Was ist ein Wertgutachten

Was ist eigentlich ein Wertgutachten?

Es gibt viele verschiedene Anlässe, ein Haus, eine Wohnung oder ein Grundstück bewerten zu lassen. Benötigen Sie ein Wertgutachten, dann denken Sie daran: Im Gegensatz zur kostenlosen Immobilienbewertung ist ein Wertgutachten immer kostenpflichtig. Grundsätzlich kann ein solches Gutachten für jede Immobilie erstellt werden, um den Verkehrswert zu ermitteln. Für einen Immobilienverkauf ist allerdings nicht unbedingt ein Immobiliengutachter notwendig. In anderen Fällen ist ein Wertgutachten empfehlenswert, bei gerichtlichen Auseinandersetzungen ist es zum Teil sogar unabdingbar, weil nur ein Gutachten von einem offiziellen Immobiliengutachter vor Gericht Bestand hat.

Ein Immobiliengutachter schafft Klarheit über den Verkehrswert einer Immobilie, indem er ein kostenpflichtiges Wertgutachten erstellt.  Die Erstellung eines Wertgutachtens empfiehlt sich, wenn

  • Sie sich in einem Scheidungsverfahren gerichtlich auseinandersetzen,
  • Sie eine Erbstreitigkeit vor Gericht klären lassen wollen,
  • Sie eine Immobilie kaufen und hierfür eine objektive Einschätzung möchten,
  • Sie den Verkehrswert einer Immobilie gegenüber dem Finanzamt dokumentieren möchten,
  • Sie Ihr Betriebsvermögen feststellen lassen möchten,
  • eine Zwangsversteigerung ansteht.

Der Immobiliengutachter

Ähnlich wie die Berufsbezeichnung „Immobilienmakler“ ist auch „Immobiliengutachter“ nicht an bestimmte Qualifikationen geknüpft, sondern setzt einen besonderen Sachverstand voraus. Häufig handelt es sich um Bauingenieure oder Architekten, die neben technischen Qualifikationen auch viel Berufserfahrung mitbringen.

Es gibt freie Sachverständige, die Bewertungen sowohl für Immobilienkäufe als auch für Immobilienverkäufe vornehmen. Deren Gutachten werden aber nicht von Behörden oder Gerichten anerkannt. Dann gibt es den öffentlich bestellten und vereidigten Sachverständigen. Dieser Begriff ist gesetzlich geschützt. Vereidigte Immobiliengutachter werden durch die Industrie- und Handelskammern geprüft und ernannt. Ein Teil der öffentlich bestellten und vereidigten Sachverständigen ist auch staatlich anerkannter Immobiliengutachter. Diese werden von den Landesbehörden beaufsichtigt und erstellen auch im Auftrag von Behörden Immobiliengutachten.

Unterschiede bei Wertgutachten

Das Wertgutachten gibt Auskunft über den Marktwert und die Beschaffenheit einer Immobilie. Der Immobiliengutachter beschreibt hierbei die Eigenschaften und eventuellen Mängel der Immobilie und berechnet daraus den Verkehrswert. Immobiliengutachter bieten oft unterschiedlich detaillierte Gutachten für verschiedene Zwecke an.

Darüber hinaus gibt es noch das gerichtsfeste Vollgutachten, das bei gerichtlichen Auseinandersetzungen oder im Umgang mit Behörden benötigt wird. Diese Gutachten müssen von öffentlich bestellten und vereidigten Sachverständigen erstellt werden. Besprechen Sie daher mit Ihrem Immobiliengutachter vorab, wofür Sie das Gutachten oder die Bewertung benötigen und welchen Umfang es haben soll. So vermeiden Sie unnötige Kosten.

Kosten für ein Wertgutachten

Einen festen Preis für ein Wertgutachten gibt es nicht, denn Kosten dafür sind zwischen Auftraggeber und Gutachter frei verhandelbar. Je nach Umfang und Aufwand kostet ein Immobiliengutachten einige hundert Euro bis zu 1,5 Prozent des Immobilienwertes – und auch mehr. Die Kosten für gerichtsfeste Gutachten bestimmen sich nach der Honorarordnung für Architekten und Ingenieure; es können aber auch abweichende Preise vereinbart werden. Meist sind die Kosten von der Art und der Lage der Immobilie abhängig sowie von ihrem Zustand. Ein Hotel zu bewerten ist voraussichtlich aufwändiger als ein Einfamilienhaus. Müssen viele Informationen eingeholt werden, zum Beispiel bei Erbbaurecht, schlägt auch das sich im Preis nieder. Außerdem spielen Art und Umfang des Gutachtens und der erwartete Verkehrswert eine Rolle. Je höher nämlich der erwartete Verkehrswert ist, desto höher sind auch die Kosten für das Wertgutachten.

Wie wird das Wertgutachten erstellt?

Für die Erstellung eines Wertgutachtens gibt es drei unterschiedliche Methoden:

  • Das Vergleichswertverfahren: Bei der Immobilienbewertung mit dem Vergleichswertverfahren werden vergleichbare Immobilien zur Bewertung herangezogen. Dieses funktioniert sowohl für Häuser, Wohnungen als auch für Grundstücke. Je ähnlicher die verglichenen Objekte und je aktueller die Daten sind, desto genauer kann der Wert des zu verkaufenden Objektes ermittelt werden. Allerdings kommt es vor, dass sich nicht ausreichend ähnliche Objekte finden lassen, was das Vergleichswertverfahren erschwert oder gar unmöglich machen kann.
  • Das Ertragswertverfahren: Vereinfacht dargestellt, wird bei der Immobilienbewertung mit dem Ertragswertverfahren der zukünftige finanzielle Ertrag abzüglich der notwendigen Bewirtschaftungskosten des Objektes ermittelt, um den Wert der Immobilie zu ermitteln. Je nachdem, welche Verzinsung der Käufer der Immobilie auf sein eingesetztes Kapital erwartet, kann mit dieser Methode der Preis recht präzise ermittelt werden. Die Methode eignet sich in erster Linie für vermietete Objekte.
  • Das Sachwertverfahren: Die Immobilienbewertung nach dem Sachwertverfahren bietet sich bei selbstgenutzten Immobilien an. Hierbei werden der Gebäude- und Grundstückswert anhand der Herstellungskosten ermittelt. Wichtig ist, dass der Gebäudewert entsprechend des Alters und der bisherigen Abnutzung gemindert wird. Für die Ermittlung des Grundstückswertes wird zumeist das Vergleichswertverfahren oder der von der Gemeinde veröffentlichte Bodenwert herangezogen.

Kostenlose Immobilienbewertung durch einen Makler

Wer eine Immobilienbewertung für einen anstehenden Verkauf benötigt, braucht kein so umfangreiches Wertgutachten. Bei einem „normalen“ Immobilienverkauf ist eine Immobilienbewertung durch einen qualifizierten Makler vollkommen ausreichend. Mit der kostenlosen Immobilienbewertung von HAUSGOLD haben Sie als Verkäufer einer Immobilie gleich mehrere Vorteile:

  • HAUSGOLD empfiehlt Ihnen einen leistungsstarken und qualifizierten Makler, der auf Ihre Region und Ihren Objekttyp spezialisiert ist
  • Sie sparen sich die mühsame Suche nach einem qualifizierten Makler in Ihrer Stadt
  • Der Makler führt kostenlos und unverbindlich eine Immobilienbewertung bei Ihnen vor Ort durch
  • Wenn Sie mit dem Makler zufrieden waren, können Sie ihn nach der Immobilienbewertung auch mit der Vermarktung Ihrer Immobilie beauftragen
  • Sie sparen Geld für ein teures Wertgutachten

Die von HAUSGOLD vermittelten Immobilienmakler ermitteln zuverlässig den Wert Ihrer Immobilie unter Berücksichtigung vielfältiger Gesichtspunkte. Neben Lage, Ausstattung, objektspezifischen Grundstücksmerkmalen und Bodenrichtwerten werden auch Faktoren wie Quadratmeterpreise, objektbezogene Liegenschaftszinssätze, Sachwert-Marktanpassungsfaktoren sowie Infrastruktur und lokale Besonderheiten herangezogen. So wird ein realistischer und nachvollziehbarer Verkaufspreis definiert.