Smart Home – Wie intelligent ist Ihr Haus?

Das Haus ist schon vorgeheizt oder (aus aktuellem, sonnigen Anlass) klimatisiert, die Badewanne eingelaufen und die entspannte Feierabendmusik von Frank Ocean spielt bereits leise und angenehm aus modernen Lautsprecherboxen im Hintergrund. Auf dem Weg von der Arbeit nach Hause neigt man schnell dazu sich den perfekten und entspannten Feierabend vorzustellen. Ihn herzurichten mögen nach einem anstrengenden Tag aber nur die allerwenigsten. Diesem Problem wirkt verstärkt seit einigen Jahren ein neuer, scheinbar unaufhaltsamer Trend entgegen: Das Smart Home ist auf dem Vormarsch und erobert die Wohnzimmer Deutschlands.

Was genau ist denn so attraktiv am Smart Home? Per Knopfdruck kann man von unterwegs aus die fleißigen, technischen Systemchen des Smart Homes für sich arbeiten lassen. Nicht mal zwei Finger muss man dafür krümmen, nur einen – und zwar im wahrsten Sinne des Wortes. Über das Smartphone kann man direkt mit seinem Smart Home kommunizieren. Klingt komisch? Wir verraten Ihnen, was (oder wer?) sich hinter einem Smart Home versteckt und geben Ihnen ein paar Vernetzungsbeispiele mit auf den Weg. Viel Spaß beim Lesen und Staunen!

Smart Home – Was ist das?

Übersetzt bedeutet Smart Home wortwörtlich „intelligentes Haus“. In so einem schlauen Haus sind handelsübliche Haushaltsgeräte, wie zum Beispiel ein Kühlschrank oder Lampen, mit Multimedia-Geräten, wie einem Fernseher oder Radio, miteinander verbunden. Damit die verschiedenen Geräte der unterschiedlichen Hersteller auch miteinander kommunizieren können, werden sie durch eine zentrale Steuerungsinsel mittels Internet und/oder Bluetooth miteinander verbunden. Experten und Hersteller nennen solche Inseln auch „Connecter“ („Verbinder“) oder „Controller“ („Kontrollierer“). So ein Controller funktioniert wie eine Universalfernbedienung für alle Geräte, die mit ihm verbunden sind. Über ein Smartphone oder Computer können dann beliebig viele Geräte von unterwegs oder zuhause ferngesteuert werden.

Ziele dieser hoch technologisierten Verfahren sind unter anderem eine Erhöhung der Wohn- und Lebensqualität, Sicherheit und eine effiziente Energienutzung. Der Begriff „Smart Metering“ ist daher eng mit dem Thema verbunden. Hier liegt der Schwerpunkt ausschließlich auf einer intelligenten Regulierung des Energieverbrauchs.

Seit der Jahrtausendwende bauen Unternehmen die Smart-Home-Technologie kontinuierlich aus– mit großem Erfolg. Der Verband der Elektrotechnik, Elektronik und Informationstechnik sagt voraus, dass das Smart Home bereits 2025 in jedem Haushalt Standard sein wird. Des Weiteren interessieren sich bereits mehr als drei Viertel der deutschen Internet-Nutzer für die Smart-Home-Technologie. Gründe dafür sind unter anderem die steigende digitale Vernetzung sowie der Wunsch nach mehr Komfort und Energieeffizienz.

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In welchen Bereichen ist ein Smart Home sinnvoll?

Ein Smart Home kann den stressigen Alltag durchaus entlasten, da es dem Nutzer viele Steuer- und Überwachungsmöglichkeiten abnimmt. Gleichzeitig hilft ein intelligentes Zuhause dabei Kosten zu sparen, da es den Energieverbrauch effizient auf seine Bewohner abstimmt. Im Folgenden stellen wir Ihnen einige Möglichkeiten vor, wo ein Smart Home für Sie vorteilhaft sein könnte.

Die intelligente Heizung

Deutschland ist ein Land, was in der gemäßigten Klimazone liegt. Die zwei Jahreszeiten, Sommer und Winter, sind sehr ausgeprägt. Folglich ist die Heizung im Sommer fast immer aus und im Winter läuft sie dauerhaft auf Hochtouren. Die Temperaturen im Frühling und Herbst sind dagegen großen Schwankungen ausgesetzt – Wohlfühltemperatur und Energieersparnis werden zum Taktierspiel. Mittlerweile gibt es smarte Wand- und Heizungsthermostate, die für fast alle Heizungsarten zur Verfügung stehen. Doch was genau macht sie smart? Das hängt unter anderem von der eingebauten Technologie ab. Einige Unternehmen setzen zum Beispiel auf das moderne Geofencing. Hierbei schaltet sich das Thermostat automatisch aus, sobald die Bewohner nicht mehr im Hause sind. Auf der anderen Seite schaltet sich die Heizung von alleine wieder an, wenn sich ein Bewohner dem Haus nähert.

Eine andere Strategie richtet sich nach den Heizgewohnheiten der Hausbewohner. In einer Selbstlernphase lernt das intelligente Heizkörperthermostat, in welchen Räumen und zu welchen Zeiten seine Bewohner besonders viel oder wenig heizen. Auf Basis dieser Daten werden die Heizungen dann automatisch gesteuert. Durch eine App können die Heizpläne selbstverständlich auch spontan manuell angepasst werden.

Hersteller geben an, dass man durch solch intelligente Systeme bis zu 30 Prozent Kosten sparen kann. Einziger Nachteil: Die Anschaffungskosten solcher Geräte können mitunter ziemlich hoch ausfallen. Außerdem muss die Batterie alle ein bis zwei Jahre gewechselt werden. Das Datum für die Wechslung wird einem aber selbstverständlich rechtzeitig per Mitteilung aufs Handy geschickt.

Sich sicher fühlen durch künstliche Intelligenz – Wann ist Schluss?

Sie möchten informiert werden, wenn sich jemand an ihrem Fenster oder der Tür zu schaffen macht oder wenn der Keller mit Wasser vollläuft? Vielleicht wäre es auch gut zu wissen, dass die Kinder nach der Schule oder dem Sport gut zu Hause gekommen sind? Oder dass die Oma ihr Bett um 12 Uhr mittags noch nicht verlassen hat?

Die Einsatzmöglichkeiten und Motive für die Anschaffung einer smarten Technologie im Bereich Sicherheit sind grenzenlos. Somit auch das Angebot an smarten Sicherheitslösungen. So können beliebigste Technologien in das Smart-Home-Netz integriert werden: Tür- und Fensterkontakte, Bewegungsmelder oder gestochen scharfe HD-Bewegungsmelder via Überwachungskamera. Über druckempfindliche Sensoren an der Matratze erhalten Sie sogar Aufschluss darüber, ob das Bett zur gewohnten Zeit verlassen worden ist. Wenn nicht, schlägt das Smartphone Alarm, sodass man sich sicherheitshalber erkundigen kann, ob alles in Ordnung ist. Für die besonders Ängstlichen unter uns kann nach Belieben ein Smart-Home-System erstellt werden, das komplett auf die individuellen Sicherheitsbedürfnisse ausgerichtet ist.

Smarte Sicherheitssysteme verleihen ein gutes und geborgenes Gefühl und verfügen in der Tat über einen sehr hohen Sicherheitsstandard. Mittlerweile sind diese Systeme auch für jeden erschwinglich. Allerdings muss man für sich selbst entscheiden, wie wichtig einem die Privatsphäre und der Datenschutz ist. Bei manchen Systemen mit Überwachungskameras werden aufgenommene Videos und Bilder temporär bis zu einem Monat oder länger auf der herstellereigenen Cloud gespeichert.

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