Immobilienpreise
Wie sich der deutsche Immobilienmarkt entwickelt

Die Immobilienpreise auf dem deutschen Immobilienmarkt sind immer wieder Schwankungen unterlegen und haben nicht unbedingt direkt etwas mit dem Verkehrswert eines Verkaufsobjektes zu tun. Erfahren Sie, welche Faktoren auf den Immobilienpreis wirken und wie sich der Immobilienmarkt in Deutschland entwickelt.

Immobilienmarkt im Überblick

Genau aufgeschlüsselt setzen sich die Einflüsse auf den Immobilienpreis nicht nur in Deutschland aus folgenden Komponenten zusammen. Tendenzielle Entwicklungen erlauben aussagekräftige Prognosen durch Fachleute wie Immobilienmakler. Ihnen zufolge sind mögliche Einflüsse auf den Immobilienpreis:

  • Konjunktur und Einkommen, abgebildet durch reales Bruttoinlandsprodukt, reale Bauinvestitionen und reales Lohnwachstum
  • Inflation und Zinsen, ersichtlich aus der durchschnittlichen Jahresbesteuerung, dem 3-Monats-Libor EUR und der Rendite für 10-Jahres-Bundesanleihen
  • Bevölkerung und Beschäftigung wie Bevölkerungsanzahl, Beschäftigung und Arbeitslosenquote

Immobilienpreise in Deutschland

Immobilienpreise in Hamburg
Immobilienpreise in Berlin
Immobilienpreise in Dortmund
Immobilienpreise in Leipzig
Immobilienpreise in Köln
Immobilienpreise in Stuttgart
Immobilienpreise in Düsseldorf
Immobilienpreise in Dresden
Immobilienpreise in Essen
Immobilienpreise auf Sylt
Immobilienpreise in München
Immobilienpreise in Bayern
Immobilienpreise in Harburg
Immobilienpreise in Frankfurt am Main
Immobilienpreise in Nordrhein-Westfalen

Immobilienpreisentwicklung

Einflussfaktoren, der Preisentwicklung auf dem Immobilienmarkt:

  • Niedrige Zinsen
  • Attraktive Möglichkeiten der Immobilienfinanzierung
  • Schwankungen an Börsen und Geldmärkten
  • Wiederentdeckung der Immobilie als Anlageobjekt
  • Zuwanderung Unternehmen nach Deutschland
  • Verkehrsinfrastrukturen, insbesondere im Bahnverkehr

Eine der wichtigsten Komponenten im Bereich der Immobilienpreisentwicklung stellt die Höhe der Leitzinsen dar. Sind diese niedrig, wirkt sich das auf den Immobilienpreis aus. Hinzu kommen überzogene Kurse für börsennotierte Immobilien (die sich allerdings mittlerweile wieder normalisiert haben) und eine starke Ausdehnung der Angebote an Geschäftsflächen. Es entsteht ein Ungleichgewicht, das die Preise für Immobilien künstlich ansteigen lässt.

Die Bau- und die Verkaufstätigkeiten bilden auf der einen Seite die Angebote, während sich die Nachfrage nach der Zinspreisentwicklung, dem Bevölkerungszuwachs und der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung in einem Land richtet.

1. Zu wenig Neubauten führen zu höheren Immobilienpreisen

Das Angebot an Immobilien ist knapp. Auch die zahlreichen (geplanten) Neubauten können das nicht decken. Bis 2020 hätten bundesweit fast 400.000 Wohnungen pro Jahr gebaut werden müssen, um den Bedarf abzudecken, der durch die Binnenwanderung und die Zuwanderung entsteht. Viele Wirtschaftsplaner warnen jedoch, dass die aktuelle Bautätigkeit nur einen Bruchteil dessen umfasse. In einzelnen Großstädten gäbe es so extreme Missverhältnisse, dass noch nicht einmal die Hälfte des künftig benötigten Wohnraums geschaffen werde.

2. Immobilien als sichere Geldanlage und Altersvorsorge

Immer mehr Verbraucher sehen eine Immobilie als sichere Geldanlage und als Altersvorsorge. Dabei sind die Möglichkeiten, in Immobilien zu investieren, vielfältig: Man kann sowohl in Gebäude, Bauprojekte oder in Immobilienfonds sein Geld anlegen. Gerade in Zeiten geringer Sparzinsen und potenziell sinkender Renten gelten Immobilien als wertstabil und werfen Renditen in Form von Miete ab. Je größer das Interesse ist, sich ein Haus oder ein Wohnung zu kaufen, anstatt zu mieten, desto höher können die Preise dafür angesetzt werden. Außerdem kommt hinzu, dass in den letzten Jahren der relativ sichere deutsche Immobilienmarkt auch für große in- und ausländische Investoren attraktiv geworden ist.

3. Niedrige Zinsen für Immobilienkredite

Die Zinsen sind aktuell sehr niedrig. Das verleitet viele Deutsche zum Immobilienkauf. Auch teure Objekte scheinen plötzlich greifbar. Verbrauchern wird es leichter als in der Vergangenheit gemacht, einen Baukredit zu erhalten, darum wird mehr bzw. teurer gekauft. Jedoch sollten Verbraucher den Zinseszinseffekt nicht unterschätzen und unbedingt verschiedene Baufinanzierungsangebote miteinander vergleichen, bevor sie einen Kredit für eine (zu) teure Immobilie aufnehmen. Die Zinsen für Immobilienkredite dürften zwar in den kommenden Monaten steigen, aber aller Voraussicht nach immer noch auf einem niedrigen Niveau bleiben.

4. Teure Mietpreise

Auch hohe Mietpreise sorgen für steigende Immobilienpreise. Viele Mieter haben in den letzten Jahren Mieterhöhungen erhalten. Irgendwann fragt man sich, wie weit das noch gehen soll. Das Hamburger Abendblatt berichtete im März 2018, dass fast jeder zweite Hamburger die Hälfte seines Einkommens für Miete zahlt. Selbst überzeugte Mieter geraten bei diesen Zahlen ins Wanken und kalkulieren, ob ein Immobilienkauf rentabler sein könne.

5. Zu wenig neues Bauland

Trotz vorhandener freier Flächen wird das Bauland in Deutschlands Städten knapp. Nicht selten haben sich dort die Preise für Bauland in nur wenigen Jahren vervielfacht. Fachleute empfehlen daher, mehr Agrarland und sonstige Flächen in Bauland umzuwandeln. Aber komplexe rechtliche Vorgaben, unübersichtliche Eigentumsverhältnisse sowie der Widerstand der Bürger machen es oft schwer, das dringend benötigte Bauland zu gewinnen. Und damit schließt sich ein weiterer Kreis: Knappes Bauland wird teurer und sorgt für steigende Immobilienpreise.

Steigende Immobilienpreise: Immobilie jetzt verkaufen?

Empfehlenswert ist der Verkauf einer Immobilie in einer wirtschaftlich guten Marktsituation. In der Tat ist die Nachfrage aktuell hoch und die Zinsen sind niedrig. Viele Menschen spielen daher mit dem Gedanken, eine Immobilie zu kaufen. Für Verkäufer ist das eine gute Ausgangssituation. Vermeiden Sie möglichst, Ihre Immobilie unter Zeitdruck zum Verkauf anzubieten. Sind Sie unsicher, wie die aktuelle Marktsituation einzuschätzen ist, beauftragen Sie einen professionellen Immobilienmakler. Er kennt den örtlichen Markt und seine Entwicklung.

Tipp: Lassen Sie eine kostenlose Immobilienbewertung durch einen qualifizierten Makler vor Ort durchführen. HAUSGOLD findet für Sie kostenlos und unverbindlich den passenden Immobilienmakler!

Nebenkosten beim Immobilienverkauf

Bei dem Verkauf einer Immobilie sollten die entstehenden Nebenkosten nicht unberücksichtigt bleiben. Je nach Spielraum, den Sie sich selbst geben und den Sie mit einem Makler abstimmen, schmälern die Nebenkosten den Verkaufserlös. Welche Kosten in welcher Höhe anfallen, ist je nach Bundesland sehr unterschiedlich. Folgende Positionen sind möglich:

  • Ausgaben für Notar und Grundbuch sind einheitlich geregelt. Die Grunderwerbsteuer variiert jedoch von Bundesland zu Bundesland. Wer welche Kosten übernimmt, sollte Bestandteil des Immobilienkaufvertrags sein.
  • Die Spekulationssteuer, die durch den Verkauf von Häusern, Wohnungen und Grundstücken entstehen kann, geht zulasten des Verkäufers. Diese Steuer kann dann entstehen, wenn die Immobilie oder das Grundstück zuvor nicht selbst oder nur teilweise selbst genutzt wurde.
  • Die Maklervergütung wird bei Vertragserfüllung fällig und ist je nach Bundesland meist vom Käufer allein oder von beiden Parteien zur jeweiligen Hälfte zu bezahlen.

Alle weiteren Aufwendungen, die beim Verkauf einer Immobilie zusätzlich entstehen, berechnen sich als prozentualer Anteil der Verkaufssumme und variieren von Bundesland zu Bundesland.

Immobilienmarkt Deutschland: Preisanstieg wird weiterhin erwartet

Der Trend von steigenden Immobilienpreisen wird wahrscheinlich auch weiterhin anhalten. Begründet kann diese Entwicklung durch die moderat entstehenden Neubauten sein. Dies geht aus einer Pressemitteilung des „Verbands Deutscher Pfandbriefmarken“ hervor. Es handelt sich um eine Analyse der „Immobilienmarkt Deutschland zum Jahresende 2015“ der vdp Tochtergesellschaft vdpResearch. Besonders der Wohnungsmarkt ist von den moderaten Neubautätigkeiten betroffen.

Aber auch auf den Büromärkten sind weniger Leerstände zu verzeichnen. „Hinzu kommt, dass deutsche Wohn- und Gewerbeimmobilien mangels attraktiver alternativer Anlagerenditen bei institutionellen Anlegern aus dem In- und Ausland nach wie vor sehr begehrt sind“, wie Jens Tolckmitt, Hauptgeschäftsführer des Verbandes deutscher Pfandbriefbanken, sagte.

Erfahren Sie mehr über den Immobilienverkauf in Deutschland:

Immobilienverkauf in Frankfurt am Main
Immobilienverkauf in Stuttgart
Immobilienverkauf in München
Immobilienverkauf in Dresden
Immobilienverkauf in Köln
Immobilienverkauf in Dortmund
Immobilienverkauf in Berlin
Immobilienverkauf in Düsseldorf

Steckt Deutschland in einer Immobilienkrise?

Immer wieder werden Stimmen laut, die eine akute Immobilienkrise oder das Platzen einer Immobilienblase beschwören. Eine Immobilienblase platzt, wenn die Preise einbrechen, die Nachfrage plötzlich erheblich niedriger als das Angebot ist. Zwei Szenarien sind dafür verantwortlich:

  1. Angebot nimmt stark zu
  2. Nachfrage bricht plötzlich ein.

Gründe für einbrechende Immobilienpreise:

  • Zu viele Immobilien werden fertiggestellt
  • Die Immobilien sind zu teuer für Normalverdiener

HAUSGOLD Gründer und CEO Sebastian Wagner gibt Antworten zur aktuellen Entwicklung auf dem Immobilienmarkt und ob Deutschland sich in einer Krise befindet.
➤ Lesen Sie hier seine Einschätzung zur Immobilienblase in 2020