Hausverkauf und kostenlose Immobilienbewertung

Hausverkauf und kostenlose Immobilienbewertung

Der anhaltende Immobilienboom will scheinbar nicht abbrechen. Seit acht Jahren steigen die Immobilienpreise in Deutschland kontinuierlich. So ist seit 2009 der Wert einer 60 Quadratmeter großen, höherwertigen Wohnung im Durchschnitt um 61 Prozent gestiegen. Das ist aus dem Frühjahrsgutachten 2018 der sogenannten „Immobilienweisen“ des Forschungsinstituts Empirica hervorgegangen. Sollte ich also verkaufen?, denkt sich so mancher Immobilienbesitzer zurecht. Doch so ein Hausverkauf ist mit enormen zeitlichen Aufwendungen und Belastungen für den Eigentümer verbunden. 

Der Prozess kann sich über viele Monate ausdehnen und teilweise sogar Jahre dauern. Erfahren Sie hier, wie ein Hausverkauf abläuft und welche Schlüsselpersonen Ihnen hilfreich zur Seite stehen. Außerdem erläutern wir Ihnen, warum man seine Immobilienbewertung immer von einem Experten durchführen lassen sollte. Wo und wie Sie eine kostenlose und seriöse Immobilienbewertung erhalten, lesen Sie hier.

Vorbereitung

Wertermittlung, Exposé oder Energieausweis – Die Vorbereitung eines Hausverkaufs ist oft der längste und aufwendigste Teilschritt im Hausverkaufsprozess. Für viele Eigentümer ist bereits die Entscheidung zum Verkauf eine schwierige. Doch erst nachdem alle Vor- und Nachteile aus den verschiedensten Perspektiven beleuchtet wurden, beginnt die richtige Arbeit.

Zielgruppe

Für welche Zielgruppe ist mein Haus geeignet? Für wen ist das Haus eher unpassend? Bietet die Immobilie altersgerechte Vorkehrungen oder eignet es sich eher für junge Familien? Für einen Eigentümer ist es sehr wichtig die eigene Zielgruppe und potentielle Kunden zu kennen. Die Klarheit über die eigene Zielgruppe sollte nicht unterschätzt werden. Denn erst, wenn man weiß, welche Präferenzen eine mögliche Käufergruppe hat, kann mein sein Angebot entsprechend gestalten. Eine zielgruppenadäquate Präsentation der eigenen Immobilie kann im Verkaufsprozess den entscheidenden Unterschied ausmachen.

Tipp: Machen Sie sich bewusst für welchen Käufer Ihre Immobilie in Frage kommen könnte. Im zweiten Schritt gestalten Sie Ihre Anzeige dann den Vorlieben der Zielgruppe entsprechend. Kennen Sie die Präferenzen der Zielgruppe besonders gut, können Sie Ihr Home Staging Konzept entsprechend ausrichten. Das kann Sie von anderen Anbietern deutlich abheben.

Das Exposé

Hat man noch nie zuvor in seinem Leben ein Haus verkauft, wird das Exposé viele Fragen beim Hausverkauf aufwerfen. Welche Dokumente beziehungsweise Inhalte kommen in das Exposé? Nehmen Sie sich bei der Erstellung des Exposés in jedem Fall viel Zeit. Es ist das Aushängeschild und Werbemittel Ihrer Immobilie.

Tipp: Durch ein ansprechendes Exposé können Sie viele Interessenten generieren. Hier erfahren Sie alles Wissenswerte zum Thema gelungenes Immobilien Exposé.

Wertermittlung

Das Thema Wertermittlung beim Hausverkauf spielt eine zentrale Rolle. Der Preis Ihres Hauses stellt einen Hard-Fact dar, der nur bedingt durch gelungenes Marketing kompensiert werden kann. Bei einem Hausverkauf passiert es daher oft, dass die gemeinsamen Vorstellungen des Verkaufspreises von Käufer und Verkäufer weit auseinander gehen. Das Wichtigste bei einer Immobilienbewertung bildet deshalb der Anspruch realistisch zu bleiben. Eigentümer verfallen oft dem aus der Psychologie bekannten „Endowment Effect“. Dieser besagt, dass Menschen dazu tendieren, ein Gut wertvoller einzuschätzen, wenn sie es besitzen. Wirken Sie diesem Effekt  durch einer objektiven und realistischen Immobilienbewertung entgegen. Sonst endet der Hausverkauf schnell mit Enttäuschung und anderen negativen Emotionen.

Tipp: Seien Sie sich der Wichtigkeit einer Immobilienbewertung durch einen objektiven Experten bewusst. Lassen Sie eine Einschätzung durch Fachkundige, wie Immobilienmakler oder Sachverständiger, vornehmen. So erwarten Sie keine negativen Überraschungen während des ohnehin schon stressigen Hausverkaufs.

Weitere Infos zum Thema Wertermittlung erhalten Sie unter der Rubrik Immobilienwissen.

Besichtigungstermin: Der erste Eindruck zählt

Bei Nutzgegenständen, wie zum Beispiel einem Staubsauger, steht während des Kaufprozesses die Rationalität im Vordergrund. Konsumenten begründen ihre Kaufentscheidungen durch Faktoren wie die Leistungsfähigkeit oder Funktionalität des Produktes. Anders ist es bei einem Hausverkauf. Hier hören die Interessenten deutlich mehr auf ihr Bauchgefühl. Deshalb zählt bei einer Besichtigung der erste Eindruck doppelt. Das Haus sollte so dargestellt sein, dass sich möglichst viele Interessenten auf Anhieb wohl fühlen. Die Räumlichkeiten sollen zum einen nett dekoriert sein, um das Gefühl von Gemütlichkeit und Wohnlichkeit zu verstärken. Zum anderen, soll die Einrichtung aber nicht zu überladend wirken. Denn dann, bleibt weniger Raum für die eigene Vorstellung übrig.

Tipp: Sprechen Sie mit einem Makler oder Fachkundigem. Diese kennen sich auf dem Markt aus. Sie wissen über Trends bescheid und was Kunden besonders schätzen. Versuchen Sie danach Ihre Räumlichkeiten zu gestalten.

Hausverkauf – Welche Dokumente brauche ich?

Bei einem so umfangreichen Vorhaben wie dem Hausverkauf stellt sich dem Eigentümer eine berechtigte Frage: Welche Unterlagen sind Pflicht? Spätestens vor der ersten Besichtigung müssen bestimmte Unterlagen vorliegen. So kann man schneller auf die Rückfragen der Interessenten eingehen und diese können sich ein besseres Bild von der Immobilie verschaffen.

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Diese Dokumente sind Pflicht:

  • Amtliche Flurkarte
  • Grundbuchauszug
  • Grundriss/Bauplan
  • Wohnflächenberechnung
  • Energieausweis
  • Informationen zu Modernisierungen/Sanierungen

Tipp: Fragen Sie einen Immobilienmakler, wo Sie welche Unterlagen einholen können. Dieser kann Ihnen außerdem Auskunft darüber geben, warum gerade diese Dokumente bei Hausverkauf zwingend vorliegen müssen.

Durchführung

Besichtigungen – Organisation ist gefragt

Gerade beim Hausverkauf ist es wichtig viele Einzeltermine mit potentiellen Käufern zu vereinbaren. Sammelbesichtigungen sollten vermieden werden. Dabei sind die Wünsche der Interessenten zu berücksichtigen. Halten Sie sich daher unter Umständen auch die Wochenenden frei, wenn Berufstätige keine Zeit unter der Woche haben. Außerdem eignen sich Besichtigungen bei vollem Tageslicht. Während der Besichtigung sollten Sie den Interessenten als kompetenten Partner Rede und Antwort stehen können. Es macht einen guten Eindruck, wenn Sie über viel Hintergrundwissen zu den besonderen Gegebenheiten Ihrer Immobilie und der Region verfügen.

Tipp: Bereiten Sie sich gut auf die erste Besichtigung vor. Gehen Sie einen ersten Termin probeweise mit Freunden und Bekannten durch. So können Sie sich besser in die Besucherperspektive hineinversetzen.

Preisverhandlung

Die Kaufpreisverhandlungen sind einer der schwierigsten Punkte. Hier klaffen die Auffassungen von Käufer und Verkäufer oft am weitesten auseinander. Neben einer klaren und begründbaren Kaufpreisvorstellung sollten Sie sich bereits im Vorfeld gut überlegen, ob und womit Sie dem Käufer ggf. entgegenkommen wollen. Das macht Ihre Verhandlungsführung sicherer und Sie mit dem Ergebnis zufriedener. Schließlich wollen Sie das Haus zu einem guten Preis veräußern und nicht verschenken. Klärungsbedarf besteht vielfach auch noch darüber hinaus – zum Beispiel im Hinblick auf die Zahlungsabwicklung, den Übergabetermin, den Mitverkauf von Einrichtungen wie Einbaumöbeln, Küchen usw.

Tipp: Machen Sie sich vor der Preisverhandlung einen genauen Plan, der Antworten zu folgenden Fragen enthält: Woran könnte der Vertragspartner besonders interessiert sein? Welche Kompromisse und Eingeständnisse können Sie ihm oder ihr machen? Von welchem Posten können Sie gar nicht abrücken? So behalten Sie während der Verhandlung einen klaren Kopf und verlieren Ihre Ziele nicht aus den Augen.

Nachbereitung

Kaufvertrag

Nachdem sich Käufer und Verkäufer über den Preis beim Hausverkauf geeinigt haben, sollte der Kaufvertrag unterschrieben werden. Bei einem Vertrag zum Hausverkauf handelt es sich um ein Standardwerk. Es liegt in der Regel bei jedem Notar vor. Dieser sorgt dafür, dass ein Hausverkauf juristisch gesehen einwandfrei abläuft.

Tipp: Auch wenn der Notar Ihnen einen fertigen Vertrag vorlegt: Prüfen Sie die einzelnen Paragrafen des Dokuments und stellen sie sicher, dass der Vertrag die mündlichen Vereinbarungen genauso wiedergibt.

Übergabe der Schlüssel

Nun ist fast der ganze Verkaufsprozess abgeschlossen: Das Haus wurde inseriert, der richtige Käufer wurde gefunden und man hat sich auf einen Verkaufspreis geeinigt. Doch der symbolisch wichtigste Schritt fehlt noch: die Schlüsselübergabe. Mit dem Besitzübergang findet der Hausverkauf seinen faktischen Abschluss. Somit werden alle Rechte, Pflichten und Lasten, die mit einer Immobilie verbunden sind vom Verkäufer an den Käufer übergeben.

Tipp: Vergessen Sie bei der Schlüsselübergabe nicht auf die Anfertigung eines Übergabeprotokolls. Es dient der Rechtssicherheit und beugt späteren Schadensersatzansprüchen vor. Außerdem: Bevor der vollständige Kaufpreis nicht bei Ihnen eingegangen ist, sollte der Schlüssel niemals übergeben werden.

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