Baufinanzierung Rohbau eines Hauses

So finden Sie die optimale Baufinanzierung

Die eigengenutzte Immobilie steht in Deutschland als sichere Altersvorsorgemöglichkeit mit 71 Prozent ungeschlagen an der Spitze. Jeder dritte Berufstätige möchte heutzutage ein Eigenheim erwerben. Für die Verwirklichung des Traums vom Eigenheim sollte eine solide Baufinanzierung kalkuliert werden. Und so vergehen vom ersten Gedanken an die eigenen vier Wände bis zum Einzug oft Monate oder sogar Jahre. 

Nur die wenigsten Menschen können sich Ihr Traumhaus „einfach so“ leisten. Das Thema Baufinanzierung ist daher der Dreh- und Angelpunkt am Anfang der Planung und auch eine Anschlussfinanzierung darf nicht vergessen werden.

Was ist eine Baufinanzierung?

Unter einer Immobilien- bzw. Baufinanzierung versteht man einen langfristigen Kredit für den Erwerb, Kauf oder Neubau einer Immobilie. Eine Baufinanzierung kann man für folgende Vorhaben beantragen:

  • Hauskauf
  • Neubau eines Einfamilienhauses oder Mehrfamilienhauses
  • Wohnungskauf
  • Grundstückskauf
  • Umschuldung
  • Ersteigerung bei Gericht

In Deutschland kann man bei Banken, Versicherungen, Bausparkassen oder Landesförderinstituten eine Baufinanzierung beantragen. Sie bieten die Baufinanzierung meist zu unterschiedlichen Konditionen bzw. Rahmenbedingungen an. Die Kondition des Darlehens bemisst sich dabei in der Regel am Risiko des Antragsstellers bzw. dessen Bonität. Oder anders ausgedrückt: Je höher das Eigenkapital und je geringer das Risiko, desto bessere Konditionen.

Was muss alles berücksichtigt werden?

Ein zukünftiger Bauherr muss sich darüber klar werden, was er sich leisten kann. Wenn dann die Entscheidung für ein bestimmtes Haus oder eine Wohnung feststeht, geht es darum, eine möglichst günstige Baufinanzierung zu finden. Aber Vorsicht: Mit dem reinen Kaufpreis ist es in der Regel nicht getan. Hinzu kommen zahlreiche Nebenkosten wie Grunderwerbsteuer, Maklerprovision, Notar- und Gerichtskosten, die etwa zehn Prozent der Kaufsumme ausmachen können sowie – je nach Zustand der Immobilie – noch Ausgaben für die Renovierung. Im Idealfall deckt das Eigenkapital die kompletten Nebenkosten ab sowie mindestens 20 Prozent des Kaufpreises. Das ist nicht möglich? Dann sollte das Eigenkapital aber mindestens die Höhe der kompletten Nebenkosten erreichen. Überlegen Sie außerdem genau, bis wann Sie das Darlehen zurückzahlen wollen. Viele Eigenheim-Besitzer wünschen, im Alter schuldenfrei zu sein. Dann sollte das Haus oder die Wohnung spätestens zum Renteneintritt abbezahlt sein. Wer also mit 40 Jahren seine Baufinanzierung beginnt, und mit 65 oder 67 Jahren in Rente gehen möchte, hat 25 oder 27 Jahre Zeit. Führen Sie hierzu am besten einen Kreditvergleich durch.

Vom der Eigenheim-Idee hin zur soliden Baufinanzierung

Das Online-Verbrauchermagazin Finanztip hat zum Thema Baufinanzierung konkrete Schritte aufgezeichnet:

  1.  „Ermitteln Sie im ersten Schritt, wie viel die eigenen vier Wände maximal kosten dürfen.
  2. Informieren Sie sich über die Einzelheiten eines optimalen Konzepts für Ihre Baufinanzierung – etwa über die Zinsbindungsfrist und Sondertilgungen.
  3. Holen Sie dann ein erstes Angebot für einen günstigen Baukredit ein. Dafür eignen sich besonders die großen Kreditvermittler.
  4. Da die Vermittler die Zinssätze von Hunderten Banken und Bausparkassen vergleichen, haben Sie so einen guten Marktüberblick.
  5. Führen Sie dann ein zweites Gespräch: Gehen Sie am besten zu Ihrer Hausbank. So überprüfen Sie, ob das Konzept für die Baufinanzierung stimmig ist und der Zins optimal.
  6. Haben Sie keine Scheu, anschließend Bank und Vermittler mit dem Konkurrenzangebot zu konfrontieren: Bei solchen Summen sollten Sie feilschen.“

Immobilienmarkt im Wandel

Der Immobilienmarkt in Deutschland ist nicht statisch, sondern wird durch eine Vielzahl von Faktoren beeinflusst, die sich ebenfalls stetig verändern. Bedenken Sie daher bei all Ihren Plänen, dass die dynamische Immobilienpreisentwicklung stets Chancen und Risiken mit sich bringt.

Quelle: finanztip.de/baufinanzierung