Immobiliensteuern sparen in Deutschland, Immobilienbesitzer

Immobiliensteuern in Deutschland steigen

Bund, Länder und Kommunen sorgen für immer höhere Immobiliensteuern bei deutschen Eigentümern. Von 2010 bis 2018 sollen allein die Einnahmen aus der Grund- und Grunderwerbssteuer in Deutschland um 40 Prozent steigen. Dieses Jahr stieg die kommunale Grundsteuer im bundesweiten Durchschnitt um 3,3 Prozent. Weitere Erhöhungen sind bereits angekündigt.

Schon jetzt gilt Deutschland als Spitzenreiter bei Immobiliensteuern. Auf welche Steuerabgaben Sie als Immobilieneigentümer achten müssen, hat talocasa für Sie zusammengefasst.

Immobiliensteuern in Deutschland

Die Grunderwerbssteuer: Für Selbstnutzer und Vermieter gehört die Grunderwerbssteuer zu den unumgänglichen Anschaffungskosten beim Immobilienkauf. Diese einmalige Immobiliensteuer wird beim Kauf eines unbebauten oder bebauten Grundstücks fällig. Bis 2006 lag der Steuersatz bundesweit bei 3,5 Prozent, nun wird dieser aber in jedem Bundesland individuell festgelegt. Es fallen daher unterschiedliche Steuersätze in Deutschland an. So liegen sie in Bayern und Sachsen noch immer bei den ursprünglichen 3,5 Prozent, im Saarland, in Nordrhein-Westfalen und in Schleswig-Holstein jedoch schon bei 6,5 Prozent des Kaufpreises.

Die Grundsteuer: In Deutschland werden kommunale Immobiliensteuern jährlich auf das Grundeigentum erhoben. Die Grundsteuer ist daher deutschlandweit unterschiedlich hoch und wird über den Hebesatz geregelt. Die Höhe des Hebesatzes richtet sich nach dem Wert des Grundstücks und der Art der Bebauung, auch Faktoren wie Lage und Größe der Immobilie wirken sich auf den Hebesatz aus. Wie auch bei der Grunderwerbssteuer, wurden die Grundsteuerabgaben in den letzten Jahren kontinuierlich in die Höhe getrieben.

Die Spekulationssteuer: Beim Verkauf der Immobilie kann für den Immobilieneigentümer die Spekulationssteuer fällig werden. Die Höhe der Immobiliensteuern hängt dabei von der Höhe des Wertzuwachses und vom Einkommenssteuersatz ab. Liegt allerdings zwischen der Anschaffung der Kapitalanlage und dem Verkauf ein Zeitraum von mehr als zehn Jahren oder wurde das Objekt in den beiden vorangegangenen Jahren vom Immobilieneigentümer selbst bewohnt, ist der Verkauf steuerfrei und der Veräußerungsgewinn aus dem Immobilienverkauf muss somit nicht als Einkommen versteuert werden.

Die Erbschaftssteuer: Seit 1906 fällt bei Erbschaften die Erbschaftssteuer an, wobei die Höhe vom aktuellen Marktwert der Immobilie abhängt. Jedem Erbe steht dabei jedoch auch ein Freibetrag zu, für dessen Höhe der Verwandtschaftsgrad bedeutend ist. Ehepartner haben beispielsweise einen Freibetrag in Höhe von 500.000 Euro, Enkel hingegen können nur Immobilien mit einem Wert bis zu 200.000 Euro steuerfrei erben.