steigende Immobilienpreise Grafik Häuser und Geld

Fünf Gründe für steigende Immobilienpreise in Deutschland

Steigende Immobilienpreise: Die Preise für Wohnraum in Deutschland steigen seit Jahren. Jetzt zeigt eine aktuelle Analyse, dass der Preisboom nicht mehr nur in den Ballungszentren zu verzeichnen ist. Auch in den ländlichen Regionen und vor allem im Osten Deutschlands ist der Preisboom angekommen.

Längst sind nicht nur die Wohnungen in begehrten Metropolen wie Berlin, Hamburg oder München vom Preisboom betroffen. Nach einer Auswertung von Geomap sind auch Immobilien in B- und C-Standorten sowie in ländlichen Regionen gefragter denn je. Auch der Osten Deutschlands habe an Bedeutung gewonnen. In der Analyse wurden Angebotspreise aus den Jahren 2016 und 2017 für Wohnraum miteinander verglichen, also für Wohnungen und Häuser, saniert, im Bestand und Neubau. Gewerbeobjekte, Grundstücke und möblierte Angebote wurden nicht einbezogen.

Der Immobilienmarkt boomt

Der Immobilienmarkt in Deutschland boomt. In den letzten Jahren ist ein starkes Wachstum bei den Immobilienpreisen zu beobachten. Doch warum haben wir steigende Immobilienpreise? Dafür gibt es mehrere Gründe.

1. Zu wenig Neubauten

Das Interesse, eine Immobilie zu kaufen, steigt stetig. Gleichzeitig ist das Angebot an Immobilien knapp. Auch die zahlreichen (geplanten) Neubauten können das nicht decken. Bis 2020 müssten bundesweit fast 400.000 Wohnungen pro Jahr gebaut werden, um den Bedarf abzudecken, der durch die Binnenwanderung und die Zuwanderung entsteht. Viele Wirtschaftsplaner warnen jedoch, dass die aktuelle Bautätigkeit nur einen Bruchteil dessen umfasse. In einzelnen Großstädten gäbe es so extreme Missverhältnisse, dass noch nicht einmal die Hälfte des künftig benötigten Wohnraums geschaffen werde. Außerdem problematisch: Viele neue Wohnungen werden am falschen Ort gebaut und oft nicht jene Wohnungen, die wirklich gebraucht werden.

2. Immobilien als sichere Geldanlage und Altersvorsorge

Immer mehr Verbraucher sehen eine Immobilie als sichere Geldanlage und als Altersvorsorge. Dabei sind die Möglichkeiten, in Immobilien zu investieren, vielfältig: Man kann sowohl in Gebäude, Bauprojekte oder in Immobilienfonds sein Geld anlegen. Gerade in Zeiten geringer Sparzinsen und potenziell sinkender Renten gelten Immobilien als wertstabil und werfen Renditen in Form von Miete ab. Je größer das Interesse ist, sich ein Haus oder ein Wohnung zu kaufen, anstatt zu mieten, desto höher können die Preise dafür angesetzt werden. Außerdem kommt hinzu, dass in den letzten Jahren der relativ sichere deutsche Immobilienmarkt auch für große in- und ausländische Investoren attraktiv geworden ist.

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3. Niedrige Zinsen für Immobilienkredite

Die Zinsen sind aktuell sehr niedrig. Das verleitet viele Deutsche zum Immobilienkauf. Auch teure Objekte scheinen plötzlich greifbar. Verbrauchern wird es leichter als in der Vergangenheit gemacht, einen Baukredit zu erhalten, darum wird mehr bzw. teurer gekauft. Jedoch sollten Verbraucher den Zinseszinseffekt nicht unterschätzen und unbedingt verschiedene Baufinanzierungsangebote miteinander vergleichen, bevor sie einen Kredit für eine (zu) teure Immobilie aufnehmen. Die Zinsen für Immobilienkredite dürften zwar in den kommenden Monaten steigen, aber aller Voraussicht nach immer noch auf einem niedrigen Niveau bleiben.

4. Teure Mietpreise

Auch hohe Mietpreise sorgen für steigende Immobilienpreise. Viele Mieter haben in den letzten Jahren Mieterhöhungen erhalten. Irgendwann fragt man sich, wie weit das noch gehen soll. Das Hamburger Abendblatt berichtete im März 2018, dass fast jeder zweite Hamburger die Hälfte seines Einkommens für Miete zahlt. Selbst überzeugte Mieter geraten bei diesen Zahlen ins Wanken und kalkulieren, ob ein Immobilienkauf rentabler sein könne.

5. Zu wenig neues Bauland

Trotz vorhandener freier Flächen wird das Bauland in Deutschlands Städten knapp. Nicht selten haben sich dort die Preise für Bauland in nur wenigen Jahren vervielfacht. Fachleute empfehlen daher, mehr Agrarland und sonstige Flächen in Bauland umzuwandeln. Aber komplexe rechtliche Vorgaben, unübersichtliche Eigentumsverhältnisse sowie der Widerstand der Bürger machen es oft schwer, das dringend benötigte Bauland zu gewinnen. Und damit schließt sich ein weiterer Kreis: Knappes Bauland wird teurer und sorgt für steigende Immobilienpreise.

Steigende Immobilienpreise: Immobilie jetzt verkaufen?

Empfehlenswert ist der Verkauf einer Immobilie in einer wirtschaftlich guten Marktsituation. In der Tat ist die Nachfrage aktuell hoch und die Zinsen sind niedrig. Viele Menschen spielen daher mit dem Gedanken, eine Immobilie zu kaufen. Für Verkäufer ist das eine gute Ausgangssituation.

Aber: Vermeiden Sie möglichst, Ihre Immobilie unter Zeitdruck zum Verkauf anzubieten. Sind Sie unsicher, wie die aktuelle Marktsituation einzuschätzen ist, beauftragen Sie einen professionellen Immobilienmakler. Er kennt den örtlichen Markt und seine Entwicklung, darum kann er Sie hier fachmännisch beraten. Ein Immobilienverkauf ist eine wichtige Entscheidung. Schon kleine Fehler können dem Verkäufer teuer zu stehen kommen. HAUSGOLD unterstützt Eigentümer beim Immobilienverkauf und hilft, den richtigen Makler zu finden.

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