Wie soll das gemeinsame Haus oder die gemeinsame Wohnung künftig genutzt werden? Häufig kommen Scheidungsverfahren erst voran, wenn sich die Ehepartner über die Verwendung der gemeinsamen Immobilie geeinigt haben. Oft folgt der Scheidung der Hausverkauf.

Möglichkeiten das Haus aufzuteilen:

➤ Das Haus wird auf einen Partner überschrieben, der andere wird ausgezahlt.

➤ Das Haus wird nach der Scheidung vermietet und die Mieteinnahmen geteilt.

➤ Bei zerstrittenen Paaren, die sich nicht einigen können, kommt es oft zu einer Teilungsversteigerung.

➤ Sie sind sich einig, verkaufen das Haus und teilen den Gewinn untereinander auf.

Erste Schritte bei einer Scheidung mit Haus

Informieren Sie sich ausführlich. Mit einem Anwalt können Sie klären, wer einen Anspruch auf das gemeinsame Haus hat und welche rechtlichen Schritte eingeleitet werden müssen. Zudem sollten Sie den Wert Ihrer Immobilie ermitteln. Damit haben Sie eine Grundlage für Verhandlungen.

Zugewinnausgleich bei Scheidung

Grundsätzlich gilt, dass nach der Heirat ohne Ehevertrag eine Zugewinngemeinschaft besteht. Das gemeinsam in der Ehe erworbene Vermögen wird nach der Scheidung geteilt. Der Partner, der in der Ehe weniger Vermögen erwirtschaftet hat, kann bei einer Scheidung einen Antrag auf Zugewinnausgleich stellen.

Berechnung Zugewinnausgleich

Bei der Berechnung des Zugewinnausgleichs wird das Anfangsvermögen des Ehepartners mit dem Endvermögen verglichen. Der erwirtschaftete Zuwachs wird durch zwei geteilt und unter den Ex-Partnern aufgeteilt. Um den Zugewinnausgleich zahlen zu können, muss häufig das Haus verkauft werden, in dem die Eheleute gelebt haben.

Zugewinnausgleich für ein Haus

Der Zugewinnausgleich gilt auch für Immobilien im Alleineigentum, die während der Ehe oder durch Vermögen, das in der Ehe erwirtschaftet wurde, erworben wurden. Häuser, die in die Ehe eingebracht und dann modernisiert oder umgebaut wurden, müssen geprüft werden. In jedem Fall müssen Sie eine Immobilienbewertung vornehmen, und die Wertsteigerung berücksichtigen. Hierfür eignet sich ein Makler aus Ihrer Region, der sich mit dem Immobilienmarkt vor Ort auskennt. Die Makler von HAUSGOLD erstellen eine Immobilienbewertung kostenlos. Ist ein Gutachten für Gericht notwendig, müssen Sie einen anerkannten Gutachter bestellen.

Hausbewertung bei einer Scheidung

Sie haben drei Möglichkeiten den Wert Ihrer Immobile für die Scheidung zu ermitteln.

  1. Sie können dies selbst erledigen, was allerdings viel zusätzlichen Aufwand bedeutet und oft nicht genau ist.
  2. Mit einem Wertgutachten von einem offiziellen Gutachter ist die Bewertung auch vor einem Gericht gültig. Ein solches Gutachten ist allerdings sehr teuer.
  3. Ein Makler von HAUSGOLD schätzt den Wert Ihre Immobilie kostenlos und genau, er kennt den Markt in Ihrer Region und übernimmt die Formalitäten für Sie.

Was kostet eine Wertermittlung?

Eine Wertermittlung für ein Haus bei der Scheidung kostet Sie nichts, wenn Sie von einem HAUSGOLD Makler übernommen wird. Sie verpflichten sich nicht, mit diesem Makler das Haus zu verkaufen. Sollten Sie sich dennoch dazu entscheiden Ihr Haus aufgrund der Scheidung zu verkaufen, verhandeln Sie die Höhe der Provision ganz individuell.

Hier passenden Makler finden

Haus in der Trennungsphase

Allgemein geht der Gesetzgeber davon aus, dass – abhängig von den baulichen Voraussetzungen – das Eigenheim nach der Scheidung zwischen den Eheleuten aufgeteilt wird.

Eine Zuweisung – eine gerichtliche Entscheidung über die Aufteilung – an einen Ehepartner erfolgt nur in Ausnahmefällen. Selbst der Umstand, dass gegebenenfalls ein Ehepartner alleiniger Besitzer der Immobilie ist, reicht im Trennungsjahr nicht als Zuweisungsgrund. Dennoch kann jeder Ehegatte verlangen, dass ihm der andere die Immobilie überlässt. Die üblichen Unannehmlichkeiten, wie sie in der Phase der Trennung zu erwarten sind, reichen als Gründe für eine Zuweisung allerdings nicht aus.

Wichtig: Sollte einer der Ehegatten als Mit- oder Alleineigentümer das Wohneigentum während der Trennungsphase verlassen (müssen), ändert dies nichts an seinen Eigentumsverhältnissen. Er kann von dem verbleibenden Ehepartner in der Regel sogar eine Nutzungsentschädigung verlangen, die sich in ihrer Höhe an den ortsüblichen Mietkonditionen orientiert.

Wer bleibt im Haus nach der Scheidung?

Das Nutzungsrecht einer gemeinsamen Immobilie nach der Scheidung klärt das Scheidungsverfahren. Diese Kriterien werden berücksichtig:

  • Alter und Gesundheit der Ehepartner
  • Individuelle finanzielle Aufwendungen in der Vergangenheit
  • besondere Umstände des Lebensunterhalts
  • Nähe zum Arbeitsplatz
  • Wohl der Kinder

Bei gemeinsamem Mieteigentum wird die Nutzung des Wohneigentums fast immer jener Partei zugesprochen, bei der sich die Kinder aufhalten. Ist jedoch einer der Ehepartner Alleineigentümer der Immobilie, muss die Unantastbarkeit des Eigentums berücksichtigt werden. Nur besondere Umstände rechtfertigen hier die Zuweisung an den Nichteigentümer nach einer Scheidung.

Darüber hinaus besteht für den Alleineigentümer zumindest ein Anspruch auf finanzielle Entschädigung. Meist wird dieser in Form eines Mietvertrags zu ortsüblichen Konditionen erreicht, der den verbleibenden Partner nach der Scheidung zu Zahlungen verpflichtet. Sollte die Nutzung der Ehewohnung hingegen schon bei den Unterhaltsberechnungen berücksichtigt worden sein, entfällt ein solcher Anspruch.

Kredite und Steuern während der Scheidung

Kosten wie Kreditraten und Nebenkosten machen die Nutzung von Immobilien für Eheleute während eines Scheidungsverfahrens kompliziert. Eine kreditgebende Bank wird sich stets an den Darlehensnehmer wenden, während öffentliche Kosten wie Steuern und Gebühren meist von beiden Eigentümern bezahlt werden müssen.

Nebenkosten wie Strom, Wasser oder Gas müssen meist von jener Partei bezahlt werden, die die Immobilie nutzt. Auch hier ist jedoch entscheidend, in welcher Form die Hauptlasten schon bei einer Unterhaltsberechnung berücksichtigt wurden.

Immobilienverkauf, -übertragung und –versteigerung

Sollten nach der Trennung beide Ehepartner Eigentümer einer Immobilie bleiben wollen, müssen zwischen ihnen in jedem Fall klare Finanzierungs- und Verwaltungsregelungen getroffen werden. Auch ist zu klären, wie lange die gemeinsame Eigentümerschaft nach der Scheidung dauern soll. Denn meist markiert eine solche Regelung bloß den Übergang bis zum Hausverkauf oder zur Überschreibung des jeweiligen Eigentumsanteils der Immobilie von einem Ehegatten auf den anderen.

Um den aktuellen Verkehrswert zu ermitteln, sollte gemeinsam ein unabhängiger Gutachter beauftragt werden, damit das Bewertungsergebnis nicht von einer Partei in Frage gestellt wird. Die Entschädigung wird dann meist ausgezahlt oder als Eigentumsanteil im Rahmen des Zugewinnausgleichs berücksichtigt. Manchmal einigt man sich auch darauf, Verbindlichkeiten aus einem laufenden Darlehen zu übernehmen oder auf Unterhaltszahlungen zu verzichten, wenn man im Gegenzug alleiniger Eigentümer wird.

Allerdings hat hier auch die kreditgebende Bank mitzuentscheiden, denn diese wird den Ehepartner nur dann aus der Mithaftung entlassen, wenn die Einkommens- und Vermögensverhältnisse des verbleibenden Ehepartners ausreichen, um zukünftig alleine für die Verbindlichkeiten aufzukommen.
Will einer der Ehegatten die Immobilie hingegen verkaufen, der andere aber nicht, kann er nach erfolgter Scheidung im Klageverfahren eine sogenannte Teilungsversteigerung beim Amtsgericht beantragen. Das kann aber ein hohes Risiko bedeuten, denn oft erreicht das höchste Gebot in einer Teilungsversteigerung nicht den Wert, den man bei einem privaten Verkauf der Immobilie erzielen würde. Es kann sogar passieren, dass das Gebot die Schulden nicht deckt und beide Ehegatten für die restlichen Hausschulden fortan ohne jede Immobiliensicherheit haften.

Fazit: Im Falle einer Scheidung kann eine rasche Einigung zwischen den Ehegatten im Falle des gemeinsamen Immobilienbesitzes nur empfohlen werden. Insbesondere ist ein klarer finanzieller und rechtlicher Schlussstrich für beide Seiten fast immer die beste Wahl. HAUSGOLD vermittelt Ihnen einen unabhängigen Experten für eine kostenlose und unverbindliche Immobilienbewertung, mit dieser Sie eine erste Schätzung des gemeinsamen Hauses oder der Wohnung erhalten. Ist ein Hausverkauf nach der Scheidung gewünscht, steht Ihnen HAUSGOLD auch dann mit seriösen und fachkundigen Maklern zur Seite.