ImmobiliensteuerZiehen Sie den Kauf einer inländischen Immobilie in Erwägung, erben Sie eine
Immobilie oder sind Sie bereits Immobilieneigentümer, kommen in Deutschland einige Steuerabgaben auf Sie zu. Die Höhe mancher Immobiliensteuern in Deutschland variiert je nach Bundesland.

Bei der Grunderwerbsteuer sind die Bundesländer berechtigt, den Steuersatz festzulegen. Den Hebesatz der Grundsteuer können sogar die Kommunen selbst bestimmen. Die Erbschaftssteuer sowie die Spekulationssteuer hingegen sind deutschlandweit festgelegt.

Die Grunderwerbsteuer

Für Selbstnutzer und Vermieter gehört die Grunderwerbsteuer zu den unumgänglichen Anschaffungskosten beim Immobilienkauf. Diese einmalige Immobiliensteuer wird beim Kauf eines unbebauten oder bebauten Grundstücks fällig. Bis 2006 lag der Steuersatz bundesweit bei 3,5 Prozent, nun wird dieser aber in jedem Bundesland individuell festgelegt. Es fallen daher unterschiedliche Steuersätze in Deutschland an. So liegen sie in Bayern und Sachsen noch immer bei den ursprünglichen 3,5 Prozent, im Saarland und in Schleswig-Holstein jedoch schon bei 6,5 Prozent des Kaufpreises.

Grundsätzlich sind sowohl Käufer als auch Verkäufer beim Immobilienverkauf Steuerschuldner. In den meisten Fällen wird die Zahlungspflicht im notariellen Kaufvertrag aber auf den Käufer umgelegt. Wurde die fällige Grunderwerbsteuer gezahlt, erhält der Käufer vom zuständigen Finanzamt die Unbedenklichkeitsbescheinigung. Diese benötigt der Käufer, um seine neuerworbene Immobilie im Grundbuch eintragen zu lassen und so als rechtmäßiger Eigentümer zu gelten.

Die Grundsteuer

Eine weitere Immobiliensteuer ist die sogenannte Grundsteuer. In Deutschland wird diese jährlich auf Immobilien erhoben. Die Grundsteuer wird von den Kommunen festgelegt und ist daher deutschlandweit unterschiedlich hoch. Dies geschieht über den Hebesatz. Die Höhe des Hebesatzes richtet sich nach dem Wert des Grundstücks und der Art der Bebauung, auch Faktoren wie Lage und Größe der Immobilie wirken sich auf den Hebesatz aus.

Wird die Immobilie nicht vom Eigentümer selbst genutzt, sondern ist vermietet, wird die Grundsteuer in der Regel auf den Mieter umgelegt. Im Falle eines unverschuldeten Mietausfalls in großer Höhe können Sie als Vermieter bei der zuständigen Kommune einen Grundsteuererlass beantragen.

Wie auch bei der Grunderwerbssteuer, wurden die Grundsteuerabgaben in den letzten Jahren kontinuierlich in die Höhe getrieben. Im internationalen Vergleich nimmt Deutschland inzwischen eine Spitzenposition bei der Immobiliensteuer ein.

Die Spekulationssteuer

Im Allgemeinen sind Einnahmen aus privaten Veräußerungsgeschäften steuerpflichtig. Die Spekulationssteuer kann für den Immobilieneigentümer fällig werden, wenn dieser seine private Immobilie verkauft. Die Höhe der Steuer hängt dabei von der Höhe des Wertzuwachses und vom Einkommenssteuersatz des Immobilienverkäufers ab.

Aber nicht immer muss die Spekulationssteuer gezahlt werden: Liegt beispielsweise zwischen der Anschaffung und dem Verkauf der Immobilie ein Zeitraum von mehr als zehn Jahren, ist die Spekulationsfrist abgelaufen und der Verkauf somit steuerfrei.

Auch wenn die Immobilie im Jahr des Verkaufs und in den beiden vorangegangenen Jahren vom Immobilieneigentümer selbst bewohnt wurde, muss der Veräußerungsgewinn aus dem Immobilienverkauf nicht als Einkommen versteuert werden.

Die Erbschaftssteuer

Erben Sie eine Immobilie, fällt üblicherweise in Deutschland seit 1906 die sogenannte Erbschaftssteuer an. Jedem Erbe steht dabei ein Freibetrag zu, der von der Erbschaft abgezogen werden kann. Für dessen Höhe ist der Verwandtschaftsgrad bedeutend:

  • Ehepartner: 500.000 Euro Freibetrag
  • Kinder, Stiefkinder: 400.000 Euro Freibetrag
  • Enkel: 200.000 Euro Freibetrag
  • Eltern, Großeltern: 100.000 Euro Freibetrag
  • alle anderen Erben: 20.000 Euro Freibetrag

Die Höhe dieser Immobiliensteuer hängt vom aktuellen Marktwert der Immobilie ab. Dieser spiegelt den Preis wider, der bei einem sofortigen Verkauf erzielt werden könnte. Je nachdem, ob die Immobilie vermietet ist oder nicht, werden zur Ermittlung der fälligen Steuerabgabe entweder 90 Prozent oder 100 Prozent des aktuellen Marktwerts herangezogen.

Da eine Fehleinschätzung bei der Immobilienbewertung verheerende Auswirkungen auf die Steuerhöhe haben können, ist es wichtig, einem fachkundigen Experten die Wertermittlung Ihrer Immobilie anzuvertrauen. Wenden Sie sich in diesem Fall gern an den Service von HAUSGOLD, der Ihnen aus dem weiten Maklernetzwerk den richtigen Ansprechpartner vermittelt.

Stand: 01/2015

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