Immobilienbesichtigung: Der erste Schritt zum Traumhaus

Immobilienbesichtigung: Der erste Schritt zum Traumhaus

Der Kauf einer Immobilie ist oft mit großer Aufregung verbunden. Doch gerade wenn man bei einer Immobilienbesichtigung das Gefühl hat, das Traumhaus gefunden zu haben, heißt es: Genau hinschauen! Denn nichts ist schlimmer, als ein vermeintliches Traumhaus, das sich im Nachhinein als Albtraum entpuppt. Damit der Immobilienkauf zum vollen Erfolg wird, gibt es nachfolgend einige einfache Tipps zur Immobilienbesichtigung:

Entscheidend ist vor allem der Zeitpunkt der Immobilienbesichtigung. Nur bei Tageslicht lassen sich wirklich alle Mängel eines Hauses entdecken. Wer eine Immobilienbesichtigung in den Wintermonaten plant, sollte sie besser auf das Wochenende legen, als nach Feierabend in der Dämmerung zu besichtigen.

Zeit für die Immobilienbesichtigung mitbringen und Routinen erstellen

Ein weiterer Vorteil von Immobilienbesichtigungen am Wochenende: die Zeit. Denn davon sollte man reichlich einplanen. Wer eine Immobilie unter Zeitdruck besichtigt, dem entgehen schnell kleinere Schäden – und das kann später teuer werden.

Überlegen Sie vorab genau, was Ihnen an einer Immobilie wichtig ist und fassen Sie Ihre wichtigsten Kriterien auf einer Liste zusammen. So stellen Sie sicher, dass Sie im Eifer der Immobilienbesichtigung keine entscheidenden Punkte vergessen und alle Kriterien gecheckt haben. Am besten erstellen Sie für Ihre Immobilienbesichtigungen einen genauen Ablauf, den Sie bei jeder Besichtigung beibehalten. Diese Routine hilft auch dabei, Besichtigungen schlussendlich besser miteinander zu vergleichen und erleichtert die Kaufentscheidung.

Immobilienbesichtigung: Das Vier-Augen-Prinzip

Vier Augen sehen mehr als zwei. Darum empfiehlt es sich, Immobilienbesichtigungen nicht alleine anzugehen. Nehmen Sie Ihren Partner oder einen Freund mit. Haben Sie Handwerker oder sonstige Experten im Bekanntenkreis? Dann bitten Sie ihn, die Immobilienbesichtigung gemeinsam mit Ihnen zu bestreiten. Fachleute erkennen möglichen Renovierungsbedarf schneller und können auch die dafür anfallenden Kosten besser abschätzen.

Wer auf Nummer sicher gehen will, ruft einen Immobiliengutachter hinzu. Seine Expertise kostet zwar, aber so wissen Sie am Ende auch, ob Ihre Traumimmobilie den Preis wirklich wert ist.

Immobilie besichtigen? Nicht ohne meine Checkliste!

Mithilfe der zuvor erstellten Checkliste können Sie sich nun von Raum zu Raum arbeiten. Denn es gibt viel zu tun: In jedem Zimmer müssen zum Beispiel Wände, Türen und Fenster auf Mängel überprüft werden. Lassen Sie sich einen Grundriss der Immobilie geben. Stimmen die angegebenen Quadratmeterzahlen mit der Wirklichkeit überein? Gerade in Räumen mit Dachschrägen sollten sie darauf achten, dass die tatsächlich nutzbare Wohnfläche korrekt angegeben ist. Gibt es genug Steckdosen? Worauf Sie bei einer Immobilienbesichtigung im Detail achten müssen, lesen Sie hier.

In den vergangenen Jahren wird Eigentümern das Thema Energie zunehmend wichtiger. Kein Wunder, sind doch die Preise für Strom- und Heizkosten kontinuierlich gestiegen. Und auch der Gesetzgeber wartet mit immer neuen Vorschriften zum Energiesparen auf. Der Energieausweis ist mittlerweile Pflicht, wenn Immobilien verkauft oder vermietet werden. Er gibt Aufschluss über den Energieverbrauch der Immobilie. Über was für eine Heizung verfügt die Immobilie und wie alt ist sie? All diese Fragen und der Energieausweis helfen, einen Überblick über die Energieeffizienz der Immobilie zu erhalten.

Immobilienbesichtigung: Lage und Umgebung prüfen

Die Immobilie ist ein Traum und entspricht Ihren Vorstellungen? Prima! Dann können Sie sich jetzt der Umgebung widmen. Schließlich werden Sie auch hier in den kommenden Jahren viel Zeit verbringen. Gibt es genügend Parkplätze? Wie ist die Anbindung an öffentliche Verkehrsmittel und Autobahnen? Gibt es Schulen, Kindergärten und Supermärkte in direkter Umgebung? Unterschätzen Sie all diese Punkte nicht beim Immobilienkauf und schenken Sie ihnen die nötige Aufmerksamkeit!

Bei Immobilien mit mehreren Eigentümern lohnt sich ein Blick auf die Protokolle der Eigentümerversammlungen. So lassen sich Vor- und Nachteile der Immobilie herausfiltern sowie wertvolle Erkenntnisse zur Gemeinschaft im Haus gewinnen.

Heißer Tipp: Machen Sie nach der eigentlichen Immobilienbesichtigung einen Spaziergang und spitzen Sie die Ohren! Ein Rundgang durch die Nachbarschaft offenbart frühzeitig Lärmquellen und Entfernungen können gleich abgeschätzt werden.

Wertvolle Informationen vom Nachbarn

Die beste Informationsquelle sind aber die Menschen, die schon seit Jahren dort leben, wo Sie nun hinziehen möchten. Suchen Sie also ruhig das Gespräch mit den Nachbarn, wenn es sich ergibt. Sie werden am besten Wissen, ob mit Fluglärm oder laut feiernden Nachbarn zu rechnen ist.