Wer seine Wohnung verkaufen möchte, sollte sich im Vorwege gut vorbereiten. Hier erhalten Verkäufer Tipps, damit sie möglichst schnell einen Käufer für den geplanten Immobilienverkauf finden. Außerdem erfahren Verkäufer, wie sie einen guten Preis erzielen.

Viele Verkäufer wollen ihre Eigentumswohnung privat veräußern. Sie denken, dass sie so Zeit und Geld für den Immobilienmakler sparen können. Die Erfahrung zeigt jedoch, dass es beim Immobilienverkauf von Vorteil ist, einen qualifizierten Immobilienmakler einzuschalten. Der erfahrene Makler unterstützt sowohl den Verkäufer als auch den Käufer. Denn er weiß genau, in welcher Reihenfolge beim Verkauf einer Immobilie vorzugehen ist. Er organisiert nicht nur die Vermarktung und den Ablauf der Besichtigungen, sondern er informiert auch, welche Unterlagen beide Parteien benötigen. Er gibt Tipps zum Kaufvertrag und kann einen Notar empfehlen, der den Vertrag aufsetzt und den Verkauf abwickelt. Lesen Sie hier wichtige Punkte zum Wohnungsverkauf.

Wer ist Ihre Zielgruppe?

Wohnung verkaufenBeim Immobilienverkauf wenden Sie sich entweder an Selbstnutzer oder an Kapitalanleger. Entscheidend ist, ob Ihre Wohnung vermietet oder unvermietet ist. Pauschal lässt sich sagen, dass sich eine unvermietete Wohnungseinheit einfacher verkaufen lässt, als eine vermietete. Wenn Sie Ihre Eigentumswohnung verkaufen, werden Sie schnell feststellen, dass Selbstnutzer meist sehr konkrete Vorstellungen haben. Denn Selbstnutzer suchen ein Eigenheim, dass das neue Zuhause werden soll. Entsprechend konzentrieren sie sich bei der Suche auf unvermietete Objekte.Kapitalanleger wollen Immobilien in der Regel nicht selbst nutzen, sondern sie weitervermieten. Sie interessieren sich in erster Linie dafür, welchen Gewinn sie erwirtschaften können. Kapitalanlegern können Sie auch gut eine vermietete Immobilieneinheit verkaufen. Damit der Verkauf für Kapitalanleger interessant ist, sollten die jährlichen Mieteinnahmen deutlich höher sein als die Instandhaltungs- und Verwaltungskosten.

Denken Sie daran: Der Energieausweis
ist Pflicht für den Wohnungsverkauf!

Wenn Sie eine vermietete Wohnung verkaufen

Ist Ihre Eigentumswohnung zum Verkaufszeitpunkt vermietet, dürfen Sie dem Mieter nicht einfach kündigen. Ein Verkauf bricht nicht die Miete! Mit dem Immobilienverkauf übernimmt der Neubesitzer das bestehende Mietverhältnis. Er hat danach die gleichen Rechte und Pflichten, die auch der alte Vermieter hatte. Ein Mietverhältnis vorzeitig zu kündigen, damit Sie eine freie Wohnung verkaufen können, kann ein langer und schwerer Weg sein. Eventuell haben derartige Komplikationen auch Auswirkungen auf den Kaufpreis. Am einfachsten ist es, wenn Sie sich mit dem Mieter einigen. Bieten Sie ihm zum Beispiel eine attraktive Abstandssumme an. Halten Sie die Abmachnung schriftlich fest, zum Beispiel in einem Mietaufhebungsvertrag. So sind schon von Beginn an potentielle Probleme innerhalb des Verkaufsprozesses eliminiert.

Wohnungsverkauf: Was ist mit der Eigentümergemeinschaft?

Befindet sich Ihre Immobilie in einem Haus mit mehreren Einheiten und verschiedenen Eigentümern, dann spielen auch die anderen Haus-Eigentümer eine Rolle. Ist die Eigentümergemeinschaft mit dem Neubesitzer nicht einverstanden, kann das Verkaufen der Wohnung scheitern. Laut Wohnungseigentümergesetz brauchen Sie für den Verkauf die Zustimmung des Verwalters. Gründe für eine Ablehnung eines Kaufvertrages sind zum Beispiel Zweifel daran, dass der potentielle Neubesitzer die allgemeinen Wartungs- und Verwaltungskosten zahlen kann. Auch Nutzungspläne des Käufers, die der Gemeinschaftsordnung widersprechen, sind beim Veräußern der Immobilie hinderlich.

Vor dem Verkauf: Immobilienbewertung

Bevor Sie Ihre Immobilie zum Verkauf freigeben, muss eine Immobilienbewertung vorgenommen werden, um den möglichen Verkaufspreis zu ermitteln. Dies ist nicht immer einfach, da sich der Wert der Immobilie nicht nur anhand der Merkmale Lage, Ausstattung und Zustand bestimmen lässt. Wichtig ist auch, welche Teile Sondereigentum sind (Bereich am Wohnungseigentum, die sich zweifelsfrei einem Eigentümer zuordnen lassen) und welche Gemeinschaftseigentum (Bereiche am Wohnungseigentum, die von mehreren Eigentümern beansprucht und genutzt werden). Man unterscheidet also zwischen Eigentum des Wohnungseigentümers oder Gemeinschaftseigentum der Eigentümergemeinschaft. Für Gemeinschaftseigentum gelten gegebenenfalls besondere Nutzungsrechte (z. B. für den Garten). Dieses ergibt sich aus der Teilungserklärung.

Es ist sehr wichtig, die Immobilie korrekt zu bewerten, um sie verkaufen zu können. Neben einem zu niedrigen Preis ist auch ein zu hoher Preis nachteilig, da dieser potentielle Käufer abschreckt und den Immobilienverkauf unnötig in die Länge zieht. Eine immer mehr verbreitete Lösung hierfür ist unter anderem das Bieterverfahren. Angebot und Nachfrage treffen sich, wodurch der optimale Preis gebildet wird. Doch auch Makler oder Sachverständige können den Verkehrswert Ihrer Immobilie richtig ermitteln.

Präsentieren Sie Ihre Wohnung ansprechend

Vor dem Immobilienverkauf sollten Sie kritisch prüfen, welchen Eindruck die Wohnung auf potentielle Mieter machen wird. Unser Tipp: Oft kann der Eindruck der Immobilie mit kleinen Schönheitsreparaturen erheblich verbessert werden. Führen Sie diese durch, bevor Sie Bilder für das Exposé machen. Im Exposé muss ihr (ehemaliges) Eigenheim ansprechend präsentiert werden. Neben den reinen Fakten wie Preis, Größe und Lage sollten Sie die Vorzüge betonen, ohne jedoch falsche Erwartungen bei interessierten Personen zu wecken. Das könnte im Endeffekt zu einem höheren Preis der Eigentumswohnung führen.

In diesem Zusammenhang fällt oft der Begriff Home Staging. Mit gezielten Maßnahmen machen Sie aus Ihrer Immobilieein ein begehrtes Verkaufsobjekt, indem Sie die Möglichkeiten und Vorzüge optimal herausarbeiten und betonen. Home Staging heißt aber nicht, den potentiellen Mieter oder Käufer zu täuschen oder Mängel zu vertuschen.

Auch bei der Besichtigung muss das Objekt einen möglichst ordentlichen, gepflegten und hellen Eindruck machen. Bereiten Sie sich mental auf den Ablauf vor: mögliche Fragen der Besucher, das Gespräch als Verkäufer und sachlicher Umgang mit Kritik. So stehen Sie dem Kaufvertrag auch privat nicht im Wege.

Checkliste: Welche Unterlagen benötigen Sie?

Ein Immobilienverkauf bedarf vieler Unterlagen und Dokumente. Unser Tipp: Erstellen Sie eine Checkliste. Damit behalten Sie den Überblick.

Grundriss: Stellen Sie Ihr Objekt möglichst maßstabsgerecht im Grundrissplan dar. So können sich Interessenten frühzeitig einen Eindruck von der Wohnung verschaffen.

Teilungserklärung: Die Teilungserklärung ist eine notarielle Urkunde die das Innenverhältnis der jeweiligen Wohnungseigentümerschaft erklärt. Da sich der notarielle Vertrag direkt auf die Teilungserklärung bezieht, muss der Käufer sie vor dem Verkauf der Wohnung erhalten.

Grundbuchauszug: Das Grundbuch ist ein öffentliches Register, in welchem die Grundstücke, grundstücksgleichen Rechte, die hieran bestehenden Eigentumsverhältnisse und die damit verbundenen Belastungen verzeichnet sind. Lesen Sie den Auszug gründlich durch, damit keine Überraschungen oder fehlende Unterlagen im Verkaufsprozess problematisch werden können.

Urkunde über Brandversicherung: In Deutschland ist die Brandversicherung Pflicht. Darum benötigen Käufer diese Urkunde oftmals für die Finanzierung der Immobilie.

Protokolle Eigentümerversammlung: Mit den Protokollen der letzten drei Jahre hat der Käufer die Möglichkeit, einen Eindruck von der der Gemeinschaft zu erhalten. Liegen Ihnen die Protokolle nicht (mehr) vor, dann fordern Sie sie bei der Hausverwaltung an.

Wohngeldabrechnung und Wirtschaftsplan: Mit der letzten Wohngeldabrechnung und Wirtschaftsplan vom Haus zeigen Sie dem Kaufinteressenten, wie sich die Wohngeldausgaben monatlich zusammensetzen. Die potenziellen Käufer sehen, wie viel im Jahr angespart wird, welche Rücklagen vorhanden sind und welche Planungen im Haus anstehen. Das kann ein entscheidender Vorteil sein, wenn Sie Ihre Eigentumswohnung verkaufen wollen.

Baubeschreibung: Wenn es aus der Bauzeit des Hauses noch eine Baubeschreibung gibt, dann ist dies auch für einen Wohnungskäufer interessant.

Energieausweis: Der Energieausweis ist Pflicht. In der Regel erhalten Sie den Energieausweis von der Hausverwaltung.

Lassen Sie sich unterstützen

WohnungsverkaufWenn Sie Ihr Objekt verkaufen wollen, sollten Sie sich professionellen Rat von einem Makler einholen. Ein qualifizierter Makler kann den Wert der Immobilie genau beziffern. Ein guter Makler hat Erfahrung und umfassende Kenntnisse des lokalen Immobilienmarktes. Er hilft Ihnen, den höchstmöglichen Preis zu erzielen, wenn Sie Ihre Immobilie verkaufen. Außerdem kennt ein Makler den Ablauf eines Immobilienverkaufs und steht Ihnen bei Fragen zur Verfügung. So vermeiden Sie Fehler, die mit hohen finanziellen Risiken verbunden sein können.

Der Immobilienmakler bewertet die Immobilie nicht nur, er nimmt Ihnen auch die meiste Arbeit ab, wenn Sie Ihre Wohnung verkaufen möchten. Er erstellt ein aussagekräftiges und professionelles Exposé, kommuniziert mit den Interessenten, organisiert die Besichtigungen und berät Sie bei den Preisverhandlungen. Darüber hinaus hilft ein Makler Ihnen Ihre Immobilie schneller und organisiert zu verkaufen und den Kaufpreis einer Wohnung oder eines Hauses zu erhöhen.

Sie haben Fragen zum Immobilienverkauf? Wir sind Ihnen gerne behilflich. Unser Service ist für Sie kostenlos. Auch bei der Auswahl eines kompetenten Maklers in Ihrer Region beraten wir Sie gerne.

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