Fertighaus oder Massivhaus?
Die Vor- und Nachteile im Vergleich

Das passende Grundstück ist gefunden und schon stehen Bauherren vor der Frage: Selbst bauen oder doch lieber ein Fertighaus? Welche ist die bessere Variante und was ist günstiger? Mit welcher Bauweise lassen sich die Wünsche an die eigenen vier Wände am besten realisieren? Wir stellen beide Bauarten im Vergleich für Sie gegenüber.

Welche Vor- und Nachteile hat ein Fertighaus und ein Massivhaus?

Sowohl Fertig- als auch Massivhäuser haben in Deutschland Tradition und konnten sich fest etablieren. Seit einigen Jahren ist jedoch das Modell Fertighaus im Kommen. Sein ehemals schlechtes Image konnte es ablegen, was nicht zuletzt an der großen Auswahl verschiedener Modelle und dem attraktiven Preis-Leistungs-Verhältnis liegt. Ob Landhausstil, schicke Stadtvilla oder ein moderner Bungalow: Vieles ist möglich.

Beide Hausbauweisen haben ihre Vor- und Nachteile. Vor allem in den Punkten Kosten und Bauzeit unterscheiden sie sich signifikant. Während der Bau eines Massivhauses sowie dessen Innenausbau mehrere Monate in Anspruch nehmen, steht ein Fertighaus oft schon nach einem Tag. Möglich machen dies beim Fertighaus die vorgefertigten Grundelemente, die aus großen Lagerhallen direkt zur Baustelle geliefert werden. Demnach gilt hier die kurze Bauzeit als großes Plus.

Welche Materialien werden bei welchem Bautyp genutzt?

Für ein Fertighaus werden beim Bau vorgefertigte Platten und Holzkonstruktionen verwendet. Massivhäuser werden ganz traditionell aus Beton, Stein oder Holz von Grund auf erstellt und meist ergänzt von Materialien wie

  • Porenbeton
  • Kalksandstein
  • Ziegel

Diese natürlichen Materialien sorgen in Massivhäusern für ein besonders gutes Raumklima. Die schweren Materialien wirken sich beim Massivhaus positiv auf den Schallschutz aus, was besonders für Familien mit Kindern nicht unwichtig ist. Außerdem sorgen massive Steinwände für eine hervorragende Wärmespeicherung sowie für einen optimalen Brandschutz.

Ein Fertighaus ist wegen seiner dünneren Wände kein Garant für schallschutzsicheres Wohnen. Wegen seiner thermisch geschlossenen Außenhülle kann Wärme zwar nicht nach außen entweichen, dafür ist aber auch ein eigenständiger Luftaustausch nicht möglich und es herrscht ein trockenes Raumklima.

Wann sollte welche Bauart gewählt werden?

Möchte ein Bauherr sein Haus bis ins Detail selbst gestalten, ist die Massivbauweise die richtige Wahl. Ein Architekt plant frei nach dessen Wünschen ein individuelles Zuhause und bezieht die Gegebenheiten von dem Grundstück mit in die Planung ein. Auch sind mehrere Handwerksunternehmen am Bau beteiligt. Ein Architekt kann zudem Ihr Grundstück bewerten.

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Fertighaus-Anbieter bieten hingegen verschiedene Grundrissvarianten und Hausmodelle an, aus denen der Bauherr bedingt wählen kann. Die Häuser sind meist komplett standardisiert und werden schlüsselfertig von einem einzigen Unternehmen übergeben.

Mit welchen Kosten ist bei einem Fertig- und Massivhaus zu rechnen?

Bei den Kosten unterscheiden sich Häuser in Massiv- und Fertigbauweise stark voneinander. Die detaillierte Planung und eine lange Bauzeit in den trockenen Monaten treiben die Kosten bei Massivhäusern in die Höhe. Dafür erwartet den Bauherrn am Ende ein Haus mit einer hohen Wertbeständigkeit durch massive Baumaterialien. Bei einem Wiederverkauf winkt außerdem ein höherer Verkaufswert als bei einem Fertighaus.

Ein Fertighaus kostet in der Herstellung durch die vorgefertigten Bauteile wenig und auch die Bauzeit hält sich in Grenzen.

Allerdings wirken sich die qualitativ niedrigeren Materialien auch negativ auf die Lebensdauer der Immobilie und auf einen möglichen Wiederverkaufswert aus. Auch die Möglichkeit des Luftaustauschs und die Brandschutzbeständigkeit sind wesentlich geringer als bei Massivhäusern.

Wir fassen für Sie zusammen

Beide Varianten haben ihre Vor- und Nachteile. Schlussendlich muss der Bauherr entscheiden, welche Bauweise für sein Projekt das größere Potenzial aufweist. Eine eindeutige Empfehlung ist vom jeweiligen Bauvorhaben abhängig. Was für den einen ein Nachteil ist, kann für den anderen zum Vorteil werden. Im Vorfeld sollten angehende Bauherren stets genau abwägen, was die Zeit und den finanziellen Spielraum betrifft. Spezialisierte Unternehmen, Verbände und auch die Industrie- und Handelskammern sind für Bauherren kompetente Ansprechpartner.

Wichtiger Hinweis: Unsere Artikel dienen als informative Ratgeber und stellen demnach keine verbindliche Rechtsberatung dar.

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Häufig gestellte Fragen:

Beide Bauweisen sind in Deutschland traditioneller Weise häufig vertreten. Das Fertighaus nimmt aber an Beliebtheit immer weiter zu, da die Auswahl der Modelle sehr umfassend ist und auch das gute Preis-Leistungs-Verhältnis Käufer anlockt.

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Hier ist das Fertighaus der Vorreiter. Dieses kann sogar schon nach einem Tag fertig an Ort und Stelle stehen. Ein Massivbau hingegen kann eine Dauer von mehreren Monanten mit sich bringen.

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Auch hier gibt es einen großen Unterschied: Während bei einem Fertighaus Holzkonstruktionen sowie vorgefertigte Platten verwendet werden, werden die Massivhäuser aus den Grundmaterialien Holz, Beton oder Stein erstellt.

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Sie sollten sich für einen Massivbau entscheiden, wenn Sie die Immobilie bis auf das letzte Detail selbst mitgestalten möchten. Diese Wünsche wird ein Archtitekt nämlich berücksichtigen.

Bei einem Fertighaus sieht dies anders aus: Sie können hierbei aus verschiedenen Modellen und Grundrissen Ihren Favoriten auswählen. Diese sind standardisiert.

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