Seniorenumzug
alles Rund um den Umzug im Alter

Ein Umzug löst oft verschiedene Gefühle in einem aus. Die Vorfreude auf etwas neues, aber auch Stress und Unbehagen. Vor allem für Senioren bzw. Menschen im hohen Alter kann ein Umzug äußerst unangenehm sein. Neben dem organisatorischen Aufwand kommt in der Regel auch der Trennungsschmerz von den eigenen vier Wänden hinzu. Nicht umsonst gibt es das Sprichwort “Einen alten Baum verpflanzt man nicht”. Manchmal gibt es jedoch keine andere Lösung. Scheuen Sie sich nicht. Auch im hohen Alter kann eine Veränderung etwas erfrischendes mit sich bringen. Damit Sie gut Vorbereitet sind, bietet HAUSGOLD wertvolle Tipps rund um den Umzug im Alter. Erfahren Sie hier mehr!

Wo soll es hingehen?

Der gängigste Beweggrund für einen Umzug bei Senioren ist der gesundheitliche Zustand. Treppen können eventuell nur noch mühsam oder gar nicht mehr überwunden werden, die Pflege rund um das Haus und den Garten fällt zunehmend schwer, oder die Wohnung bzw. das Haus sind einfach zu groß.

Doch wo soll es hingehen? Viele ältere Menschen sträuben sich davor, in ein Pflegeheim oder ein “Betreutes Wohnen” zu ziehen. Es fällt schwer, die Umstände zu akzeptieren, dass nicht mehr alles alleine machbar ist. Es gibt allerdings auch die Sorge darum, die eigene Privatsphäre aufzugeben.

Geeignete Umzugsziele können für Senioren Pflegeheime, ein “Betreutes Wohnen”, aber auch eine kleinere, altersgerechte Wohnung sein. Vorab sollte genauestens überprüft werden, welche Beweggründe für den Umzug vorhanden sind und welcher Wohnort für den nächsten Lebensabschnitt ideal ist.

Faktoren zur Auswahl der neuen Bleibe:

  • Lage des neuen Wohnorts: Orte des täglichen Bedarfs, wie Apotheken, Lebensmittelläden oder Ärzte sollten schnell und sicher erreichbar sein.
  • Barrierefreiheit: Die neue Bleibe sollte im Erdgeschoss liegen oder über einen Fahrstuhl verfügen.

Der Immobilienmakler Kristian Talan, mit besonderer Expertise auf Umzug und Verkauf im Alter, rät: "Gerade um einen Platz in einer Seniorenresidenz sollte man sich frühzeitig kümmern, denn die Wartelisten sind lang. Zu unterscheiden ist dabei noch zwischen privaten Residenzen und Genossenschafts-Residenzen. Es gibt außerdem noch eine weitere Möglichkeit, auch wenn diese noch eine absolute Nische ist: der Mehrgenerationenhaushalt.”

Das komplette Interview finden Sie hier!

Umzug in Eigenregie oder mit professioneller Hilfe?

Ein Seniorenumzug bedeutet viel Arbeit und Zeitaufwand. Da ältere Menschen für gewöhnlich in eine kleinere Bleibe ziehen, muss vorab gründlich aussortiert, entrümpelt oder sogar der ganze Haushalt aufgelöst werden. Als Rentner bzw. älterer Mensch lässt sich diese Aufgabe oft nicht alleine bewältigen. Nun ist die Frage, ob Familie und Freunde die Zeit aufbringen können, diese Arbeit zu übernehmen.

Es ist durchaus sinnvoll, in diesem Fall eine Umzugsfirma zu beauftragen, die die Arbeiten übernimmt. Es gibt sogar Firmen, die sich auf Seniorenumzüge spezialisiert haben.

Machen Sie vorab einen Preisvergleich und achten Sie dabei darauf, welche Arbeiten die Firmen übernehmen.

Es besteht natürlich auch die Möglichkeit, dass die Umzugshilfe für Senioren nur ausgewählte Arbeiten übernimmt. So können Vorarbeiten in Eigenregie und erst der eigentliche Umzug von einer Firma übernommen werden. Es sollte dabei darauf geachtet werden, mit den Vorbereitungen einige Zeit im Voraus zu beginnen. Aussortieren und Entrümpeln nehmen mehr Zeit in Anspruch als man denkt.

Was sollte eine Umzugsfirma alles übernehmen?

Sollten Sie sich dafür entschieden haben, eine Umzugsfirma zu beauftragen, achten Sie auf die angebotenen Leistungen. Folgendes sollte im Angebot enthalten sein:

  • Ein- und Auspackservice: Manche Unternehmen bieten sogar das Verpackungsmaterial, wie Umzugskartons, mit an
  • Abbau der Möbel und anderer schwerer Gegenstände, wie Waschmaschine, Herd etc. in der alten Immobilie
  • Abbau von Lampen, Gardinenstangen usw. sowie Verputzen der Löcher
  • Entfernung von Auslegware (Teppiche, Laminat)
  • Reinigung der Immobilie (auch Dachboden oder Keller), sodass diese direkt übergeben werden kann
  • Transport aller gewünschten Gegenstände in die neue Bleibe
  • Bohrarbeiten in für Lampen, Gardinen, Bilderrahmen usw.
  • Reinigung und Aufbau von Möbeln und anderen Gegenstände

Beachten Sie auf der Suche nach einem idealen Umzugsservice, dass dieser auch die komplette Planung für den Umzug übernimmt.

Viele Umzugsunternehmen für Senioren bieten ebenfalls an, gewünschte Möbel zu entsorgen, bzw. rechnen verwertbare Gegenstände sogar an. Außerdem gibt es Firmen, die Ihre Elektrogeräte bzw. Elektroschrott beseitigen.

Kosten eines Seniorenumzugs durch eine Firma

Die Kosten eines Umzugs durch eine Umzugsfirma werden durch verschiedene Faktoren beeinflusst:

  • Langstreckenumzug oder lokaler Umzug: Umzugsfirmen lassen sich in der Regel Kilometerpauschalen zahlen. Das heißt, je weiter weg Ihre neue Bleibe ist, desto teurer wird der Umzug.
  • Umfang der gewünschten Dienstleistungen: Je nachdem, welche Arbeiten die Umzugsprofis übernehmen sollen, schwanken die Kosten für den Umzug. Sollten Sie oder Ihre Familie Zeit für kleine Arbeiten haben, können Sie auf diesem Weg Geld sparen.
  • Umfang des Hausrats: Je mehr Gegenstände von A nach B transportiert werden müssen, desto größer wird das Umzugsauto sein. Eventuell müssen auch mehrere Fahrten übernommen werden, bzw. Extrafahrten zur Einlagerungshalle. Dieser Kostenfaktor beeinflusst sehr stark den Preis, den die Umzugsfirma verlangen wird.
  • Lage der Immobilie: In welchem Stockwerk ist die Wohnung? Gibt es eine gute Gelegenheit den Umzugswagen zu parken? Verfügt das Haus über einen Aufzug? Je besser die Umstände für die Arbeiter, desto weniger zeitintensiv und somit günstiger wird es.

Machen Sie sich vorab eine Übersicht über alle Dienstleistungen, die Sie in Anspruch nehmen möchten. Setzen Sie sich mit verschiedenen Umzugsfirmen in Verbindung und informieren Sie sich über die Preise. Auch mit einem Vergleich lässt sich häufig Geld sparen.

Wenn Angehörige den Umzug organisieren

Viele ältere Menschen sind nicht mehr in der Lage sich um einen Umzug zu kümmern. Egal, ob der Umzug auf eigene Faust geschieht oder durch eine Firma, organisatorische Arbeit fällt immer an. Sollten Sie sich als Angehöriger um den Umzug kümmern, versuchen Sie dabei stets die Bedürfnisse der umziehenden Person mit einzubeziehen.

Sollte der Umzug spontan anstehen, z. B. unverhofft nach einem Krankenhausaufenthalt, besteht die Möglichkeit eine Arbeitsverhinderung beim Arbeitgeber anzumelden. Auf diesem Weg können Sie sich 10 Tage frei nehmen und haben vorerst Zeit alles zu organisieren.

Handelt es sich um einen lange im Voraus angekündigten Umzug, gibt es Anlaufstellen, an die Sie sich wenden können. Wenden Sie sich z. B. an die Verbraucherzentraleoder Pflegestützpunkte, diese werden Ihnen bei allen Fragen zur Seite stehen.

Bei einem Seniorenumzug den Überblick nicht zu verlieren ist garnicht so leicht. HAUSGOLD hat Ihnen eine praktische Checkliste zusammengestellt, die Ihnen die Arbeit erleichtert!

Checkliste Seniorenumzug
Download

Vor dem Umzug

Der Umzug für Senioren sollte gut geplant sein. Es stehen einige Dinge an, die nicht übersehen werden dürfen. Neben dem Aussortieren und Entrümpeln der Immobilie sollte folgendes erledigt werden:

  • Holen Sie sich Angebote bzgl. eines Umzugsunternehmen ein
  • Kontaktieren Sie alle wichtigen Behörden und stellen Sie einen Nachsendeauftrag bei der Post
  • Überprüfen Sie, ob Kosten für Ihren Umzug übernommen werden. Kranken- und Pflegekassen bieten diese Leistung an (mehr dazu hier)
  • Eventuell müssen Sie einen Container vom Sperrmüll bestellen, falls Sie entrümpeln wollen
  • Werden für die neue Bleibe Möbel benötigt, sollten diese zeitnah besorgt bzw. bestellt werden, sodass diese direkt im neuen Domizil vorhanden sind

KRISTIAN TALAN: Wie sich Senioren auf den Umzug vorbereiten können, beantwortet Kristian Talan so: “Der aus meiner Sicht wichtigste Punkt: die Entrümpelung. Wirklich nur das behalten, was einem besonders wichtig ist - schließlich ist das neue Zuhause kleiner. Außerdem kommt noch ein psychologischer Faktor hinzu: Besser frühzeitig für Ordnung sorgen, damit die Kinder es später nicht machen müssen. Das unterschätzen die meisten, das ist ein wichtiges Thema."

Hier finden Sie das ganze Interview mit Kristian Talan!

Möbel einlagern, wegschmeißen oder verkaufen

Gegenstände von älteren Menschen erzählen häufig eine Geschichte. Nicht selten leben Senioren, die in ein Pflegeheim ziehen, schon über mehrere Jahrzehnte in ihrer vorherigen Immobilie. Kein Wunder, dass es ihnen schwer fällt, diese Gegenstände einfach wegzuschmeißen. Häufig besteht auch der Wunsch Objekte zu vererben.

Es gibt die Möglichkeit der vorübergehenden Einlagerung in Lagerhallen. Umzugsfirmen, die sich auf Seniorenumzüge spezialisiert haben, bieten diesen Service häufig an. Sie transportieren Ihre Gegenstände in einen der Container ihrer Lagerhallen und übergeben Ihnen den zugehörigen Schlüssel. Auf diesem Weg können Sie sicher sein, dass Ihre Lieblingsstücke gut aufgehoben sind. Der Vorteil bei solchen Hallen ist, dass diese Kamera geschützt sind oder sogar über Wachpersonal verfügen.

Über MyPlace haben Sie die Möglichkeit deutschlandweit Lagerräume anzumieten. Das beste, als Kunde von HAUSGOLD lagern Sie Ihre Möbel die ersten 4 Wochen gratis ein und erhalten weitere 5%.

Mehr dazu hier!

Viele Senioren verfügen ab dem Moment, in dem sie nur noch die Rente erhalten, über wenig Einkommen. Doch haben sich häufig, im Laufe des Lebens, kostbare Gegenstände angesammelt. Für manche besteht nun auch die Möglichkeit ihre Kostbarkeiten zu verkaufen, um den Lebensabend zu finanzieren.

Eine weitere Möglichkeit ist es, Dinge, wie Möbel, Kleidungsstücke oder Spielzeug zu spenden. Wenden Sie sich an Verbände und Organisationen, die über Kleiderkammern oder Sozialkaufhäuser verfügen. Wichtig ist, dass die Objekte in einem guten Zustand sind.

Immobilie richtig entrümpeln

Sowohl Sie als auch Ihre Angehörigen haben keine Energie oder Kapazitäten, die Wohnung bzw. das Haus zu entrümpeln? Handelt es sich um eine komplette Haushaltsauflösung, da Sie in ein Pflegeheim ziehen? Für diese Momente gibt es die Möglichkeit sich an professionelle Entrümpelungsfirmen zu wenden.

Beantworten Sie sich folgende Fragen, bevor Sie sich für eine Entrümpelung in Eigenregie entscheiden:

  • Bin ich körperlich fit genug?
  • Gibt es Menschen, die mir helfen?
  • Wie groß ist das Haus?
  • Habe ich die Zeit, die mich die Entrümpelung kostet?
  • Schaffe ich das emotional?

Wenn Sie diese Auswahl an Fragen beantwortet haben, werden Sie merken, ob Sie sich für oder gegen professionelle Hilfe entscheiden.

Suchen Sie sich helfende Hände, etwa im Freundeskreis oder der Familie und gehen Sie vor einer professionellen Entrümpelung noch einmal alles durch. Sortieren Sie alle persönlichen Gegenstände, die Sie behalten möchten, aus.

Sollten Sie über wertvolle Gegenstände oder Antiquitäten verfügen, holen Sie sich einen Experten ins Haus, der den Wert professionell schätzt. Es gibt auch einige Händler, die die Gegenstände als Kommissionsware annehmen. Auf diesem Weg sparen Sie sich den Aufwand sich um den Verkauf zu kümmern.

Es gibt auch Entrümpelungsfirmen, die diese Leistung anbieten. Zum einen gibt es die Möglichkeit, den Wert der Gegenstände schätzen zu lassen. Zum anderen bieten auch viele Firmen an, den Wert anrechnen zu lassen. So sparen Sie Geld und Zeit.

KRISTIAN TALAN empfiehlt: “Der Zeitfaktor ist wichtig zu bedenken! Sprich man sollte schauen, wie lange es dauert bzw. wie lange man warten muss, bis man in die neue Bleibe oder Seniorenresidenz einziehen kann. Auch wenn es ggf. noch ein bis zwei Jahre dauert, sollte man sich schon um den Verkauf und die Entrümpelung kümmern. Denn eine Zwischenlösung ist rate ich niemanden. Für mich als Makler gut zu wissen: Was ist dem Kunden wichtig, schneller Verkauf oder hoher Preis?”

Das Intervire im Ganzen gibt es hier!

Kosten für Entrümpelung

Einen Pauschalpreis gibt es in der Regel nicht. Der Preis ist von der Größe der Immobilie, sowie dem zeitlichen Aufwand abhängig. Seriöse Firmen bieten vorab eine Besichtigung an. Nach dieser kann zumindest ein grober Preis festgelegt werden. Sie können die Kosten senken, indem Sie vorab eine Bestandsaufnahme Ihrer Gegenstände durchführen und diese “sortieren”. Vermerken Sie dabei, ob das Objekt verkauft, gespendet oder entsorgt werden soll.

Was passiert mit dem Haus bei Seniorenumzug?

Viele Senioren sind im Besitz einer Immobilie. Nun stellt sich die Frage, was damit passieren soll. In diesem Fall gibt es verschiedene Möglichkeiten:

  • die Schenkung der Immobilie
  • die vorzeitige Vererbung
  • der Verkauf

Sollten die finanziellen Mittel nicht ausreichen, die Pflegekosten zu bewältigen, kann es durchaus sinnvoll sein, die Immobilie zu verkaufen. Worauf Sie dabei achten sollten und welche Möglichkeiten es gibt, zeigen wir Ihnen in unserem Artikel:

Was passiert mit Haustieren bei einem Umzug ins Pflegeheim?

Viele ältere Menschen leben gemeinsam mit einem Haustier. Sei es eine Katze, ein Hund oder ein Kanarienvogel. Haustiere bieten Liebe und Geborgenheit, für viele äletere Menschen ein sehr wichtiger Bestandteil ihres Lebens. Doch was passiert mit dem Haustier, sollte es zu einem Umzug in ein Pflegeheim kommen? Es gibt keine gesetzliche Vorschrift, welche regelt, ob ein Tier mit in das Pflegeheim mitgenommen werden kann oder nicht. Es gibt inzwischen einige Heime, die es erlauben ein Haustier mitzubringen. Für viele ist der Mehraufwand jedoch zu groß.

Steht ein Umzug in eine neue barrierefreie Wohnung an, gibt es zum Glück keinen Grund, das Haustier nicht mitzunehmen. Doch häufig sind auch die Haustiere der Senioren schon etwas betagter. Wie lässt sich also ein Umzug mit alter Katze oder altem Hund, für diese so stressfrei wie möglich gestalten?

Schon bei den Vorbereitung wird Ihr Tier merken, dass sich etwas verändert. Die vielen Umzugskartons können womöglich jedoch für viel Freude und Spielmöglichkeiten sorgen. Spannend wird erst der Tag des Umzugs. Sorgen Sie dafür, dass Ihr Tier einen geeigneten Rückzugsort hat. Stellen Sie einen vertrauten und beliebten Gegenstand (Kratzbaum, Sessel, Decke) in eine ruhige Ecke. Sollten Sie sich ebenfalls gestresst fühlen, nutzen Sie den Raum auch für sich. So können Sie und ihr Vierbeiner sich gegenseitig unterstützen. Transportieren Sie Ihr Haustier als letztes in Ihr neues Domizil.

Geben Sie Ihrem liebsten Haustier viel Ruhe, um sich in der neuen Bleibe wohlzufühlen. Lassen Sie ihm Zeit alles zu erkunden. In der Regel gewöhnen sich Tiere schnell an ein neues Zuhause, solange das Frauchen oder Herrchen mit dabei ist.

Während des Umzugs

Ein Umzug kann für einen älteren Menschen durchaus sehr stressig sein. Nicht nur der Trubel, der bei einem Umzug entsteht kann für Unbehagen sorgen, auch die Emotionen, die entstehen, können sehr anstrengend sein. Es besteht die Möglichkeit, eine vertraute Person aus Ihrer Familie oder Ihren Freundeskreis für die Umzugshelfer zur Verfügung zu stellen. Oder Sie sorgen vorab dafür, dass sie immer die Möglichkeite haben, an einen ruhigen Ort zu kehren, an dem Sie kurz durchatmen können.

Beachten Sie bitte, dass Sie alle nötigen Unterlagen, Medikamente, Kleidungsstücke usw., die Sie für den Tag des Umzugs und eventuell den Folgetag benötigen, vorab bereitlegen. Wenn möglich, schlafen Sie die erste Nacht bei einer Vertrauensperson, sodass Sie Ihre erste Nacht in den fertigen vier Wänden genießen können.

Wichtig ist jedoch, dass eine Person vor Ort ist, die alles überblickt und einen Plan hat. Fragen Sie in Ihrem Freundeskreis oder bei Ihren Verwandten nach.

Nach dem Umzug

Nun heißt es, sich neu einzurichten. Beachten Sie dabei direkt, dass Sie sich Ihr neues Domizil altersgerecht gestalten. Sollten Sie in ein Pflegeheim ziehen, ist dieses natürlich schon dem Alter entsprechend eingerichtet. Ziehen Sie allerdings in eine neue Wohnung, beachten Sie dabei folgendes:

  • Stellen Sie die Räume und den Flur nicht zu voll. Sollten Sie einen Rollator bzw. Rollstuhl benötigen, können Sie weiterhin unbeschwert durch die Wohnung fahren.
  • Ermöglichen Sie sich durch Sitzgelegenheiten in jedem Raum, eine Möglichkeit zu verschnaufen.
  • Beachten Sie, dass Sie den Zustieg in die Dusche problemlos bewältigen können. Es gibt ausreichend Vorrichtungen, die Ihnen behilflich sein können.

Pflegekassen und Krankenkassen übernehmen häufig Kosten für Neuanschaffung bzw. Anpassungen an der Immobilie. Wovon das abhängig ist, erfahren im näcshten Absatz!

Zuschuss für Seniorenumzug

Wie schon erwähnt, verfügen viele Senioren über eine geringe Rente und haben wenig Rücklagen. Ein Umzug im Alter kann jedoch teuer werden. Der Umfang des Umzugs ist in der Regel größer, als bei einem “gewöhnlichen Umzug”. Es besteht für Senioren die Möglichkeit, einen Zuschuss zu beantragen. Der Gesetzgeber sieht im Sozialgesetzbuch einen Zuschuss für “wohnumfeldverbessernde Maßnahmen” vor. Diese finanzielle Unterstützung können Pflegebedürftige bei der Pflegekasse beanspruchen. Es handelt sich dabei um einen Zuschuss von 4.000 € pro Person. Sollten Sie als Ehepaar umziehen, stehen Ihnen also 8.000 € zur Verfügung.

Es müssen allerdings einige Bedingungen erfüllt werden:

  • Sie verfügen über einen Pflegegrad (1-5)
  • Ihr neues Domizil ist barrierefrei
  • Der Pflegeaufwand wird verringert, da Ihnen die neue Bleibe eine selbstständige Lebensführung ermöglicht

Sie können den Zuschuss der Pflegekassen ebenfalls dafür nutzen, Ihre derzeitige Immobilie altersgerecht umzubauen. Für Umbaumaßnahmen gibt es ebenfalls Investitionsförderungen der KfW Bank.

Die Voraussetzung an Ihr neues Wohnumfeld bedeutet, dass Sie in Zukunft in einem der folgenden Wohnmöglichkeiten leben:

  • in einem Pflegeheim
  • im “Betreuten Wohnen”
  • in einer behindertengerechten Wohnung
  • in einer Wohnung mit behindertengerechten Möbeln
  • im Erdgeschoss oder in einem Haus mit Fahrstuhl bzw. Treppenlift

Setzen Sie sich rechtzeitig mit Ihrer Pflegekasse in Verbindung, um die Übernahme der Kosten zu klären. Machen Sie sich vorab Notizen mit etwaigen Fragen bzgl. Ihres persönlichen Umzugs.

Häufig gestellte Fragen:

Der Gesetzgeber sieht vor, das ein Umzug für wohnumfeldverbessernde Maßnahmen, bezuschusst wird. Es kann ein Antrag bei der Pflegekasse gestellt werden, wodurch die betroffene Person einen Zuschuss von 4.000 € erhält.

Welche Voraussetzungen erfüllt werden müssen erfahren Sie hier!

Um eine Zuschuss für den Umzug erhalten müssen Sie folgende Kriterien erfüllen:

  • Sie verfügen über einen Pflegegrad (1-5)
  • Ihr neues Domizil ist barrierefrei (Pflegeheim, Betreutes Wohnen oder eine altersgerecht gebaute Immobilie)
  • Der Pflegeaufwand wird verringert, da Ihnen die neue Bleibe eine selbstständige Lebensführung ermöglicht

Mehr dazu erfahren Sie hier!

Sollten Sie sich für eine Umzugsfirma entschieden haben, werden die Kosten durch folgende Punkte beeinflusst:

  1. handelt es sich um einen Langstreckenumzug oder lokaler Umzug
  2. Welchen Umfang haben die gewünschten Dienstleistungen
  3. Welchen Umfang bemisst der Hausrats
  4. Wie ist die Lage und das Umfeld der Immobilie

Mehr dazu finden Sie hier!