Der Gewerbemakler

Ein Gewerbemakler handelt nicht mit Wohnimmobilien, sondern mit Immobilien wie Büroflächen, Lagerflächen, Ladenflächen oder auch Ateliers und Werkstätten. Für sie gelten andere Gesetze, Maßstäbe und Bedingungen als für Wohnobjekte. Die Gemeinsamkeit mit Wohnimmobilien ist jedoch, dass sich ein Makler als überaus hilfreich erweisen kann. Hier erfahren Sie, was einen Immobilienmakler für Gewerbe ausmacht, wie Sie ihn finden und was er kostet.

Aufgaben eines Maklers für Gewerbeimmobilien

Ein Gewerbemakler übernimmt zahlreiche Aufgaben, weswegen er eine unerlässliche Hilfestellung bei der Findung und Vermarktung von Immobilien ist. Zu seinen Tätigkeiten gehören:

Aufgaben eines Gewerbemaklers

  • Immobilienbewertung
  • Bestimmung des Mietzinses
  • Gestaltung des Mietvertrags
  • Vermarktung des Objektes
  • Findung des Mieters
  • Überprüfung des Mieters
  • Begleitung zum Notartermin
  • After-Sales-Service

Beachtenswert ist, dass bei Gewerbeimmobilien größere gesetzliche Freiräume greifen als bei Wohnimmobilien. Deswegen ist das Heranziehen eines Gewerbemaklers besonders wichtig. Er führt beide Parteien versiert durch die Komplexität von Gewerbeimmobiliengeschäfte, wodurch er Win-win-Situationen kreiert. Gerade bei Lagerflächen und Büroflächen besteht zudem eine erhöhte Flexibilität bei der Innengestaltung. Das wissen erfahrene Makler für Gewerbeimmobilien. Sie können dadurch aufzeigen, dass selbst ein Objekt, was vom Gesuchten eigentlich abweicht, infrage kommen kann. So lassen sich bei Büroimmobilien beispielsweise provisorische Trennwände setzen, die einer »echten« Wand gleichen.

Wie hoch ist die Maklerprovision von einem Gewerbemakler?

Bei der Vereinbarung der Höhe der Maklerprovision besteht bei Gewerbeimmobilien Vertragsfreiheit. Somit kann jeder Gewerbemakler beim Immobilienverkauf oder der Immobilienvermietung sie mit seinem Kunden verhandeln. Bei einer Vermittlung eines Gewerbemietvertrags mit einer Laufzeit von bis zu fünf Jahren, wird oft eine Maklerprovision von drei Monatsmieten angesetzt. Ist die Vermietungszeit länger, werden vier Monatsmieten und mehr veranschlagt. Einige Immobilienmakler für Gewerbeobjekte ziehen dafür die Bruttomonatsmieten heran. Andere greifen auf die Nettomonatsmieten zurück.

Guten Gewerbemakler finden

Als Gewerbemakler kann sich prinzipiell jeder bezeichnen, sofern er einen Gewerbeschein besitzt. Deswegen ist es besonders wichtig, sorgfältig nach einem geeigneten Makler für Gewerbeimmobilien zu suchen. Empfehlungen von Bekannten und Geschäftspartner können hilfreich sein, aber das sind sie nicht zwingend. Immerhin benötigen Sie einen Gewerbemakler, der sich mit dem jeweiligen Immobilientyp in dem jeweiligen lokalen Markt auskennt. HAUSGOLD hilft Ihnen kompetent bei der Maklersuche.

Was macht einen guten Gewerbemakler aus?

Hier sind ein paar Grundkriterien, an denen Sie einen seriösen Makler für Gewerbeimmobilien erkennen:

  1. Referenzen: Der Gewerbemakler verfügt über einen soliden Kundenstamm und ist bereits seit Jahren im Markt aktiv. Seine Referenzen können Sie einsehen, um sich ein besseres Bild von seinem Geschäftsfeld zu machen. Natürlich können Sie auch bei den Gewerbekunden direkt nachfragen, wie Sie den Makler beurteilen.
  2. Zertifikate, Internetbewertungen, Verbandsmitgliedschaft: Ein weiteres Qualitätskriterium kann die Mitgliedschaft in Verbänden wie der RICS oder IVD sein. Onlinebewertungen erweisen sich oft ebenfalls als hilfreich, sofern sie authentisch sind. Des Weiteren helfen Makler-Zertifikate für unterschiedliche Geschäftsbereiche auf die Qualität des Gewerbemaklers hin.
  3. Beratungsablauf: Bereits bei der Beratung merken Sie, wie kompetent ein Makler ist. Anstelle mit Fachbegriffen um sich zu schmeißen, erläutert er Ihnen angepasst an Ihre Anforderungen wertvolles Wissen. So kann er Kauf- oder Mietinteressenten Alternativen aufzeigen. Darüber hinaus weiß er gut über die Standorte Bescheid und wie es um die Bedürfnisse der Kunden bestellt ist.
  4. Transparentes Geschäftsgebaren: Klare Rechnungen bewahren die Freundschaft. Bei Geschäftsbeziehungen ist dies nicht anders. Ein seriöser Gewerbemakler informiert Sie umfangreich und umgehend über die Kostenstruktur. Er legt Ihnen da, wie hoch die Maklercourtage ist und ob er eine Außen- oder Innenprovision veranschlagt.

Häufig gestellte Fragen:

Die Maklerprovision vereinbaren Makler und Auftraggeber frei. Dabei legt der Auftraggeber fest, inwiefern die Courtage zwischen ihm und dem Käufer bzw. Mieter geteilt wird. In der Praxis wird oft die Regelung im betreffenden Bundesland übernommen, welche auch für Wohnobjekte gilt. Doch Achtung: Das muss nicht sein. Oft hängt es schlichtweg von der Marktsituation ab, wer letztlich die Maklerprovision zahlt. Dort, wo die Nachfrage nach Gewerbeobjekten das Angebot übersteigt, zahlt häufig der Käufer bzw. Mieter die Maklerprovision. Ist die Situation genau andersherum und handelt es sich somit um einen Mieter-/Käufermarkt, dann ist der Eigentümer eher dazu bereit, die Courtage zu übernehmen. Hier mehr erfahren

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