Wohntrends Modernes Wohnzimmer mit viel Holz

Wohntrends bestimmen den Immobilienwert – Was 2018 angesagt ist

Individualisierung, Digitalisierung oder Globalisierung: Auch im Bereich Wohnen sind die Auswirkungen der zukünftigen Wohntrends deutlich zu spüren. Kundenbedürfnisse lassen sich nicht mehr allgemein an soziodemografischen Merkmalen und Zielgruppen ablesen. Die heutigen Lebensstile sind einfach zu verschieden.

Auf der Internationalen Möbelmesse IMM Cologne, welche vom 19. bis 21. Januar in Köln getagt hat, wurden die neuen, ausgefallenen Wohnideen der Zukunft präsentiert. Diese können dem Verkäufer helfen, eine Immobilie schneller oder zu einem höheren Preis zu verkaufen.

Die Individualisierung und der Wunsch nach Einzigartig

Individualisierung – dieser Wohntrend ist im Möbelbereich um mindestens zwei Ebenen stärker geworden. Das Angebot ist vielfältiger denn je. Vor allem das Internet macht sich diesen Trend zu Nutzen und bietet individualisierte Einrichtungsberatungen über „Virtual Reality“-Portale an. So können Konsumenten über das Internet ihre Wohnung und Möbel nach individuellen Belieben zusammenstellen. Viele Hersteller machen sich den Wunsch nach Einzigartigkeit zu nutzen und bieten zum Beispiel im Bereich der Sofa-Beistelltische individuell kombinierbare Einzelelemente an. Auf die bewusste Vermischung unterschiedlicher Größen und Materialen kommt es hierbei an. So setzten viele Anbieter der IMM auf mehrere kleine Beistelltische, die unterschiedliche Materialien wie Glas oder Marmor miteinander kombinieren.

Ambivalente Effekte der Digitalisierung: Smart Home vs. Retro

Die Digitalisierung bringt zwei gegensätzliche Wohntrends mit sich. Zum einen wird das Thema Smart Home immer wichtiger. Haushaltsgeräte, Fenster oder Heizung sollen künftig durch das Smartphone gesteuert werden können. Komfort und Bequemlichkeit sollen so im Alltag erhöht werden. Zum anderen sehnen sich die Konsumenten nach Altbewährtem zurück. So erlebt einst Vernachlässigtes durch diesen Wohntrend eine zweite Renaissance: Schallplatten, Hauspflanzen oder Globen sind momentan extrem beliebt. Man besinnt sich zurück auf Gemütlichkeit und Entschleunigung. So ist es kaum verwunderlich, dass der europäische Bürger seinen Kerzenkonsum um durchschnittlich 6,2% auf 1,45 kg Kerzen pro Jahr gesteigert hat. Das besagt eine Studie der European Candle Association (eca) aus dem Jahr 2016. Opulente Kerzenleuchter haben Hochkonjunktur, da die Gemütlichkeit des Kerzenlichts wieder höher geschätzt wird. Des Weiteren sind es Wohnmöbel im Vintage-Look, Retro-oder-Boho-Stil, die ab 2018 Wohnzimmer schmücken werden.

„Die Welt ist mir zu viel, ich bin genug“ – Wie sich Globalisierung auf das Wohnen auswirkt

Vor dem Hintergrund der Globalisierung wird der eigene Wohnraum der zentrale Ort für Identität. Durch eine authentische Wohnungseinrichtung fühlen sich die Menschen zuhause und wissen, wo sie hingehören. Persönliches Wohnen stiftet Identität. So soll die individuelle Kombination aus Sicherheitstechnik und Kreativität eine eigene Schutzzone vor der Schnelllebigkeit der Globalisierung bieten. Obwohl heute die Mehrheit der Weltbevölkerung in Städten lebt, zieht es die Menschen wieder zunehmend aufs Land. In Zukunft soll die Vereinbarkeit zwischen Leben auf dem Land und den Möglichkeiten der Digitalisierung weiter ausgebaut werden. Die IMM bietet hierzu erste Lösungsansätze: Einkäufe werden durch Drohnen erledigt oder Kinder mittels selbstfahrenden Elektroautos in die Schule gebracht.

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Natürlichkeit durch Holzwannen und Olivgrün

In Zukunft wird stark auf organische Formen und Farben gesetzt. Dynamische Rundungen und kraftvolle Wölbungen sind gewünschte Merkmale an Möbeln und Einrichtungsgegenständen. Somit grenzt sich dieser Wohntrend deutlich von dem klaren, sachlichen Design ab, welches vor einigen Jahren noch stark nachgefragt wurde. Bei den Bezugsstoffen von Polstermöbeln zeichnet sich ein wachsender Markt ab. Ein besonderes Highlight spielt hierbei die Revolutionierung des Badewannenbezugs. Aktuell experimentieren viele Badewannenhersteller mit organischen Materialien. So wurde die erste hölzerne Badewanne bereits auf den Markt gebracht. Ein weiterer Austeller der IMM wirbt mit einer stoffbezogenen Wanne – Schimmelfreiheit garantiert! Beide Ideen verfolgen das Ziel, aus dem gefliesten, kalt wirkendem Hygieneraum künftig in ein wohnlicheres Zimmer zu verwandeln.

Farblich gesehen dominiert Blau in all seinen Nuancen das Spektrum. Blau steht für Harmonie, wirkt seriös und hat eine beruhigende Wirkung. Allerdings, reiht sich seit Neustem die Farbe Olivgrün in die Wohnlandschaft ein. Sie steht für Natürlichkeit, Frühling, Hoffnung und Vegetation. Wichtig: Die Farbe sollte nicht knallig, sondern in einer leiseren, unauffälligeren Nuance aufgetragen werden.

Massivholz wird seine Spitzenstellung im Einrichtungsbereich weiterhin beibehalten. Die Designentwürfe der Holzmöbel bestechen durch Filigranität und Eleganz. Ganz zum Gegensatz alter, rustikaler Zeiten. Eiche bleibt weiterhin ein Topseller, allerdings erfreuen sich die Arten Nussbaum und Kirsche immer größerer Beliebtheit.

Eine gute Einrichtung hilft die Immobilie schneller zu verkaufen

Immobilienverkäufern stehen diverse Maßnahmen zur Verfügung, die entweder den Wert der Immobilie steigern oder den Hausverkauf vorantreiben können. Als Orientierungshilfe dienen die aktuellen Wohntrends 2018.

Ist eine Immobilie qualitativ hochwertig eingerichtet, so kann sich das durchaus im Wert widerspiegeln. Beispiele hierfür sind zum Beispiel gediegene Marmorböden oder Echtholzparkett. Voraussetzung der potentiellen Wertsteigerung ist allerdings ein einwandfreier Zustand. Hier lohnen sich in jedem Fall Renovierungs- und Sanierungsarbeiten am Objekt. Sie wirken dem Verschleiß und dem damit verbundenen Werteverlust einer Immobilie entgegen und tragen so zu einer Wertsteigerung bei. Eine sinnvolle Maßnahme, die sich an den aktuellen Wohntrends orientiert, wäre zum Beispiel der Austausch einer veralteten Heizungstechnik gegen eine neue, umweltfreundlichere Variante.

Doch nicht nur große Umbaumaßnahmen wirken sich positiv auf den ersehnten Hausverkauf aus. Auch kleine Verschönerungsarbeiten können den entscheidenden Unterschied machen. Eine elegante, adäquate Einrichtung hilft die Räumlichkeiten der Immobilie zu unterstreichen und repräsentiert sie besser. Dies könnte den Prozess des Verkaufs deutlich beschleunigen. Allgemein steigt die Nachfrage nach komplett möblierten Immobilien stark an. Ein Grund dafür könnte in der schnelllebigen und stressigen Zeit liegen, in der wir heutzutage leben. Viele Arbeitnehmer sind beruflich so ausgelastet, dass sie kaum mehr die Zeit finden das eigene Heim komplett neu einzurichten.

Kluge Hausverkäufer können sich diese Informationen zu Nutze machen und den Kaufpreis einer Immobilie steigern oder den Verkaufsprozess beschleunigen.

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