Neues Gesetz: Ärger beim Immobilienkredit dank EU-Richtlinie?

Neues Gesetz: Ärger beim Immobilienkredit dank EU-Richtlinie?

Neue Gesetze und Regelungen müssen nicht immer auf Verständnis und Akzeptanz stoßen. Dank der Niedrigzinsen können viele Menschen den Grundstein für ein Eigenheim legen. Ein neues Gesetz könnte aber dafür sorgen, dass einige Bevölkerungsgruppen in Deutschland nicht mehr für einen Immobilienkredit in Frage kommen.

Möglicherweise ist ein Eigenheim durch einen Immobilienkredit nicht mehr so leicht zu erwerben, wie noch vor einigen Jahren. Auch die Sanierung durch einen Kredit (zum Beispiel einem Haus), könnte jetzt schwieriger werden. Das geliehene Geld muss vom Kreditnehmer weitreichender abgesichert werden. Im Grundsatz eine gute Idee. Allerdings könnten die Banken dadurch weniger Geschäfte abwickeln. Auslöser dafür ist die Wohnimmobilienkredit-Richtlinie der EU, welche Ende März in Deutschland von der Bundesregierung umgesetzt worden ist. Bereits vor der Umsetzung der EU-Richtlinie wurde die Vergabe von Krediten bei Immobilien überaus streng geregelt.

Kreditvergabe als wichtiges Instrument von Banken

Ziel der Maßnahme soll sein, dass eine Immobilienblase wie im Jahr 2008, besser verhindert werden kann. Diese Informationen gehen aus einem Artikel der „Huffington Post“ hervor. Experten der Branche üben allerdings Kritik. Die Kreditvergabe an bestimmte Bevölkerungsgruppen sei schwieriger geworden. Diese Kritik kommt vom Bundesverband der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken (BVR), wie die „Huffington Post“ weiter berichtet. Besonders Rentner und Normalverdiener können von der Richtlinie betroffen sein. In Deutschland ist die Richtlinie offenbar auch weitaus strenger in nationales Recht umgesetzt worden als in anderen EU-Staaten. In Österreich sei die Richtlinie der Europäischen Union weitaus verbraucherfreundlicher realisiert worden.

Durchschnittsverdiener und Familien müssen Vorbereitungen treffen

Melanie Schmergal, Sprecherin des BVR, sagte gegenüber der „Huffington Post“, dass ein privater Immobilienkredit von einer Bank nur noch unter der Voraussetzung abgeschlossen werden darf, wenn ,,der Darlehensnehmer seinen Verpflichtungen aus dem Vertrag wahrscheinlich vetragsgemäß nachkommen kann“. Den Banken wird damit ein gewisser Spielraum durch den Gesetzgeber genommen und es wirkt sich eventuell zum Nachteil auf die Kunden aus. Die Zukunft muss man daher jetzt ganz genau beobachten, um die weitere Entwicklung zu analysieren.

Quelle: Huffington Post