Viele Hausbesitzer haben die Idee, vor dem Immobilienverkauf einige Renovierungsmaßnahmen durchzuführen, um den Wert zu steigern. Dabei stellt sich jedoch die Frage, ob sich das überhaupt lohnt. Viele Renovierungsarbeiten können Sie aber sogar selbst durchführen, um die Ausgaben vor dem Verkauf gering zu halten. Wie das funktioniert? Hier erfahren Sie wertvolle Tipps.

Vor dem Verkauf renovieren: Lohnt sich das?

Renovierungsmaßnahmen führen fast immer zu einer Wertsteigerung der Immobilie. Allerdings sind diese häufig mit erheblichen Ausgaben verbunden. Daher kann es vorkommen, dass die Kosten der Renovierung die Kosten der Wertsteigerung der Immobilie übertreffen. In diesem Fall lohnt es sich selbstverständlich nicht, vor dem Verkauf zu renovieren. Es ist daher sehr wichtig, sich bei allen Maßnahmen genau zu überlegen, ob diese tatsächlich gewinnbringend sind.

Ab wann sich eine Renovierung lohnt? Hier finden Sie weitere Informationen und Beispiele, ab wann sich die Renovierung vor dem Verkauf lohnt.

In der Regel ist es sinnvoll, zunächst mit einem Immobilienmakler zu sprechen. Dieser kann den aktuellen Wert des Gebäudes sehr gut einschätzen. Darüber hinaus können Sie sich mit ihm über die möglichen Maßnahmen für die Wertsteigerung der Immobilie unterhalten. So erhalten Sie einen realistischen Eindruck davon, wie stark sich der Verkaufspreis erhöht, wenn Sie beispielsweise die Heizungsanlage austauschen oder die Wärmedämmung verbessern.

Handwerker beauftragen: Oft sehr teuer

Für viele Renovierungen ist professionelle Unterstützung notwendig. Sollte beispielsweise das Dach undicht sein oder das Badezimmer nicht mehr den aktuellen Anforderungen entsprechen, ist für die Renovierung nicht nur ein hohes Fachwissen erforderlich, sondern auch viel Arbeitszeit. Die meisten Hausbesitzer sind daher nicht dazu in der Lage, die entsprechenden Maßnahmen selbst durchzuführen.

Energieeffizienz verbessern

Ein sehr wichtiger Aspekt beim Kauf eines Hauses ist die Energieeffizienz. Je höher diese ist, desto geringer sind auf lange Sicht die Heizkosten. Dieser Punkt spielt für zahlreiche Hauskäufer eine wichtige Rolle. Daher hat er einen erheblichen Einfluss auf den Verkaufspreis. Häufig übersteigen die Sanierungskosten allerdings die Wertsteigerung der Immobilie.

Um die Energieeffizienz zu verbessern, können Sie zum einen die Heizungsanlage erneuern und zum anderen die Wärmedämmung verbessern. Bei beiden Maßnahmen handelt es sich jedoch um Aufgaben für Experten. Daher ist es hierfür fast immer notwendig, sich an einen Handwerksbetrieb zu wenden. Das bringt jedoch hohe Ausgaben mit sich, die sich nicht exakt auf den Verkaufspreis aufschlagen lassen.

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Aufgrund der erheblichen Kosten, die die Umsetzung größerer Renovierungsmaßnahmen mit sich bringt, sollten Sie sich vorher ausreichend informieren. Es ist sehr wichtig, Kostenvoranschläge einzuholen und mit einem unabhängigen Immobilienmakler zu besprechen, wie stark die Maßnahmen den Immobilienwert steigern. Nur wenn die Wertsteigerung der Immobilie die Kosten deutlich übertrifft, ist die Durchführung der entsprechenden Projekte sinnvoll.

Haus selbst renovieren: Fast immer lohnenswert

Eine weitere Möglichkeit besteht darin, das Haus selbst zu renovieren. Wenn Sie handwerklich begabt sind sowie Zeit und Lust haben, diese Aufgabe umzusetzen, bestehen auch in diesem Bereich zahlreiche Möglichkeiten, um den Immobilienwert zu steigern.

Der große Vorteil hierbei besteht darin, dass die Kosten deutlich geringer sind. Da die Handwerkerkosten komplett wegfallen, müssen Sie nur für die Materialkosten aufkommen und eventuell das eine oder andere Werkzeug kaufen. Daher sind die Gesamtkosten nicht allzu hoch. Dennoch können auch diese Maßnahmen zu einer Wertsteigerung der Immobilien führen.

Welche Aufgaben können Sie selbst übernehmen?

Das Haus in Eigenarbeit vor dem Verkauf zu renovieren, ist auch als Heimwerker möglich. Allerdings ist es in diesem Fall wichtig, die richtigen Projekte auszuwählen. Zum einen sollten Sie darauf achten, dass für die entsprechende Aufgabe kein professionelles Fachwissen notwendig sein darf. Zum anderen sollte der Umfang angemessen sein, da Sie die Maßnahmen in der Regel alleine umsetzen. In den folgenden Abschnitten haben wir einige Arbeiten für Sie zusammengestellt, die Sie problemlos selbst übernehmen können.

Tipp 1: Fassade streichen

Der erste Eindruck ist auch beim Hauskauf entscheidend. Die Fassade eines Hauses hat einen großen Einfluss auf dessen Wirkung. Wenn die potenziellen Käufer ein positives Bild mit dem Haus verbinden, sind diese eher dazu geneigt, es zu kaufen – selbst wenn die harten Fakten bei einer anderen Alternative besser wären.

Einen Fassadenanstrich können Sie auch ohne große Erfahrung selbst durchführen. Sogar bei verklinkerten Gebäuden macht ein frischer Anstrich des Dachüberstandes und weiterer kleiner Details etwas her.

Tipp 2: Innenräume streichen oder tapezieren

Eine weitere Möglichkeit ist es, die Innenräume zu streichen. Diese haben zwar keine Auswirkung auf den ersten Eindruck, den das Haus macht. Doch führen frisch gestrichene Räume dazu, dass sich die potenziellen Käufer wohlfühlen. Das wirkt sich ebenfalls positiv auf die Kaufentscheidung aus.

Wenn die Räume in Ihrem Haus tapeziert sind, bietet es sich außerdem an, die Tapeten zu erneuern, um für ein perfektes Erscheinungsbild zu sorgen. Ist die Wand hinter der Tapete nicht zu porös, sollten Sie darüber nachdenken, diese frisch zu verputzen und auf die Tapete zu verzichten. Denken Sie hier über Ihre Zielgruppe nach, die für Ihr Haus in Frage kommt. Ältere Menschen schätzen Wände mit Tapete, jüngere ziehen in der Regel eine modern verputzte Wand vor.

Tipp 3: Silikonfugen in Küche und Bad erneuern

Die Renovierung der gesamten Küche oder des Badezimmers ist zwar eine Aufgabe für professionelle Handwerker. Allerdings gibt es auch einige Aufgaben, die Sie selbst erledigen können. Ein Beispiel hierfür ist die Erneuerung der Silikonfugen. Wenn diese von schwarzen Flecken übersät sind, macht das einen abstoßenden Eindruck, der bei den potenziellen Käufern ein negatives Gefühl auslöst. Das können Sie verhindern, indem Sie die Silikonfugen erneuern. Auch diese Aufgabe können Sie mit einer passenden Anleitung selbst erledigen. Solche Tipps und Tricks finden Sie beispielsweise in Ratgebern für Heim- und Handwerker.

Tipp 4: Fußböden austauschen

Abgenutzte Fußböden wirken wenig ansprechend. Auch in diesem Bereich können Sie das Haus selbst renovieren, um den Immobilienwert zu steigern. Viele Böden verfügen über ein praktisches Klick-System, sodass Sie diese als Heimwerker problemlos selbst verlegen können. Wer nicht gleich den ganzen Boden auswechseln möchte, kann Echtholzböden eventuell anschleifen und frisch ölen.

Tipp 5: Den Garten pflegen

Viele Verkäufer unterschätzen die Wirkung, die der Garten auf die potenziellen Käufer hat. Dieser ist ebenfalls für den ersten Eindruck sehr wichtig und hat daher einen erheblichen Einfluss auf die Kaufentscheidung. Selbst einfache Maßnahmen wie das Unkraut zu jäten oder den Rasen zu mähen erzielen dabei eine beachtliche Wirkung. Darüber hinaus ist es empfehlenswert, Büsche und Hecken zu schneiden und Bäume zu entasten. Prüfen Sie außerdem, ob die Gartenbeleuchtung funktioniert und tauschen ggf. defekte Leuchtmittel aus.