nicht, dass sie überall gegeben ist. Insbesondere durch veraltete Leitungssysteme und lange Leerstände kann das Wasser kontaminiert sein. Dies kann die Gesundheit gefährden.

Um das Leitungswasser zu testen, machen Sie einen Wassertest. Er ist nicht nur für Sie wichtig, wenn Sie in der Immobilie wohnen, sondern auch bei einem Immobilienverkauf. Geben Sie im Verkaufsexposé an, dass die Wasserqualität in der Immobilie einwandfrei ist, haben Sie ein hervorragendes Verkaufsargument. Interessantes Hintergrundwissen rund um den Wassertest erhalten Sie hier!

Wassertest für Immobilien: Was ist das?

Ein Wassertest für Ihre Immobilie überprüft die Qualität des Trinkwassers. Sie lassen demnach das Trinkwasser testen, was bei Ihnen aus dem Wasserhahn kommt. Hierfür wird eine Wasserprobe genommen, die auf unterschiedliche Parameter geprüft wird. Welche dies sind, hängt davon ob, es ein Wasserschnelltest oder ein ausführlicher Wassertest ist. Folgende Parameter können gecheckt werden:

Mikrobiologische Parameter:

  • Coliforme Keime
  • E. coli (Escherichia coli)
  • Gesamtkeimzahl 22° C
  • Gesamtkeimzahl 36° C
  • Legionellen

Chemische Parameter:

  • Blei
  • Kupfer
  • Aluminium
  • Chrom
  • Mangan
  • Nickel
  • Sulfat
  • Natrium
  • Kalium
  • Phosphor
  • Zink
  • Nitrit
  • Nitrat
  • Calcium
  • Magnesium
  • Eisen
  • Wasserhärte

Was sind gute Wasserwerte beim Trinkwasser?

Hierzu gibt es eine ganze Reihe an offiziellen Richtlinien. Zu ihnen gehört, dass nicht mehr als 0,01 Milligramm (mg) Blei, 2 mg Kupfer, 0,02 mg Nickel und 50 mg Nitrat im Trinkwasser enthalten sein dürfen. Die Gesamtkonzentration aller Pestizide ist auf 0,5 µg begrenzt. In 100 ml Wasser dürfen keine Bakterien des Typs Escherichia coli und Enterokokken sowie coliforme Bakterien vorkommen. Im vorgeschriebenen Bereich müssen auch die Leitfähigkeit und der pH-Wert liegen. Dies sind nur ein paar Beispiele für die strengen Regularien bezüglich des Trinkwassers. Bei einer professionellen Wasseranalyse kann das Wasser auf alle Kriterien geprüft werden.

Ursachen für eine schlechte Wasserqualität

Wenn Sie die Wasserqualität testen lassen, und es zeigen sich Verunreinigungen, stellt sich die Frage: Wie gelangen diese ins Wasser? Typische Gründe sind:

  • schlecht gewartete Hausanschlussfilter
  • nicht gewartete Filteranlagen vor den Entnahmestellen
  • fehlende Hygiene bei der Handhabung der Enthärtungsanlage
  • Bakterienbefall durch Kalk im Sieb (Perlator) des Wasserhahns
  • verunreinigte Leitungen durch langen Leerstand
  • Probleme im Wasserwerk wie Rohrbrüche (sehr selten)

Wann sollte ich mein Leitungswasser testen lassen?

Mit einem Wassertest, der das Leitungswasser auf seine Trinkbarkeit prüft, erfahren Sie, ob Sie es bedenkenlos trinken können. Das sollten Sie nicht erst tun, wenn das Wasser komisch riecht oder sonderbar aussieht. Am besten führen Sie solch einen Trinkwassertest alle paar Jahre durch. Er ist dringend angeraten, wenn das Wasser im Verdacht steht, kontaminiert zu sein.

Verkaufen Sie eine Immobilie, können Sie im Exposé mit einer Wasseranalyse auftrumpfen. Ein einwandfreies Trinkwasser ist für den Kaufinteressenten ein großer Pluspunkt.

Beachten Sie auch, dass per Gesetz eine Untersuchungspflicht auf Legionellen für Vermieter und Hauseigentümer besteht. In der Regel ist es demnach erforderlich, alle drei Jahre zur Eigenkontrolle das Leitungswasser auf Legionellen testen zu lassen.

Wer ist für die Qualität des Wassers verantwortlich?

Laut Trinkwasserverordnung sind die örtlichen Wasserwerke dazu verpflichtet einwandfreies Leitungswasser zu Verfügung zu stellen. In Deutschland endet die Kontrolle und Verantwortung des Versorgers über die Trinkwasserqualität jedoch am Hausanschluss. Ab diesem Zeitpunkt ist der Hauseigentümer für die Trinkwasserqualität verantwortlich.

Abgesehen von der Legionellenprüfung, welche alle 3 Jahre durchgeführt werden muss, gibt es hier keine Untersuchungspflicht für den Eigentümer oder Vermieter. So kann unreines Wasser auch lange unerkannt bleiben.

Legionellentest und Co: Welche Messungs- und Testarten gibt es?

Um Bakterien und Schwermetall im Trinkwassertest verlässlich zu finden, bedarf es einer chemischen Analyse. Die auf dem Markt erhältlichen TDS-Messgeräte sagen nach offiziellen Richtlinien nichts über die Wasserqualität aus. In Abhängigkeit davon, was untersucht werden soll, gibt es unterschiedliche Testarten:

Schwermetall Trinkwassertest: Er offenbart, inwiefern gesundheitsschädliche Schwermetalle wie Kupfer, Blei oder Nickel im Trinkwasser enthalten sind. Es gibt einen separaten Bleitest, der das Wasser nur auf eine etwaige Bleibelastung checkt.

Baby Trinkwassertest: Mit diesem sensiblen Test erfahren Sie, ob Ihr Leitungswasser für die Zubereitung von Babynahrung geeignet ist.

Basistest: Mit ihm wird überprüft, ob Ihr Trinkwasser E.coli und coliforme Keime aufweist.

Legionellentest: Dies ist einer der beliebtesten Tests zur Wasseranalyse, denn die Überprüfung auf Legionellen ist gesetzlich in Mehrfamilienhäusern vorgeschrieben. Doch er ist auch generell sinnvoll. Legionellen sind im Wasser lebende Bakterien, die sogar beim Duschen oder durch das Inhalieren von Wasserdampf in unseren Körper gelangen und dort schwerste Infektionen auslösen können. Mögliche Symptome sind: Husten, Schüttelfrost und hohes Fieber.

Wie läuft die Wasseranalyse ab?

Um Ihr Wasser zu testen, lassen Sie einen Wassertester kommen oder übernehmen selbst diese Arbeit. Hierfür bestellen Sie einen verlässlichen Wassertest eines seriösen Anbieters und folgen der Bedienungsanleitung. Diesen Test gibt es auch online. Im nächsten Schritt schicken Sie die Probe an das dazugehörige Labor für die Wasseranalyse.

Die Kosten für den Wassertest schwanken je nach Testart. Sie liegen zwischen 25 und 100 Euro. Benötigen Sie eine Fachkraft für die Probenahme, erhöhen sich die Kosten um mehr als 100 Euro. Die professionelle Analyse im Labor ist von Anbieter zu Anbieter unterschiedlich, länger als 2 Wochen sollten Sie aber nicht auf Ihr Ergebnis warten müssen.

Fazit

Wasser benötigen wir tagtäglich – fürs Duschen und die Essenszubereitung. Einige trinken ihr Leitungswasser auch. Umso wichtiger ist eine einwandfreie Qualität. Längst ist bekannt, dass diese nicht immer in Deutschland gegeben ist. Ihrer Gesundheit zuliebe sollten Sie daher in regelmäßigen Abständen Ihr Leitungswasser testen. Verkaufen Sie Ihre Wohnung oder Ihr Haus, ist das auch wichtig. Ein einwandfreies Leitungswasser mit hoher Trinkwasserqualität ist ein starkes Verkaufsargument und die Kosten für den Test in jedem Fall wert.

Häufig gestellte Fragen:

Die Wasseranalyse deckt etwaige Kontaminierungen im Trinkwasser auf. Sie beugt somit schweren gesundheitlichen Schädigungen und Krankheiten vor. Zugleich dient sie beim Haus- und Wohnungsverkauf als Qualitätsnachweis. Mehr dazu erfahren Sie hier.

Hierfür gibt es unterschiedliche Stellen. Professionelle Wassertestlabore bieten Test-Kits an, die Sie online bestellen können. Sie führen selbst die Probe durch oder beauftragen einen Fachmann. Im Anschluss wird die Probe eingeschickt und chemisch genauestens untersucht. Mehr dazu hier.

Ein Wassertest funktioniert in vier Schritten: 1. Auswahl des gewünschten Wassertests. 2. Kauf des Wassertests. 3. Durchführung des Tests laut Bedienungsanleitung. 4. Einschicken der Probe an ein akkreditiertes Trinkwasserlabor. Mehr Informationen hier.

Dies hängt vom Wassertest ab und ob ein Fachmann die Probe entnimmt oder sie. In der Regel schwanken die Kosten zwischen 25 Euro bis hin zu 220 Euro und mehr.