Grundstück verkaufen mit HAUSGOLD
So wird Ihr Grundstück erfolgreich verkauft

Vor dem Verkauf Ihres Grundstücks sollten Sie sich gut informieren, welche Besonderheiten sowie Aufgaben auf Sie zukommen. Wir zeigen Ihnen, wie simpel die erfolgreiche Zusammenarbeit mit unseren Maklern vonstatten geht, wie der Verkauf des privaten Grundstücks abläuft und auf welche Aspekte Sie unbedingt vor dem Grundstücksverkauf achten sollten. Sie werden außerdem erfahren, welche Faktoren den Wert Ihres Grundstücks beeinflussen, wie Sie Ihre Zielgruppe bestimmen und worauf Sie bei dem Kaufvertrag achten sollten. Das alles und noch vieles mehr erfahren Sie in diesem Artikel.

So funktioniert der Verkauf Ihres Grundstücks

Der Verkauf eines Grundstücks ist vor allem als Laie häufig eine komplexe Aufgabe. Sollten Sie sich für die Unterstützung eines HAUSGOLD Immobilienmaklers entscheiden, würden die Schritte wie folgt aussehen:

1. Schritt: Online-Formular

Dieser Schritt erfolgt einfach und schnell: Füllen Sie ganz unverbindlich unser Online-Formular, in dem Fragen zu Ihrem Verkaufsobjekt gestellt werde, hier aus.

2. Schritt: Expertenauswahl

Wir verfügen über ein deutschlandweites Netzwerk mit über 3.000 professionellen Maklern, die intensiv auf Qualität und Qualifikationen geprüft worden sind.

Sie werden zeitnah von einem Mitarbeiter von HAUSGOLD kontaktiert, der Ihnen eine Auswahl von bis zu drei verschiedenen ortskundigen Immobilienmaklern zur Verfügung stellen wird. Sobald Sie sich für einen entschieden haben, stellen wir den Kontakt für Sie her.

3. Schritt: Grundstücksbewertung

Der Immobilienmakler wird Ihr Grundstück bei einem Besichtigungstermin genauestens unter die Lupe nehmen, sodass er mithilfe eines passenden Wertermittlungsverfahrens den realistischen, aber auch gewinnbringenden Marktwert Ihres Grundstücks komplett kostenlos bestimmen wird.

4. Schritt: Vermarktung

Wenn Sie unser Immobilienexperte überzeugt hat, steht einer offiziellen Zusammenarbeit nichts im Wege! Um Ihnen einen kleinen Überblick zu verschaffen, sehen Sie hier einige der vielfältigen Dienstleistungen unserer Makler:

  • die Wertermittlung Ihrer Immobilie
  • die Pflege bzw. Beschaffung wichtiger Unterlagen
  • die Erstellung eines professionellen Exposés inklusive Bilder
  • die Festlegung der Zielgruppe und der Verkaufsstrategie
  • die Durchführung von Besichtigungen sowie der Kaufverhandlungen
  • die Erstellung eines Kaufvertragsentwurfes
  • die Begleitung zum Notartermin

5. Schritt: Verkauf und Grundbucheintrag

Sobald Sie sowie der Makler einen passenden Käufer gefunden und sich mit diesem auf einen angemessenen Verkaufspreis geeinigt haben, wird der Makler einen Entwurf des Kaufvertrages erstellen, in dem er möglichst die Interessen beider Parteien berücksichtigt. Wenn Sie und der Käufer mit diesem Entwurf zufrieden sind, muss er anschließend von einem Notar unterzeichnet bzw. beglaubigt werden, damit der Vertrag und damit der Kauf rechtskräftig wird.

Wie läuft ein Grundstücksverkauf ab?

Grundsätzlich kann der Prozess des privaten Grundstücksverkaufs in vier Phasen untergliedert werden:

  1. Vorbereitungsphase: Hier werden alle planmäßigen Maßnahmen getroffen, wie die Wertermittlung oder die Bestimmung der Zielgruppe.
  2. Vermarktungsphase: Nun präsentieren Sie Ihr Grundstück von der besten Seite und finden den passenden Käufer.
  3. Verkaufsphase: Sobald der Käufer bestimmt wurde, führen Sie professionelle Verhandlungen durch, sodass Ihr Grundstück zu einem optimalen Preis verkauft wird.
  4. Übergabephase: Letztendlich wird der Kaufvertrag von beiden Parteien unterzeichnet und vom Notar beglaubigt.

Wenn Sie sich gegen einen professionellen Immobilienmakler und für den selbständigen Verkauf Ihres Grundstücks entscheiden, müssen Sie viele der bereits aufgeführten Aufgaben alleine bewältigen. Deswegen ist es sehr wichtig, dass Sie sich vorher intensiv Gedanken darüber machen, ob Sie die notwendigen Fachkenntnisse sowie Ressourcen besitzen. Erleichtern Sie sich diese Überlegungen, in dem Sie zum Beispiel die folgenden Fragen beantworten:

  • Besitze ich finanzielle sowie zeitliche Ressourcen?
  • Besitze ich bereits Erfahrung im Immobilienverkauf?
  • Besitze ich das Know-How und die geforderten Qualifikationen?

Wenn Sie alle dieser Fragen mit “Ja” beantworten können, sind Sie dazu in der Lage, Ihr Grundstück privat zu verkaufen. Wenn Sie jedoch mindestens eine oder sogar alle Fragen mit “Nein” beantwortet haben, raten wir Ihnen, sich einen Experten zur Seite zu holen.

Worauf sollte ich beim Grundstücksverkauf achten?

Je nachdem, ob ein Grundstück bebaut werden darf und in welcher Weise, ändern sich die Zielgruppe und der Verkaufspreis, den Sie fordern können. Ein erfolgreicher Grundstücksverkauf hängt aber von weitaus mehr Faktoren ab. Sie sollten zum Beispiel vor dem Verkauf einer Immobilie wissen, welche Interessenten Sie ansprechen möchten und wie das Grundstück genutzt werden kann. Im Folgenden erfahren Sie mehr über die notwendige Aspekte, die zu einem Grundstücksverkauf dazugehören.

Was sollte ich vor dem Verkauf erledigen?

Vor dem Verkauf Ihres Grundstücks müssen Sie eine gewisse Vorarbeit leisten. Dazu gehört zum Beispiel, den Verkaufsgrund zu bestimmen. Denn nach diesem könnten auch die potenziellen Käufer fragen. Überlegen Sie sich also, ob Ihre Motive eher persönliche oder wirtschaftliche sind und finden Sie gute Begründungen.

Machen Sie sich außerdem Gedanken darüber, welches Ziel Sie mit dem Grundstücksverkauf verfolgen:

  • Möchten Sie einen möglichst hohen Verkaufspreis erzielen?
  • Möchten Sie Ihr Grundstück an vertrauenswürdige Interessenten verkaufen?
  • Bis wann soll Ihr Grundstück verkauft werden?
  • Bis zu welcher Limithöhe dürfen Kosten ausgegeben werden?

Der Verkaufszeitpunkt einer Immobilie spielt ebenfalls eine ausschlaggebende Rolle, wenn es um die Preisbestimmung Ihres Grundstücks geht. Orientieren Sie sich an den Verkehrswerten der umliegenden Grundstücke und wie sich diese periodisch verändern, oder lassen Sie sich von einem Immobilienmakler beraten.

Wie ermittle ich den Wert meines Grundstücks?

Vor dem Verkauf Ihres Grundstücks sollten Sie dieses genauestens charakterisieren und das aus zweierlei Gründen: Sie müssen erstens dazu in der Lage sein, alle Fragen der Kaufinteressenten zu beantworten und zweitens hilft Ihnen dieser Schritt dabei, den Wert Ihres Grundstücks zu ermitteln. Dabei spielen die folgenden Faktoren eine ausschlaggebende Rolle:

  • Größe: Wie groß ist das Grundstück generell? Wie groß ist dessen bebaubare Fläche? Gibt es Platz für einen Garten oder eine Terrasse?
  • Form: Ist Ihr Grundstück rechteckig oder eher spitzwinklig?
  • Bäume: Befinden sich auf dem Grundstück Bäume und wenn ja, wie viele sind es und sind diese störend?
  • Ausrichtung: In welche Himmelsrichtung ist das Grundstück ausgerichtet?

Der Wert eines Grundstücks kann also von verschiedenen Faktoren beeinflusst werden. Wenn das Grundstück zum Beispiel nach Süden ausgerichtet ist, ist dieses werthaltiger, als ein nach Norden oder Osten ausgerichtetes.

Welche Faktoren sind wichtig für die Wertermittlung?

Neben den genannten Faktoren spielen bei einer Grundstücksbewertung weitere Aspekte eine wichtigte Rolle:

  • der Bodenrichtwert
  • die Eigenschaften des Bodens
  • die Art und Nutzungs des Grundstücks
  • die Lage des Grundstücks

Der Bodenrichtwert

Gemeinden geben den so genannten Bodenrichtwert heraus. Dieser wird anhand von Grundstücksverkäufen in der Vergangenheit ermittelt und gibt einen ersten Anhaltspunkt über den Grundstückswert. Allerdings ist der Bodenrichtwert mit Vorsicht zu genießen. Der tatsächlich erzielbare Preis beim Grundstücksverkauf kann erheblich von diesem abweichen.

Der Bodenrichtwert kann also problematisch sein, da in seine Berechnung manchmal nur die Daten von wenigen Immobilienverkäufen einfließen. Zudem sind es starre, vergangenheitsbezogene Daten, die kurzfristige Entwicklungen meist nur ungenügend berücksichtigen.

Wenn Sie den Bodenwert Ihres Grundstücks selbstständig ermitteln möchten, dann müssen Sie die folgende Formel anwenden:

Grundstücksfläche in m² x Bodenrichtwert in € pro m² = Bodenwert in €

Die Eigenschaften des Bodens

Die Eigenschaften des Bodens Ihres Grundstücks sind ebenfalls wichtig für die Wertermittlung. Hierbei darf ein Bodengutachten, also ein geotechnischer Bericht, nicht fehlen. Dieser dient als Basis für Planung eines Bauwunsches, da es Auskunft über die Grundwasser- und Baugrundwasserverhältnisse eines Grundstücks gibt.

Je sandiger und lockerer der Boden ist, desto positiver wirkt sich dies auf den Wert aus. Harter sowie felsiger Boden ist eher nachteilig. Zudem sollten Keller der umliegenden Grundstücke bzw. Häuser trocken und keine Altlasten im Boden sowie keine Reste ehemaliger Bebauungen zu sehen sein.

Die Art der Nutzung des Grundstücks

Um den Grundstückswert bestimmen zu können, müssen Sie außerdem wissen, wie Ihr Land genutzt werden kann:

  • Ist es ein Wiesenstück, das nicht bebaut werden darf?
  • Ist es erschlossenes Bauland oder Bauerwartungsland, das zwar grundsätzlich mit einem Haus bebaut werden darf, aber noch nicht erschlossen ist?
  • Ist es ein Hanggrundstück, welches wegen der schwierigen Nutzbarkeit weniger oder wegen des schönen Ausblicks mehr wert ist?

Entscheidend hierfür sind der Flächennutzungsplan und der Bebauungsplan. Aus diesen geht eindeutig hervor, welche Nutzung und Bebauung zulässig sind. Selbstverständlich ist ein Baugrundstück, das flächig und mit mehreren Etagen bebaut werden kann, wesentlich mehr wert, als eines, auf dem lediglich ein kleines Einfamilienhaus gebaut werden darf oder für das eine Bebauung nicht vorgesehen ist. Nicht bebaubare Flächen sind häufig wertlos.

Ein wichtiger Aspekt ist zudem, ob das Land vollständig erschlossen ist:

  • Ist dieses an das Straßennetz angeschlossen?
  • Sind Ver- und Entsorgungsleitungen vorhanden?
  • Gibt es einen Breitbandanschluss?

Wenn Sie ein unbebautes Grundstück verkaufen und dieses nicht erschlossen ist, wird sich das negativ auf den Grundstückspreis auswirken. Auch eine vorhandene Bebauung kann den Wert sogar mindern, wenn diese nicht mehr sanierungsfähig ist und nur der Abriss bleibt.

Die Lage des Grundstücks

Die Lage entscheidet maßgeblich über den Verkaufswert. Je nachdem, ob dieses im prosperierenden Innenstadtbereich oder in einer ländlichen Region liegt, variiert der Preis beträchtlich. Während in attraktiven Lagen sogar vierstellige Quadratmeterpreise gefordert werden können, ist in Regionen mit schwachem Wachstum und geringer Bevölkerungsdynamik oft nur ein Bruchteil dessen zu erzielen.

Die Verkehrsinfrastruktur oder ein angrenzendes Gewerbe können außerdem zu Beeinträchtigungen durch Lärm oder Verschmutzung führen. Solche Faktoren mindern den Wert. Faktoren, die den Wert jedoch steigen lassen können, sind zum Beispiel Parkplatzmöglichkeiten, eine städtische Lage, eine flache Bebauung der Ortschaft und keine oder kaum Störquellen im Umfeld.

Ihre Vorteile mit HAUSGOLD

Für eine seriöse Bewertung Ihres Grundstücks sollten Sie sich einen Experten zur Seite nehmen. Dieser kann die oben aufgeführten Faktoren professionell sowie realistisch einschätzen und gegeneinander abwägen. Neben den Fakten hilft auch Erfahrung, den Wert eines Grundstücks verlässlich einzuschätzen.

  • 100% kostenlos
  • Professionelle Immobilienbewertung vor Ort
  • Deutschlandweite Maklerabdeckung
  • Passende Makler aus Ihrer Region
  • Persönliche Betreuung bis zum Verkauf

Welche Unterlagen benötige ich für den Grundstücksverkauf?

Wenn Sie nicht mit einem Immobilienmakler zusammenarbeiten, müssen Sie sich selbstständig um wichtige Unterlagen für den Verkauf kümmern. Legen Sie sich dafür am besten eine Mappe mit den Kopien der Dokumente an. Diese sind nicht nur für die Übergabe des Grundstücks wichtig, sondern viele Kaufinteressenten wollen bereits bei der Besichtigung einen Einblick in einige dieser Unterlagen erhalten.

Zu diesen gehören zum Beispiel:

  • Flurkarte
  • aktueller Grundbuchauszug
  • Grundsteuerbescheid
  • Bebauungsplan
  • Flächennutzungsplan
  • Baulastenverzeichnis
  • Altlastenverzeichnis
  • Erschließungsnachweise

Der Bebauungsplan

Im Bebauungsplan lässt sich ermitteln, ob es sich bei einem Stück Land um Bauland handelt. Dafür können Sie sich an die zuständigen Behörden Ihrer Stadt, wie an das Bauordnungsamt oder Stadtplanungsamt, wenden, um Auskünfte einzuholen.

Wenn kein qualifizierter Bebauungsplan vorliegt, kann auch eine Bauvoranfrage sinnvoll sein, bevor Sie Ihr mögliches Bauland verkaufen. Eine Bauvoranfrage ist wesentlich einfacher strukturiert und kostengünstiger, als ein richtiger Bauantrag. Diese zielt darauf ab, eine verbindliche Rechtsauskunft der Baubehörde zu erhalten, um gegenüber dem potentiellen Käufer des Baugrundstücks eine belastbare Aussage über die Bebaubarkeit machen zu können.

Der Flächennutzungsplan

Der Flächennutzungsplan ist genauso wichtig wie der Bebauungsplan. Er stellt nämlich dar, wie die Flächen im jeweiligen Gebiet genutzt werden sollen, also ob es sich bei Ihrem Grundstück um ein Baugrundstück handelt. Damit können zum Beispiel Flächen für Wohnbau, Verkehr oder Landwirtschaft gemeint sein.

Professionelles Exposé

Je professioneller und aussagekräftiger ein Exposé gestaltet wird, desto eher kommen Besichtigungen zustande. Dieses Schriftstück soll nämlich potenzielle Käufer anlocken und zu einem erfolgreichen Verkauf Ihres Grundstücks führen. In dem Dokument wird nicht nur die Immobilie ausführlich beschrieben, sondern professionelle Bilder gehören auch dazu.

Welche Kosten können bei einem Grundstücksverkauf anfallen?

Bei dem Verkauf Ihres Grundstücks können Kosten auf Sie zukommen, wenn beispielsweise noch eine Hypotheksbelastung vorliegt und diese vorzeitig durch den Kaufpreis des Grundstücks getilgt wird. In diesem Fall kann die Bank nämlich eine Vorfälligkeitsentschädigung erheben. Weitere Kosten, die auf Sie zukommen könnten, sind folgende:

  • Kosten für die Löschung der Grundschuld
  • Kosten für die Erschließung
  • Kosten für die Erstellung eines Gutachtens
  • Kosten (1,5 %) für den Notar
  • Kosten für die notwendigen Unterlagen
  • Kosten für die Beauftragung eines Maklers

Seit Ende 2020 werden die Kosten für einen Makler zwischen dem Käufer und dem Verkäufer aufgeteilt. Sie werden mindestens 50 Prozent dieser tragen müssen. Die restlichen Kosten, wie zum Beispiel die Abwicklungskosten des Kaufvertrages, trägt hauptsächlich der Käufer.

Mit welchen Steuern ist bei einem Grundstücksverkauf zu rechnen?

Bei dem Verkauf Ihres Grundstücks aus Ihrem Privatvermögen fällt die Spekulationssteuer an, wenn Sie dieses innerhalb der 10-Jahres-Frist nach Erwerb verkaufen. Der Gewinn Ihres Grundstücksverkaufs ist steuerpflichtig und Sie sollten damit rechnen, bis zu 40 Prozent aufgrund der Gewinnsteuer zu verlieren. Wenn Sie die Spekulationsfrist also eingehalten haben, wird der Verkauf in der Regel steuerfrei.

Innerhalb der Frist gibt es außerdem eine Ausnahme nach § 23 des Einkommensteuergesetzes unter folgender Bedingung: Das Grundstück wurde “[...] ausschließlich zu eigenen Wohnzwecken oder im Jahr der Veräußerung und in den beiden vorangegangenen Jahren zu eigenen Wohnzwecken genutzt [...].”

Die Spekulationssteuer kann in der Steuererklärung zum Beispiel unter der Rubrik “Andere Einkunftsarten” in der Anlage “Sonstige Einkünfte” erfasst werden.

Die Umsatzsteuer fällt bei einem Grundstücksverkauf jedoch nicht an und die Gewerbesteuer müssen Sie nur in bestimmten Fällen bezahlen. Hier ist die Unterscheidung zwischen der Zahlung aus dem Privat- oder Betriebsvermögen entscheidend.

Wenn es sich um einen Grundstücksverkauf innerhalb der direkten Familienlinie handelt, also von Großeltern an Enkel oder von Eltern an Kinder, entfällt die Grunderwerbsteuer. Unter Geschwistern gilt diese Regelung jedoch nicht.

Wie ermittle ich die Zielgruppe für mein Grundstück?

Neben den bereits oben aufgeführten Aspekten müssen Sie sich auch darüber Gedanken machen, an wen Sie Ihr Grundstück verkaufen wollen. Für kleine Grundstücke, auf denen nur ein Einfamilienhaus errichtet werden darf, kommen in erster Linie Privatpersonen als Käufer in Frage. Größere Grundstücke oder Grundstücke, auf denen Mehrfamilienhäuser oder Gewerbeimmobilien gebaut werden dürfen, sind wiederum für Investoren und Bauträger interessant.

Um diesen Interessenten Ihr Grundstück zu verkaufen, benötigen Sie entsprechende Kontakte und Fachkenntnisse über die passenden Werbekanäle. Ein erfahrener Makler hat in der Regel ein großes Netzwerk bzw. eine breite Datenbank mit potenziellen Käufern. Dieser weiß außerdem, über welche Werbekanäle er Interessenten erreicht, sodass ein passender Käufer für Ihr Grundstück gefunden wird.

Worauf muss ich bei Besichtigungen meines Grundstücks achten?

Zwar kann, anders als bei einer Immobilienbesichtigung, bei einem Grundstück nicht viel gezeigt werden, dennoch sollten Sie Ihr Grundstück im besten Licht präsentieren. Und das ist zweierlei gemeint:

  • Führen Sie die Besichtigungen, wenn möglich, bei Tageslicht sowie bei gutem Wetter durch, sodass Ihr Grundstück schön einladend wirkt
  • Überzeugen Sie die Kaufinteressenten von Ihrem Grundstück und liefern Sie diesen aussagekräftige Argumente, die den Verkaufspreis rechtfertigen

Führen Sie zudem bereits alle nötigen Unterlagen bei sich und bereiten Sie sich auf mögliche Fragen vor, um eine professionelle Antwort geben zu können. Gerne können Sie sich einen erfahrenen Makler zur Seite holen, der Sie unterstützt und der weiß, wie er Ihr Grundstück am besten präsentiert und wie er den bestmöglichen Preis verhandelt.

Bieterverfahren beim Grundstücksverkauf

Liegt Ihr Grundstück in einer attraktiven Lage und haben Sie bereits mehrere Kaufinteressenten gefunden, kann sich das Bieterverfahren lohnen. Hierbei wird das Grundstück mit einem Mindestgebot inseriert und Interessenten können, nach Zusendung des Exposés, ein Kaufangebot vorlegen. Durch die Konkurrenz unter den möglichen Käufern wird der Verkaufsprozess oft beschleunigt und ein besserer Preis kann erzielt werden.

Worauf muss ich beim Kaufvertrag achten?

Sobald ein passender Käufer gefunden und der Verkaufspreis bestimmt wurde, sollte unbedingt eine Überprüfung des Kaufvertrages auf Korrektheit sowie Vollständigkeit sowie eine Bonitätsprüfung des Käufers erfolgen. In dem Vertrag sollten zum Beispiel folgende Inhalte enthalten sein:

  • Angaben zu den beiden Vertragsparteien
  • Angaben zu dem Grundstück
  • Angaben zu dem Kaufpreis
  • Aktueller Inhalt des Grundbucheintrages

Der Kaufvertrag wird dann von dem Notar beurkundet und der Verkauf wird mit der Eintragung des neuen Eigentümers in das Grundbuch letztendlich rechtswirksam gemäß § 311b des Bürgerlichen Gesetzbuches. Das heißt: Ohne Notar ist ein Kaufvertrag nicht gültig!

Außerdem ist ein Grundstücksverkauf in der Regel bereits mit einer Auflassungsvormerkung versehen, die dem Käufer eine hohe Sicherheit gibt. Diese Vormerkung erfolgt im Grundbuch durch einen Notar und bedeutet einfach, dass es zu einer vertraglichen Einigung zwischen den beiden Parteien gekommen ist.

Wenn der Käufer zum Beispiel noch nicht die notwendigen finanziellen Mittel besitzt, das Grundstück zu bezahlen, kann auch ein notariell beurkundeter Vorvertrag erstellt werden. Solch eine “Reservierung” bietet beiden Parteien eine gewisse Sicherheit.

Vollmachten bei einem Grundstücksverkauf

Wenn eine der beiden Vertragsparteien nicht bei dem Notartermin anwesend sein kann, kann zum Beispiel eine Vollmacht übergeben werden. Diese muss notariell beglaubigt sein, damit sie rechtskräftig wird. Es wird zwischen verschiedenen Vollmachten, wie beispielsweise zwischen der General- oder Vorsorgevollmacht unterschieden.

Privatverkauf oder Zusammenarbeit mit einem Makler?

Nun haben Sie viel über den Grundstücksverkauf erfahren und wissen, welche Aspekte Sie bedenken müssen. All diese Aufgaben alleine zu stemmen, bedeutet vor allem einen hohen zeitlichen Aufwand. So ein Verkaufsprozess kann unterschiedlich lange dauern - es reicht von ein paar Wochen bis hin zu Monaten, wenn nicht sogar Jahren. Zudem sollten Sie die notwendige Kompetenzen, wie eine ausgiebige Ortskundigkeit oder Verhandlungsgeschick besitzen, damit der Verkauf ein voller Erfolg wird.

Können Sie diese Aspekte nicht erfüllen, sollten Sie einen Makler kontaktieren, der Sie von Anfang an begleitet und viele Aufgaben für Sie übernimmt. Gerne können Sie hier Kontakt mit HAUSGOLD aufnehmen und wir vermitteln Ihnen einen professionellen sowie erfahrenen Makler.

Häufig gestellte Fragen:

Bei einem Grundstücksverkauf muss der Verkäufer vor allem drei Kostenpunkten prüfen:

  1. Beim Verkauf mit einem Makler werden seit Dezember 2020 mindestens die Hälfte der Maklergebühren vom Verkäufer getragen
  2. Wird ein Grundstück, das nicht selbst bewohnt wurde, innerhalb von zehn Jahren verkauft, muss der Verkäufer eine Spekulationssteuer zahlen
  3. Zwar trägt der Käufer die Notarkosten, doch besteht der Verkäufer auf ein Notaranderkonto, trägt er diese Kosten selbst

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Bei einem Grundstücksverkauf sollte auf jeden Fall die Spekulationssteuer bedacht werden, wenn die 10-Jahres-Frist nicht eingehalten wurde. Zudem kann eine Gewerbe- sowie Grunderwerbssteuer anfallen.

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Die neue Regelung zur Verteilung der Maklergebühr wurde im Mai 2020 verabschiedet und wird seit Dezember 2020 umgesetzt.

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